{"id":703,"date":"2009-04-26T19:03:53","date_gmt":"2009-04-26T18:03:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=703"},"modified":"2009-04-26T19:05:00","modified_gmt":"2009-04-26T18:05:00","slug":"goldene-zeiten-fur-kernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2009\/04\/goldene-zeiten-fur-kernen\/","title":{"rendered":"Goldene Zeiten f\u00fcr Kernen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"Waiblinger Kreiszeitung\" width=\"100\" height=\"22\" \/> vom 25.04.2009<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Seit 2006 sprudelt die Gewerbesteuer, und sie befeuert den Bauboom \/ Erst Stra\u00dfensanierungen, jetzt die Hochbauprojekte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kernen. F\u00fcnf Jahre dauert die Wahlperiode des Gemeinderates. Wenn die Kernener am 7. Juni ein neues Gremium bestimmen, stehen den frischgebackenen B\u00fcrgervertretern st\u00fcrmische Zeiten bevor: Ein Bauprojekt jagt das andere. Vor f\u00fcnf Jahren h\u00e4tte kein Gemeinderat mit diesem kommunalen Bauboom gerechnet. Kernen war klamm.\u00a0 <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gemeinde Kernen geriet in j\u00fcngster Zeit wegen explodierender Gewerbesteuereinnahmen und eines prallvollen Sparstrumpfes in die Schlagzeilen. Circa 22 Millionen parkt das Rathaus aktuell in der Allgemeinen R\u00fccklage. 2007 fuhr die Gemeinde ein Rekordergebnis bei der sogenannten Zuf\u00fchrungsrate ein: 6,578 Millionen blieben am Jahresende aus dem laufenden Haushalt \u00fcbrig. Das war nicht immer so. Als der vor f\u00fcnf Jahren gew\u00e4hlte Kernener Gemeinderat die Arbeit aufnahm, verf\u00fcgte er mit 5,254 Millionen \u00fcber weniger Verm\u00f6gensmasse, als allein im Haushaltsjahr 2007 aus dem laufenden Betrieb erl\u00f6st wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Viel Geld in der Kasse, aber die Schulden kaum abgebaut <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei aller Euphorie \u00fcber den rasanten Verm\u00f6genszuwachs ist festzuhalten: Der kommunale Schuldenberg wurde seit 2004 kaum abgetragen. Zwar konnte das Rathaus seine Verbindlichkeiten aus dem laufenden Gemeindehaushalt abtragen, so dass sich die Pro-Kopf-Verschuldung hier von 136,72 auf heute 83,59 Euro verringert hat. Gleichzeitig wirtschaftete der Eigenbetrieb Wasserwerk zunehmend auf Pump. Beide Bilanzen zusammengerechnet \u2013 diese Summe z\u00e4hlt \u2013, verringerte sich seit 2004 die Verschuldung je Einwohner von 296,85 auf 290,83 Euro um gerade mal sechs Euro. \u201eEs hat wenig abgenommen\u201c, kommentiert der Kernener Gemeindek\u00e4mmerer Joachim Heberle. \u201eDer Haushalt baut ab, aber der Eigenbetrieb baut Schulden auf.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das zu Beginn der Wahlperiode bescheidene Gemeindeverm\u00f6gen und die anf\u00e4nglich geringen Gewerbesteuereinnahmen zwangen zum Sparen. In Bauten investiert hat Kernen nicht viel: 2005 wurde die Rumold-Realschule erweitert, der \u201einnere Kreisel\u201c gebaut, Kl\u00e4ranlagen und Kan\u00e4le saniert. Die f\u00fcr 2006 geplante neue Obdachlosenunterkunft, damals gr\u00f6\u00dftes Hochbauprojekt, entfiel. Die Investitionen schnurrten um 50 Prozent zusammen. Nach Sanierungen in der Karl-Mauch-Schule und Rumold-Realschule kam 2007 die Trendwende mit den gro\u00dfen Stra\u00dfen- und Kanalbauma\u00dfnahmen in Stetten und Rommelshausen (Waiblinger Stra\u00dfe, Fellbacher Stra\u00dfe bis Karlstra\u00dfe, Hindenburgstra\u00dfe). 2007 verplante das kommunale Bauamt f\u00fcr den Tiefbau gut 1,8 Millionen, im Folgejahr weitere 1,7 Millionen Euro.<br \/>\nGleichzeitig starteten Planungen f\u00fcrs Kinderhaus, das j\u00fcngst seinen ersten Spatenstich hatte. Dieser Bau gilt als Startschuss der millionenschweren Hochbauprojekte, die nun anstehen: Altes Pfarrhaus, B\u00fcrgerhaus, Glockenkelter, Hallenbad.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Viele Wohnungen gebaut, aber kaum mehr Einwohner<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Obwohl seit 2004 in den Neubaugebieten Reute, Halde S\u00fcd und Weinstra\u00dfe neuer Wohnraum entstand, nahm die Zahl der Einwohner in Kernen kaum zu. Im M\u00e4rz 2004 z\u00e4hlt die Gemeinde 15 019, aktuell sind es 15 143 B\u00fcrger. Es waren schon mal 15 300. Zu dieser Bilanz trug laut Hauptamtsleiter Bernhard B\u00fchler bei, dass die Diakonie verst\u00e4rkt Heimbewohner dezentral unterbringt. Und viele Ortsans\u00e4ssige bauen auf dem geerbten Grundst\u00fcck.<br \/>\nWo sollen in Kernen k\u00fcnftig Wohngebiete erschlossen werden? Das Baugebiet Kleines Feldle mit Platz f\u00fcr 500 Neub\u00fcrger steht auf der Priorit\u00e4tenliste ganz oben. Weil das Kernener Leitbild einen behutsamen Umgang mit der Ressource Boden fordert, d\u00fcrfte es bei weiteren Baulandausweisungen zu heftigen Debatten kommen. Strittig ist, wo es weitergehen k\u00f6nnte. Tulpenstra\u00dfe, Kolbenhalde IV hatten bisher Priorit\u00e4t. Spitz\u00e4cker Nord entfiel mit der Discounter-Planung. Dass die Gemeinde das G\u00e4rtnereigel\u00e4nde Maile f\u00fcr teures Geld erworben hat, wirft aber Fragen auf. Vor einem Jahr noch hatte UFW-Fraktionschef Hans Dietzel den Kopf gesch\u00fcttelt: \u201eDas Gebiet an der Hegnacher Stra\u00dfe ist ideal, aber zurzeit kein Thema, weil wir kein weiteres Baugebiet in Kernen brauchen.\u201c<br \/>\nIm Fl\u00e4chennutzungsplan werden f\u00fcr Wohnbaufl\u00e4chen in Kernen (einschlie\u00dflich Baul\u00fccken und noch nicht \u00fcberplanter Reservefl\u00e4chen) 31,9 Hektar ausgewiesen: 19,7 Hektar in Rom, 12,2 Hektar in Stetten.<\/p>\n<address>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 25.04.2009 \/ Text: H.-J. Schechinger<\/address><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 25.04.2009 Seit 2006 sprudelt die Gewerbesteuer, und sie befeuert den Bauboom \/ Erst Stra\u00dfensanierungen, jetzt die Hochbauprojekte Kernen. F\u00fcnf Jahre dauert die Wahlperiode des Gemeinderates. Wenn die Kernener am 7. Juni ein neues Gremium bestimmen, stehen den frischgebackenen B\u00fcrgervertretern st\u00fcrmische Zeiten bevor: Ein Bauprojekt jagt das andere. 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