{"id":981,"date":"2009-09-14T21:23:03","date_gmt":"2009-09-14T20:23:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=981"},"modified":"2009-09-14T21:23:03","modified_gmt":"2009-09-14T20:23:03","slug":"kein-prickelndes-duell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2009\/09\/kein-prickelndes-duell\/","title":{"rendered":"Kein prickelndes Duell"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"Waiblinger Kreiszeitung\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 14.09.2009<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lokale Eindr\u00fccke und Stimmen zum Aufeinandertreffen von Merkel und Steinmeier im Fernsehen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Waiblingen\/Schorndorf. Die Stimme aus dem Off zu Beginn des Duells versprach Gro\u00dfes: Tief grollend k\u00fcndigte da einer die Gegner an. Man hielt den Atem an und wartete auf die Schie\u00dferei. Doch was geschah: Nichts. Kein Rauch, kein L\u00e4rm, auch die Zuschauer im Weingut Zimmer in Stetten, eingeladen von der CDU, verfielen zusehends in einen leichten Vorabendd\u00e4mmer. W\u00e4ren die vier Moderatoren nicht gewesen, das Publikum h\u00e4tte gar nichts zum Lachen gehabt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00d6ffentliches Fernsehschauen ist ja in, sp\u00e4testens seit es Fu\u00dfball gibt. Warum also nicht Politikern beim Streiten \u00f6ffentlich Zugucken? Der Raum bei Zimmers f\u00fcllt sich zusehends. \u00c4ltere Herrschaften, aber auch ein paar Jungw\u00e4hler versammeln sich. Mahela Reichstatt ist eine von diesen jungen Menschen, die obzwar erst 19 Jahre alt, schon ganz genau wei\u00df, was sie w\u00e4hlen wird: \u201eIch bewundere Angela Merkel schon seit sie Kanzlerin ist.\u201c Inhaltliche Gr\u00fcnde, gibt es die auch? Hm, da muss die angehende Musikstudentin passen, aber Bewunderung reicht ja vorerst auch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcberhaupt die Jugend. Am Tisch ein junger Mann, auch er Student der Politik und Theologie, Typ: \u00e4u\u00dferst wohlerzogen und als Ferienjobber bei Joachim Pfeiffer angestellt. Schwarz-Gelb ist sein Wunschduo nach dem 27. September. Schlimm findet Patrick Junge die Haltung mancher junger Menschen, die sich von den Linken blenden lassen. Langsam kommt ein bisschen Wahlkampfstimmung auf. Zumindest in Sachen Kleiderordnung. Ingo Sombrutzki aus Schorndorf, im Pfeiffer-Team aktiv, betritt die Gaststube mit einer T\u00fcte unterm Arm. Darin hat er ganz viele orangefarbene T-Shirts mit CDU-Logo drauf, die er zum Nulltarif anpreist. Wie \u00fcberhaupt die CDU die ganze Zeche zahlt, was der Stimmung keinen Abbruch tut. Zwei junge Damen greifen begeistert zu. \u201eMit dem geh\u2019 ich zur Wahl\u201c, sagt die eine und freut sich jetzt schon auf den Aha-Effekt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcnf Minuten 47 Sekunden vor dem Duell betritt Dr. Joachim Pfeiffer den Ort der Handlung. \u201eSchon so ein bisschen Showdown\u201c, sieht er noch in der Luft liegen. Aber, so warnt er: \u201eEs ist alles andere als entschieden.\u201c Spricht den letzten Satz gerade fertig und dann geht es auf dem Bildschirm los. Auftritt der Duellanten und in Stetten werden noch mal Vesperteller gereicht. An manchen Tischen versucht man sich ein wenig in Polemik gegen den ganz offenbar hier nicht so geliebten Steinmeier. \u201eDer hat keinen Hals\u201c, rutscht es einer Zuschauerin heraus und eine andere freut sich daran, dass \u201eFrau Merkel heute wieder so nett aussieht.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die beiden, Merkel und Steinmeier, reden: \u00dcber die Finanzm\u00e4rkte und Managergeh\u00e4lter, \u00fcber \u201eeinfache Menschen, die die Folgen der Krise tragen m\u00fcssen\u201c und davon, dass die \u201eSoziale Marktwirtschaft die Vers\u00f6hnung von Kapital und Arbeit\u201c sei. Das Ehepaar Zimmer schafft Wein-Nachschub an die Tische, mancher bestellt noch was zu essen. \u201eDu, was ist eigentlich ein Mindestlohn\u201c, will eine Frau von ihrem Mann wissen und Merkel sagt: \u201eEs kann uns nat\u00fcrlich nicht zufriedenstellen.