{"id":719,"date":"2009-04-27T12:45:25","date_gmt":"2009-04-27T11:45:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=719"},"modified":"2009-04-30T23:53:46","modified_gmt":"2009-04-30T22:53:46","slug":"stoff-fur-spekulanten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2009\/04\/stoff-fur-spekulanten\/","title":{"rendered":"Stoff f\u00fcr Spekulanten"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"Waiblinger Kreiszeitung\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 27.04.2009<\/p>\n<p><strong>Glosse<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schelmenst\u00fcck mit Epilog: Nun wird also der Kernener Schultes Stefan Altenberger Strafanzeige gegen Unbekannt stellen wegen Verletzung der Verschwiegenheitspflicht beim Grundst\u00fccksgesch\u00e4ft Maile. Die Jagd auf Gemeinder\u00e4te ist er\u00f6ffnet. Unber\u00fchrt vom Halali-Geschrei fragen sich die Kernener aber, wem der Kauf eigentlich n\u00fctzen wird. Und: Ob der k\u00fcnftige Gemeinderat einer Wohnbebauung an der Hegnacher Stra\u00dfe wohl den Segen gibt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da kommt die elektronische Post aus dem Kernener Rathaus gerade recht. Ja, peinlich f\u00fcr den Amtsschimmel: Er hat den Huf auf die falsche Taste gesetzt und seine j\u00fcngste Pressemitteilung zum Thema \u201eGeheimnisverrat\u201c und \u201eRufsch\u00e4digung\u201c am vergangenen Freitag mit einer putzigen Kuriosit\u00e4t garniert. Der Mail, die um 11.07 Uhr in Waiblingen eintraf, war die falsche Datei angeh\u00e4ngt, die noch unkorrigierte Fassung von Altenbergers Verlautbarung. Ein k\u00f6stliches Panorama f\u00fcr Schl\u00fcssellochgucker: In ihr steht mehr drin als in der sp\u00e4ter verschickten hochoffiziellen Version.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stoff zum Nachdenken liefert dieser Passus: \u201eIn dem speziellen Fall (Maile) lag sogar eine Wertbetrachtung von einem externen Gutachter vor, an der sich die Gemeinde orientiert hat. Bei dieser Wertbetrachtung geht man von der Pr\u00e4misse aus, dass zumindest in den n\u00e4chsten zehn Jahren keine Baulandumlegung stattfinden soll. Es kann also nicht davon ausgegangen werden, dass westlich der Hegnacher Stra\u00dfe in n\u00e4chster Zeit ein Baugebiet entstehen wird.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie sagte doch der franz\u00f6sische K\u00f6nig mit dem Hosenbandorden: Ein Schelm, wer B\u00f6ses dabei denkt! Die drei S\u00e4tze lassen sich ja so deuten: Das Rathaus darf \u2013 kaufm\u00e4nnisch gedacht \u2013 nicht allzu viel f\u00fcr den Quadratmeter hinbl\u00e4ttern, weil die Rekapitalisierung durch den Verkauf von Baupl\u00e4tzen an der Hegnacher Stra\u00dfe wom\u00f6glich viel Zeit braucht. Der Deal ist deshalb nicht vergleichbar mit Grundst\u00fccksk\u00e4ufen der Gemeinde in der Reute oder im Baugebiet Halde S\u00fcd. Zinsen von 400 000 Euro Steuergeldern fallen auf lange Frist aus. Die Pachteinnahmen werden das nicht ausgleichen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stoff f\u00fcr Spekulanten: Dass obiger Passus nicht ans Licht der \u00d6ffentlichkeit durfte, legt einen Verdacht nahe: Das Rathaus will sich und dem k\u00fcnftigen Gemeinderat alle Optionen offen halten. \u201eDerzeit\u201c soll kein neues Baugebiet entstehen, hei\u00dft es offiziell. Aber alles k\u00f6nnte ganz rasch gehen, wenn der neue Gemeinderat nur will. Und die Volksbank, bei der Maile in der Kreide steht, t\u00e4te bestimmt gern wollen. Dazu m\u00fcsste aber der Fl\u00e4chennutzungsplan ge\u00e4ndert werden, denn ein Teil des von Volksbank und Gemeinde gekauften Gel\u00e4ndes liegt au\u00dferhalb des Bauleitplans. Mit Konsequenzen: An anderer Stelle auf der Markung m\u00fcsste Kernen diese Erweiterungsfl\u00e4che einsparen, weil der Plan verbindliche Obergrenzen f\u00fcr Wohnbebauung festlegt. Wetten, dass ein Proteststurm losbr\u00e4che?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Folgt man dem Gutachter und veranschlagt zehn Jahre Wartezeit bis zur Baulanderschlie\u00dfung, wird der im Juni gew\u00e4hlte Gemeinderat daf\u00fcr die Weichen stellen m\u00fcssen: bei der in der n\u00e4chsten Wahlperiode anstehenden Fortschreibung des Fl\u00e4chennutzungsplans. Die vier Fraktionen m\u00fcssten die Gretchenfrage beantworten, wie sie es mit dem Kernener Leitbild halten, das doch Ressourcen schonen will.<br \/>\nO je, o jemineh. Jetzt stehen da wieder drei S\u00e4tze in der Zeitung, die eigentlich dort nicht stehen d\u00fcrften. Ein falscher Mausklick, ein dummes Versehen hat eine nicht autorisierte Pressemitteilung in die Mailbox der Lokalredaktion geschleust. Sie liefert Stoff zum Spekulieren. Und mancher im Rathaus \u00e4rgert sich. Dass wir das daf\u00fcr verantwortliche Fachamt und den Ungl\u00fccksraben, dem die Botschaft digital davonflog, deshalb ans Messer liefern w\u00fcrden, kommt aber \u00fcberhaupt nicht infrage. Genauso wenig, wie wir das mit Gemeinder\u00e4ten tun.<\/p>\n<address>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 27.04.2009 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/address><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 27.04.2009 Glosse Schelmenst\u00fcck mit Epilog: Nun wird also der Kernener Schultes Stefan Altenberger Strafanzeige gegen Unbekannt stellen wegen Verletzung der Verschwiegenheitspflicht beim Grundst\u00fccksgesch\u00e4ft Maile. 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