{"id":5196,"date":"2019-05-13T06:30:51","date_gmt":"2019-05-13T04:30:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=5196"},"modified":"2019-05-12T23:56:34","modified_gmt":"2019-05-12T21:56:34","slug":"die-haushaltsrede-der-cdu-fraktion-im-wortlaut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2019\/05\/die-haushaltsrede-der-cdu-fraktion-im-wortlaut\/","title":{"rendered":"Die Haushaltsrede der CDU-Fraktion im Wortlaut"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister Altenberger,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">liebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger,<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">in diesem Jahr gibt es erstmals zwei Besonderheiten bei den Haushaltsreden: zum einen nehmen die Fraktionen zum ersten Mal in unserer Gemeinde Stellung zu einem Haushalt, der nicht nach den gewohnten kameralistischen Grunds\u00e4tzen, sondern nach dem Neuen Kommunalen Haushaltsrecht (NKHR) im sogen. \u201edoppischen Rechnungsstil\u201c erstellt wurde. Die zweite Besonderheit ist, dass die Haushaltsberatungen direkt vor der Kommunalwahl stattfinden. Beides f\u00fchrt dazu, dass diesen Reden eine besondere Bedeutung zukommt.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Umstellung auf die neue Haushaltsf\u00fchrung ist eine gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr unsere Gemeinde. Neben der vollst\u00e4ndigen \u00c4nderung der bislang zugrundeliegenden kameralistischen Denkweise sowie des kompletten Rechnungssystems ist in diesem Zuge auch die Bewertung s\u00e4mtlicher Anlagegegenst\u00e4nde in unserer Gemeinde erforderlich geworden. Wir sind sehr froh dar\u00fcber, dass unserem K\u00e4mmerer Bernd Hoppe gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern diese Umstellung parallel zum laufenden Tagesgesch\u00e4ft gelungen ist. Hierf\u00fcr bereits an dieser Stelle unser Dank.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Einf\u00fchrung des neuen Rechnungswesens hat verschiedene Konsequenzen: einerseits\u00a0 wird es f\u00fcr uns ehrenamtlich t\u00e4tigen Gemeinder\u00e4te deutlich schwieriger, unserer durch die S\u00fcddeutsche Ratsverfassung vorgegebenen Kontrollfunktion nachzukommen \u2013 vor allem, weil die M\u00f6glichkeit des direkten Vergleiches einzelnen Positionen mit den Vorjahreswerten nicht mehr gegeben ist und einzelne Ausgaben kaum mehr nachvollziehbar sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Positiv hingegen ist, dass mit der Umstellung auf das neue System der Ressourcenverbrauch k\u00fcnftig in die Haushaltsplanung mit einbezogen wird, was hoffentlich zu einer Erh\u00f6hung der intergenerativen Gerechtigkeit beitr\u00e4gt. Konkret bedeutet das, dass die Abschreibungen innerhalb des Haushaltes erwirtschaftet werden m\u00fcssen \u2013 was bereits heute einem stattlichen Betrag in H\u00f6he von zus\u00e4tzlichen 3,8 Mio. Euro pro Jahr entspricht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir d\u00fcrfen in diesem Kontext also nicht vergessen, dass jede Investition, die wir heute t\u00e4tigen, zur Erh\u00f6hung der j\u00e4hrlichen Abschreibungen f\u00fchrt, die k\u00fcnftig Jahr f\u00fcr Jahr erwirtschaftet werden m\u00fcssen. Und diese Pflicht gilt auch dann, wenn die wirtschaftliche Lage einmal nicht mehr so gut sein sollte und die Steuereinnahmen nicht mehr so sprudeln werden wie in den letzten Jahren. Gerade deshalb ist es wichtig, angesichts der R\u00fccklagen und der noch immer guten konjunkturellen Lage nicht \u00fcberm\u00fctig zu werden und nicht zu vergessen, dass auch wieder schlechtere Zeiten auf uns zukommen werden. Die ersten Warnsignale sind bereits am Horizont erkennbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesem Zusammenhang ist auch unser aktueller Haushaltsantrag zu sehen, die Summe der j\u00e4hrlichen Abschreibungen einer Investition oder einer Beschaffung k\u00fcnftig ebenfalls in die Beschlussvorlagen des Gemeinderates aufzunehmen. Das Wissen um diese dauerhafte Belastung ist ein wichtiger Faktor, den wir als Gemeinderat bei unserer Entscheidungsfindung stets miteinbeziehen