{"id":847,"date":"2009-06-16T21:50:31","date_gmt":"2009-06-16T20:50:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=847"},"modified":"2009-06-16T21:51:02","modified_gmt":"2009-06-16T20:51:02","slug":"gemeinderat-offen-fur-alternativen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2009\/06\/gemeinderat-offen-fur-alternativen\/","title":{"rendered":"Gemeinderat: Offen f\u00fcr Alternativen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"Waiblinger Kreiszeitung\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 16.06.2009<\/p>\n<p><strong>Anwohner laufen Sturm gegen das geplante Pflegeheim in Stetten \u2013 R\u00e4te wollen jetzt \u00fcber Ersatzstandorte diskutieren<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kernen-Stetten (schi). Nachbarn des geplanten Pflegeheims in Stetten laufen Sturm gegen ein Vorhaben, das eine Pony-Wiese an der Frauenl\u00e4nderstra\u00dfe in eine Altenwohnanlage mit bis zu 40 Pflegepl\u00e4tzen verwandeln wird. Die Diakonie als Investor verlangt daf\u00fcr eine Umwidmung zum Sondergebiet. Gemeinder\u00e4te wie Dieter Binder macht das stutzig: Er f\u00fcrchtet um seinen Einfluss auf die Planung. Trotz starker Bedenken hat der Kernener Gemeinderat den Bebauungsplan f\u00fcrs Seniorenwohnheim in der Stettener Talaue auf den Weg gebraucht. Parallel dazu wird das s\u00fcdliche Diakoniegel\u00e4nde zwischen Frauenl\u00e4nderstra\u00dfe und Rosenstra\u00dfe im Fl\u00e4chennutzungsplan von Wohnbau- in Sondergebietsfl\u00e4che umgewidmet werden. Ein Schritt, der etliche Gemeinder\u00e4te quer durch die Fraktionen hellh\u00f6rig machte.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWarum nicht auch ein Pflegeheim im Wohngebiet planen?\u201c, bohrte Andreas Wersch (CDU) nach. \u201eDas Sondergebiet erm\u00f6glicht mehr Spielraum. Eventuell ist eine gr\u00f6\u00dfere \u00dcberbauung der Fl\u00e4che m\u00f6glich\u201c, erwiderte Planer Helmut K\u00e4ser. Damit best\u00e4tigte er die Bef\u00fcrchtungen, die etliche Ratsherren hegen. Wersch: \u201eBauplanung und Bebauungsplanverfahren laufen ja parallel. Da wird in der Diakonie m\u00f6glicherweise eine Planung entstehen, die uns in Zugzwang bringt.\u201c Dieter Binder (UFW) runzelte die Stirn: \u201eMit einem Sonderbaugebiet habe ich meine Probleme. Bei allem, was Diakonie ist, waren die immer au\u00dfen vor. Ich habe Sorge, dass auch jetzt unser Einfluss relativ stark schwindet.\u201c SPD-Fraktionschef Hans-Peter Kirgis pocht gegen\u00fcber der Diakonie auf gemeinder\u00e4tliche Planungshoheit. \u201eNicht, dass uns gesagt wird, was hier gebaut werden soll.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Gemeinderat sagte nur z\u00e4hneknirschend Ja zu dem Verfahren. Planer K\u00e4ser wie auch B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger hatten die ulitma ratio in den Raum gestellt, die angesto\u00dfene Planung sogar wieder ganz abzublasen, falls das Projekt wegen der Dimensionierung oder dem Ergebnis des Artenschutz- und L\u00e4rmgutachtens zu un\u00fcberwindlichen Bedenken f\u00fchrte. \u201eEs liegt letztendlich an uns, was wir festlegen wollen\u201c, so Altenberger. \u201eUnser Plan schreibt die bauliche Nutzung, die H\u00f6he vor.\u201c<\/p>\n<p><strong>Der Zug ist noch nicht abgefahren <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass nun ein Planverfahren startet, das den Standort Frauenl\u00e4nderstra\u00dfe privilegiert, war angesichts des Nachbarschaftsprotests aus der Rosenstra\u00dfe und dem Ruf nach Alternativen ein ernstes Manko, an dem sich die R\u00e4te stie\u00dfen. \u00dcber 190 Unterschriften haben die Anwohner gesammelt. Ihre Bedenken und Ideen f\u00fcr Ersatzstandorte wollen sie dem B\u00fcrgermeister in K\u00fcrze vortragen. Wegen dieser vordringlichen Suche nach Alternativen empfahl OGL-Fraktionssprecherin Ulrike Ebeling-Silber, den Aufstellungsbeschluss so lange zur\u00fcckzustellen. Ihr Antrag wurde abgelehnt, obwohl Karoline Gappa-Winkelmann (UFW) R\u00fcckendeckung gab: \u201eSich jetzt auf den Standort festzulegen, obwohl die Anwohner um die Suche nach anderen Standorten bitten \u2013 da habe ich ein Problem.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass der Zug jetzt in Gang kommt, bedeutet noch nicht, dass er f\u00fcr die Nachbarn abgefahren ist. Eine Weichenstellung ist er allemal. Unter Gemeinder\u00e4ten g\u00e4rt die Sorge, dass Altenberger, der bis dato keine alternativen Baupl\u00e4tze f\u00fcr ein Seniorenwohnheim in der Ortsmitte auf dem Radar hat, das Projekt mit dem Investor und Tr\u00e4ger Diakonie l\u00e4ngst verabredet hat. Gestern sagte er, das alte Schulgel\u00e4nde in der Kirchstra\u00dfe sei vom Platz her zu klein, selbst wenn man das ortsbildpr\u00e4gende alte Schulhaus abrei\u00dfen w\u00fcrde. Zudem bestehe vis \u00e1 vis vom Rewe ein \u201eGr\u00fcndungsproblem\u201c verglichen mit der Frauenl\u00e4nderstra\u00dfe, wo die Diakonie eine Tiefgarage plane. Das Kleine Feldle tauge nicht f\u00fcr Senioren \u2013 schon wegen des H\u00f6henunterschieds.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte der Gemeinderat im Planverfahren zum Fazit kommen, dass die Talaue als Bauplatz nicht tauge, bedeutete dies laut Altenberger, dass die Diakonie das strittige Gel\u00e4nde mit Wohnh\u00e4usern \u00fcberbauen m\u00fcsste, um das Seniorenwohnheim an anderer Stelle zu schultern. Dann k\u00f6nnte er aber auch andere Investoren mit ins Boot holen. Altenberger sagt: \u201eIch glaube nicht, dass ein Tr\u00e4ger ein Pflegeheim in der Gr\u00f6\u00dfenordnung betreiben kann, wenn er auch noch das Grundst\u00fcck kaufen muss.\u201c<\/p>\n<p><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 16.06.2009 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 16.06.2009 Anwohner laufen Sturm gegen das geplante Pflegeheim in Stetten \u2013 R\u00e4te wollen jetzt \u00fcber Ersatzstandorte diskutieren Kernen-Stetten (schi). Nachbarn des geplanten Pflegeheims in Stetten laufen Sturm gegen ein Vorhaben, das eine Pony-Wiese an der Frauenl\u00e4nderstra\u00dfe in eine Altenwohnanlage mit bis zu 40 Pflegepl\u00e4tzen verwandeln wird. 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