{"id":5348,"date":"2020-06-10T22:16:17","date_gmt":"2020-06-10T20:16:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=5348"},"modified":"2020-06-10T22:16:17","modified_gmt":"2020-06-10T20:16:17","slug":"buergerhaus-so-viel-zahlt-kernen-drauf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2020\/06\/buergerhaus-so-viel-zahlt-kernen-drauf\/","title":{"rendered":"B\u00fcrgerhaus: So viel zahlt Kernen drauf"},"content":{"rendered":"<p><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 08.06.2020 \/ Sebastian Striebich<\/em><\/p>\n<p><strong>Der 2015 er\u00f6ffnete Millionenbau erfreut sich immer gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit, schreibt aber weiter rote Zahlen<\/strong><\/p>\n<p>Wer glaubt, dass die Gemeinde Kernen an ihrem B\u00fcrgerhaus Geld verdient, liegt falsch. \u00c4hnlich wie das Hallenbad, das die Gemeinde inklusive Abschreibung und Verzinsung j\u00e4hrlich rund eine halbe Million Euro kostet, ist das vor f\u00fcnf Jahren fertiggestellte B\u00fcrgerhaus ein Luxus, den sich die Gemeinde leistet. In Verwaltungen spricht man von einem \u201eZuschussbetrieb\u201c, der mehr kostet, als er einbringt. Im Jahr 2018 betrug die Deckungsl\u00fccke satte 383\u2005000 Euro, im Gartenschau-Jahr 2019, als durch Veranstaltungen mehr Geld eingenommen wurde, waren es noch immer 357\u2005000 Euro.<!--more--><\/p>\n<p>Das liegt zun\u00e4chst einmal an den hohen Baukosten: Das moderne Geb\u00e4ude mit der Klinkerfassade, das mittlerweile mit einem Architektenpreis ausgezeichnet worden ist, hat die Gemeinde in seiner Entstehung rund zehn Millionen Euro gekostet. Diesen Betrag zahlt Kernen noch ein paar Jahrzehnte lang ab: J\u00e4hrlich werden rund 260\u2005000 Euro an die Bank \u00fcberwiesen. Hinzu kommen dann die laufenden Kosten: Wasser, Strom, Personalkosten, kleinere Reparaturen und vieles mehr &#8230;Fast 300 Veranstaltungen im Jahr 2019Die Einnahmen, die \u00fcber das B\u00fcrgerhaus generiert werden, k\u00f6nnen diese Ausgaben nicht decken. Daran \u00e4ndert auch nichts, dass die Gemeinde im vergangenen Jahr mehr eingenommen hat als noch 2018 und das Haus von Jahr zu Jahr besser angenommen wird. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Verwaltung an den Gemeinderat hervor.<\/p>\n<p>Demnach haben im B\u00fcrgerhaus im Jahr 2019 fast 300 Veranstaltungen stattgefunden, eine Steigerung von zw\u00f6lf Prozent zum Vorjahr. Die Einnahmen aus Vermietungen an Vereine, Verb\u00e4nde und Organisationen sowie Firmen und Privatpersonen beliefen sich im Jahr 2019 auf rund 56\u2005000 Euro. Zu den 52\u2005000 Euro im Jahr 2018 ist das eine Steigerung um rund acht Prozent.<\/p>\n<p>Aus der Vermietung an die Gemeinde selbst f\u00fcr den kommunalen Sitzungsdienst, Eigenveranstaltungen wie Kabarett- und Musikveranstaltungen oder Seniorennachmittage und Kurse der Musik- und Volkshochschule hat die Gemeinde 2018 rund 32\u2005000 Euro erl\u00f6st. Im Remstal-Gartenschau-Jahr steigerte sich dieser Betrag um 63 Prozent auf 52\u2005000 Euro, wobei rund 10\u2005000 Euro im Rahmen der Gartenschau generiert wurden.