\u201c Im Rund gibt es jene, die ehrlich interessiert schauen und vielleicht auch h\u00f6ren, andere, die etwas m\u00fcde wirken \u2013 die Themen, die Merkel und Steinmeier verhandeln, prickeln hier nicht wirklich: Hartz IV und Afghanistan, Atomausstieg jetzt oder irgendwann? Die Show hat L\u00e4ngen, man freut sich ab und an an der b\u00f6sen Maybritt Illner, die Au\u00dfenminister Steinmeier nicht ausreden l\u00e4sst und mancher w\u00fcnscht sich, Guido Westerwelle h\u00e4tte versucht, sich dieses mal erfolgreich in die Runde einzuklagen oder Lafontaine h\u00e4tte danach begehrt, mitreden zu d\u00fcrfen. So kreisen die beiden angeblichen Kontrahenten umeinander rum wie zwei m\u00fcde Ehepartner. Und in der Weinstube verschl\u00e4ft mancher sogar die Signals\u00e4tze, bei denen man \u00fcblicherweise hier applaudiert: \u201eWachstum schafft Arbeit.\u201c Immerhin einige Kritiker zollen dem tapferen Steinmeier, der, man merkt es wohl, eigentlich der bleiben will, der er ist, gegen Ende etwas Respekt: \u201eDer wird immer besser\u201c. W\u00e4ren da nicht irgendwo am Abendhimmel die Linken, man h\u00e4tte kein einziges Mal \u201eBuh\u201c rufen k\u00f6nnen.<br \/>\n<strong><\/strong>\n<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wie die Parteiprominenz im Kreis das TV-Duell beurteilte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und Dr. Joachim Pfeiffer, was meint er am Ende? \u201eIch habe keine weltbewegenden neuen Erkenntnisse erhalten, aber Frau Merkel ist sich treu geblieben\u201c. Und zu Steinmeier? \u201eAm Anfang dachte ich, da spricht Schr\u00f6der.\u201c<br \/>\nAuch die Parteienprominenz im Kreis zeigte sich in ihrer Beurteilung des TV-Duells gestern Abend gleich nach der Sendung einig: Die beiden Duellanten Merkel und Steinmeier taten sich schwer wirklich, pr\u00e4gnante Unterschiede in ihrer Politik herauszuarbeiten. FDP-Bundestagskandidat Hartfrid Wolff: \u201eDas war eine Unterhaltung zwischen Chefin und ihrem ersten Stellvertreter.\u201c Die Gro\u00dfe Koalition wirke eindeutig weiter nach. \u201eEs wird Zeit, dass es Wahlen gibt und wir endlich eine Ver\u00e4nderung bekommen.\u201c Der Gr\u00fcnen-Bundestagskandidat Daniel Mouratidis: \u201eF\u00fcr mich war das mehr ein Duett als ein Duell. Die wollten sich beide gegenseitig nicht wirklich wehtun.\u201c Die Sendung n\u00e4hre seine Bef\u00fcrchtung, dass hier gestrickt werde an einer Weiterf\u00fchrung der Gro\u00dfen Koalition.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEin bisschen mehr Pfeffer auf beiden Seiten w\u00e4re schon notwendig gewesen\u201c, meinte auch Reinhard Neudorfer, der Bundestagskandidat der Linken. \u201eEs wurde zwar immer versucht zu betonen, dass sich CDU und SPD so sehr unterscheiden, so unterschiedlich sind die aber gar nicht wie Merkel und Steinmeier getan haben.\u201c<br \/>\nMatthias Klopfer hingegen konnte Unterschiede ausmachen. Der Schorndorfer SPD-Oberb\u00fcrgermeister findet: \u201eIch bin \u00fcberrascht. Steinmeier hat sich wacker geschlagen.\u201c Er habe f\u00fcr die SPD wichtige Punkte wie Mindestl\u00f6hne und Sozialstaat in den Vordergrund gestellt. Auch in der Abschlussrede habe Steinmeier gepunktet. Merkels Abschlussrede sei eher eine ihrer \u201eNeujahrsansprachen\u201c gewesen.<\/p>\n<address style=\"text-align: justify;\">Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 14.09.2009 \/ Text: Sabine Reichle<\/address><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 14.09.2009 Lokale Eindr\u00fccke und Stimmen zum Aufeinandertreffen von Merkel und Steinmeier im Fernsehen Waiblingen\/Schorndorf. Die Stimme aus dem Off zu Beginn des Duells versprach Gro\u00dfes: Tief grollend k\u00fcndigte da einer die Gegner an. Man hielt den Atem an und wartete auf die Schie\u00dferei. Doch was geschah: Nichts. 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