sollten. Das sind wir den kommenden Generationen schuldig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Was wurde bislang f\u00fcr unsere Gemeinde erreicht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Bauinvestitionen in den vergangenen zehn Jahren haben einen Umfang von 57 Mio. Euro. Darin enthalten sind das B\u00fcrgerhaus, die beiden Keltern als Veranstaltungsst\u00e4tten, zwei Kinderh\u00e4user, unsere Schulen und zahlreiche andere Projekte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch im vergangenen Jahr wurden wieder zahlreiche wichtige Ma\u00dfnahmen umgesetzt: Die Neugestaltung der Klosterstra\u00dfe, die Sanierung des Rathauses, die Neugestaltung des Schlossparks, die Sanierung zahlreicher Stra\u00dfen sowie die Neuanlage des Spiel- und Grillplatzes \u201eIm T\u00e4le\u201c. Zudem konnte der \u201eSportPunkt Kernen\u201c, fertiggestellt werden, \u00fcber dessen regen Zuspruch wir uns besonders freuen. Und im Rahmen der Remstal-Gartenschau entstehen derzeit zahlreiche Projekte, die unsere beiden Ortsteile nachhaltig sch\u00f6ner gestalten und damit noch lebens- und liebenswerter machen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber nicht nur die Fertigstellung von Bauprojekten in unserer Gemeinde belegt eindrucksvoll\u00a0 die erfolgreiche Entwicklung der vergangenen Jahre: Kernen ist seit der Zertifizierung im letzten Jahr nun auch offiziell eine \u201efamilienfreundliche Kommune\u201c, der Seniorenrat konnte den ersten Platz bei einem bundesweiten Wettbewerb des Bundesministeriums f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend erzielen. Diese Beispiele belegen eindrucksvoll, dass unsere Gemeinde f\u00fcr alle Generationen die passenden Angebote hat. Das ist v.a. einer weitschauenden Kommunalpolitik im Gemeinderat zu verdanken, der jeweils die richtigen Weichen gestellt hat. So etwas gelingt nur im Zusammenwirken aller beteiligten Fraktionen und Gruppen \u2013 das sei allen ins Ged\u00e4chtnis gerufen, die heute Abend mit ihrer Haushaltsrede eher dem Wahlkampf zugeneigt sein werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Welche Herausforderungen stellt uns die Zukunft?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs herrscht in Deutschland vielerorts wieder ein akuter Wohnraummangel. Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger aus allen gesellschaftlichen Schichten finden keine passenden und finanzierbaren Immobilien \u2013 vor allem keine in unserer Gemeinde. Die Gr\u00fcnde hierf\u00fcr sind gr\u00f6\u00dftenteils hausgemacht und im Bereich des sozialen Wohnungsbaus auch auf den Fl\u00fcchtlingszustrom und dem dadurch entstandenen Konkurrenzdruck auf dem Immobilienmarkt geschuldet. Das haben auch wir vor Ort in unserer Gemeinde gesp\u00fcrt und entsprechend reagiert \u2013 aus \u00dcberzeugung, aber auch, um ewig gestrigen Argumenten den Raum zu nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass die CDU-Fraktion mehrheitlich gegen den Kauf der Hangweide gestimmt hat, ist kein Geheimnis. Der Grund hierf\u00fcr ist \u2013 das haben wir mehrfach betont und das ist ausf\u00fchrlich unserer Stellungnahme im Mitteilungsblatt und auf unserer Homepage zu entnehmen \u2013 die \u00fcberraschend hohen Kosten des Grunderwerbs und die damit verbundenen finanziellen Risiken f\u00fcr unsere Gemeinde, konkret f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, mit deren Steuern wir schlie\u00dflich arbeiten. Kein Mensch mag heute die k\u00fcnftige Entwicklung auf dem Immobilienmarkt bis zum prognostizierten Baubeginn ab dem Jahr 2022 absch\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Gemeinderatsmitglied hat in der Diskussion um die H\u00f6he des Kaufpreises eingeworfen, dass die zus\u00e4tzlichen vier Mio. Euro, die wir bezahlen m\u00fcssen, doch lediglich 60 Euro mehr auf den Quadratmeter ausmachen \u2013 das ist fast schon Zynismus, weil es die Preise f\u00fcr die erh\u00f6ht, die sich dort ein Bauen oder einen Wohnungskauf wom\u00f6glich nicht mehr leisten k\u00f6nnen: den Mittelstand.