<\/p>\n<p>L\u00e4sst man die festen Abschreibungen von rund 260\u2005000 Euro au\u00dfen vor, betr\u00e4gt die Deckungsl\u00fccke also immer noch rund 100\u2005000 Euro. Die Frage, ob Kernen sich das leisten will, stand zwar auch in der j\u00fcngsten Sitzung des Gemeinderats im Raum \u2013 doch eigentlich haben die Verantwortlichen sie l\u00e4ngst beantwortet: Ja. Schon der damalige B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger hatte vor dem Bau des Millionenprojekts einen j\u00e4hrlichen Abmangel von bis zu 150\u2005000 Euro angek\u00fcndigt, erinnern sich die R\u00e4te. Dass die Gemeinde an der Veranstaltungsst\u00e4tte nicht reich werden w\u00fcrde, war also allen bewusst. Die Entscheidung von damals wird deshalb nicht infrage gestellt.<\/p>\n<p>Um es mit den Worten von Sabine Payer-Herkommer zu sagen, die seit Er\u00f6ffnung f\u00fcr das B\u00fcrgerhaus verantwortlich war: \u201eKultur kostet.\u201c Payer-Herkommer wird sich im Rathaus in Zukunft um die Gemeindeentwicklung k\u00fcmmern, ihre Nachfolgerin im B\u00fcrgerhaus ist Daniela Callenius. Auch sie wird es nicht schaffen, dass das B\u00fcrgerhaus schwarze Zahlen schreibt. Allerdings wird sie ein neues Konzept f\u00fcr die Kernener Veranstaltungsst\u00e4tten erarbeiten. Dabei gilt: Will die Gemeinde mehr einnehmen, muss das B\u00fcrgerhaus noch besser ausgelastet werden. Dabei hat Callenius nicht nur mit der \u00fcberschaubaren Personalst\u00e4rke im B\u00fcrgerhaus (ein Hausmeister, zwei Reinigungskr\u00e4fte), sondern auch mit dessen begrenzten Kapazit\u00e4ten zu k\u00e4mpfen. Mit der Schwabenlandhalle (Fellbach) und dem B\u00fcrgerzentrum (Waiblingen) kann der gro\u00dfe Saal des B\u00fcrgerhauses mit seinen maximal 470 Pl\u00e4tzen nicht mithalten.<\/p>\n<p>Deshalb sollen auch neue Nutzer angesprochen werden, zum Beispiel Firmen aus der Region, die hier Tagungen abhalten k\u00f6nnten. Und vermutlich wird die Gemeinde bei den Geb\u00fchren anziehen: \u201eWir m\u00fcssen marktgerechte Preise aufrufen\u201c, sagte B\u00fcrgermeister Benedikt Paulowitsch in der j\u00fcngsten Sitzung des Gemeinderats.<\/p>\n<p>Da l\u00e4uteten nat\u00fcrlich die Alarmglocken beim B\u00fcrgervertreter und vielfachen Vereinsfunktion\u00e4r Ebbe K\u00f6gel, der sich sowieso seit geraumer Zeit \u00fcber zu deftige Mieten f\u00fcr ortsans\u00e4ssige Vereine beklagt. Seine Meldung wiederum brachte ihm neben der Beteuerung Paulowitschs, er denke an der Stelle nicht an die Vereine, sondern an Veranstalter von au\u00dferhalb, den sarkastischen Kommentar von CDU-Fraktionschef Andreas Wersch ein. Dieser erinnerte daran, dass die Geb\u00fchren f\u00fcr Vereine schon deutlich reduziert worden seien: \u201eIrgendwann kriegt man noch was, wenn man das B\u00fcrgerhaus mietet.\u201c Kultur kostet. Aber das ginge dann sogar den Kernenern zu weit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 08.06.2020 \/ Sebastian Striebich Der 2015 er\u00f6ffnete Millionenbau erfreut sich immer gr\u00f6\u00dferer Beliebtheit, schreibt aber weiter rote Zahlen Wer glaubt, dass die Gemeinde Kernen an ihrem B\u00fcrgerhaus Geld verdient, liegt falsch. \u00c4hnlich wie das Hallenbad, das die Gemeinde inklusive Abschreibung und Verzinsung j\u00e4hrlich rund eine halbe Million Euro kostet, ist das [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5348"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5348"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5348\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5350,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5348\/revisions\/5350"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5348"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5348"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5348"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}