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In die Kalkulation ist von den Gutachtern eine Quote von aktuell 17,5 % f\u00fcr den sozialen Wohnungsbau eingerechnet worden. Alles dar\u00fcber hinaus, so die Worte unseres B\u00fcrgermeisters, macht das Projekt schnell unrentabel. Eine soziale Quote von 25 bis 30%, wie von anderer Seite bereits gefordert (und die auch von uns in anderen Baugebieten durchaus als sinnvoll und notwendig erachtet wird) ist daher auf der Hangweide utopisch. Wer etwas anderes behauptet, der verkennt die Realit\u00e4t.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass uns das Thema Wohnraummangel als Fraktion besch\u00e4ftigt, haben wir unter anderem mit zwei aktuellen Haushaltsantr\u00e4gen und einem gemeinsamen Antrag bereits zum Vorjahreshaushalt klar dokumentiert. Wir wollen damit einen Beitrag zur Debatte leisten, wie bereits vorhandener Wohnraum besser genutzt werden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hangweide als Chance \u2013 wenn wir mit Augenma\u00df vorgehen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kauf der Hangweide ist mittlerweile beschlossene Sache. Mit ihrer Entwicklung werden wir den \u00fcberregionalen Immobilienmangel jedoch nicht beheben k\u00f6nnen. Hier sehen wir vor allem die \u00fcbergeordneten politischen Ebenen in der Pflicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit der Hangweide bekommen wir als Gemeinde jedoch die einmalige Chance, zahlreichen Menschen aus unserer Kommune zu einer Wohnung in Kernen zu verhelfen. Und insbesondere auch Menschen, die es auf Grund ihrer finanziellen Situation auf dem Immobilienmarkt besonders schwer haben. Die eigenen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger zu bevorzugen ist aus unserer Sicht nur legitim \u2013 schlie\u00dflich gehen wir bei der Entwicklung des Areals mit ihrem Geld ins finanzielle Risiko.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">B\u00fcrgerbeteiligung funktioniert auf Dauer nur dann, wenn sich die Teilnehmer mit ihren Anregungen und W\u00fcnschen ernst genommen f\u00fchlen. Auf die Hangweide bezogen hei\u00dft dies f\u00fcr uns, dass so viele Ziele wie m\u00f6glich \u2013 oder konkret: so viele wie wirtschaftlich darstellbar \u2013 umgesetzt werden. Und bei allen Vorschl\u00e4gen, die nicht umgesetzt werden k\u00f6nnen, ist eine Begr\u00fcndung der Entscheidung notwendig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Deutlich widersprechen wollen wir der Behauptung eines Gemeinderatsmitglieds in einem Presseinterview, dass bei der Realisierung der Hangweide ein Gewinn von mindestens 5 Mio. Euro erzielt werden solle. Das entspricht nicht im Ansatz der Wahrheit. Wir als CDU-Fraktion \u2013 und so geht es sicherlich den meisten Mitgliedern dieses Gremiums \u2013 streben bei diesem Projekt keineswegs einen Gewinn an. Dass wir dabei m\u00f6glichst nicht drauflegen wollen, weil wir uns dem Steuerzahler verpflichtet f\u00fchlen, versteht sich von selbst. Sie verstehen jetzt vielleicht, warum uns die deutlich erh\u00f6hten Kosten f\u00fcr den Grunderwerb schmerzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Zentrum soll die Schaffung von Wohnraum f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unserer Gemeinde stehen. Und gerade deshalb gilt es bei solchen \u00fcber mehrere Jahre zu realisierenden Gro\u00dfprojekten, einen gewissen Risikopuffer einzuplanen. Das wissen wir sp\u00e4testens aus den aktuellen Erfahrungen bei der Realisierung von Gro\u00dfprojekten der j\u00fcngeren Vergangenheit. Alles andere w\u00e4re aus unserer Sicht unverantwortlich, da keiner von uns die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt vorhersagen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Falls bei der Realisierung der Hangweide alles plangem\u00e4\u00df verl\u00e4uft und wir schlussendlich einen Gewinn erwirtschaften, k\u00f6nnten wir uns als CDU-Fraktion vorstellen, dieses Delta direkt ein kommunales Wohnbauprojekt zu investieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammengefasst: wir werden das \u201eProjekt Hangweide\u201c weiterhin positiv, konstruktiv und mit viel Gestaltungswillen begleiten werden \u2013 immer jedoch mit einem Blick auf die Kostenseite und die finanziellen Risiken f\u00fcr die kommenden Generationen. Das sind wir Ihnen, liebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger, schuldig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Welche Aufgaben stehen au\u00dferdem an?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Thema Verkehr und der in diesem Zusammenhang zunehmende L\u00e4rm besch\u00e4ftigen in unserer Gemeinde immer mehr Menschen und damit auch uns als Gemeinderat. Die Beschaffung eines L\u00e4rmmessger\u00e4tes und die Einf\u00fchrung eines Kernen-Tickets f\u00fcr verg\u00fcnstigte Fahrten zwischen den beiden Ortsteilen \u2013 beides CDU-Antr\u00e4ge im Rahmen der diesj\u00e4hrigen Haushaltsberatungen \u2013 k\u00f6nnen nur kleine Bausteine zur Verbesserung der Situation sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Erschlie\u00dfungsstra\u00dfe des Gewerbegebietes \u00fcber das Schmidener Feld zur Entlastung der vielbefahrenen Waiblinger Stra\u00dfe und der Fellbacher Stra\u00dfe, ebenfalls auf einen CDU-Antrag in fr\u00fcheren Jahren zur\u00fcckgehend, war Planungsstand und wurde nun wieder aus dem Fl\u00e4chennutzungsplan herausgenommen. Sie muss aber in Zukunft wieder diskutiert werden d\u00fcrfen, wenn wir die Sorgen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Sachen Verkehrsbel\u00e4stigung im Ortsteil Rommelshausen ernst nehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem stehen der weitere Ausbau der Kinderbetreuung, die Errichtung der Sozialstation sowie die bereits beschlossene Zusammenlegung der drei Kl\u00e4ranlagen an \u2013 langweilig wird es uns also in den kommenden Jahren nicht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Abschluss der Verhandlungen mit der Diakonie bez\u00fcglich der Hangweide hoffen wir, dass nun auch eine L\u00f6sung f\u00fcr das Grundst\u00fcck in der Frauenl\u00e4nderstra\u00dfe in Stetten gefunden wird \u2013 in der Hoffnung, dass hier doch m\u00f6glicherweise ein Seniorenheim entstehen kann?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Au\u00dferdem hoffen wir, dass nach der Fertigstellung des \u201eSportPunktes\u201c nun auch zeitnah mit dem TV Stetten eine L\u00f6sung gefunden wird, wie die dringend ben\u00f6tigte Hallenkapazit\u00e4t f\u00fcr die Sportlerinnen und Sportler erh\u00f6ht werden kann. Und die Sanierung des Saint-Rambert-Stadions darf ebenfalls nicht aus den Augen verloren werden, genauso wenig wie Investitionen in die Zukunftsf\u00e4higkeit unserer Schulen, also in die Ausbildung unserer Kinder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Einf\u00fchrung des elektronischen Ratsinformationssystems \u2013 ein CDU-Antrag, mittlerweile seit mehreren Jahren Beschlusslage \u2013 wird hoffentlich noch in diesem Jahr erfolgen. Au\u00dferdem gilt es, wie bereits im Rahmen der Haushaltsberatungen 2016 beschlossen, Auftritte der Gemeinde Kernen im Remstal in den Sozialen Medien aufzubauen mit dem Ziel, den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern dort zu begegnen, wo sie sich heutzutage l\u00e4ngst aufhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00f6rderung des Ehrenamtes<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beinahe jeder Verein und jede Organisation in Kernen klagt \u00fcber dasselbe Problem: Es wird immer schwieriger, Menschen \u2013 insbesondere junge Menschen \u2013 f\u00fcr eine ehrenamtliche T\u00e4tigkeit zu gewinnen. Das scheint, so die Experten, v.a. dem vielbeschriebenen \u201eZeitgeist\u201c geschuldet, der mehr und mehr Menschen hervorbringt, die sich lieber mit ihren Smartphones oder Spielekonsolen besch\u00e4ftigt, als das Gemeinschaftsgef\u00fchl zu suchen. F\u00fcr viele Vereine ist das mittlerweile zu einer existenzbedrohenden Herausforderung geworden. Und auch gesamtgesellschaftliche Konsequenzen aus dieser Entwicklung sind zu bef\u00fcrchten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als CDU-Fraktion haben wir den Antrag zur Einf\u00fchrung einer Ehrenamtskarte gestellt, daf\u00fcr aber \u2013 zum Teil auch aus nachvollziehbaren Gr\u00fcnden \u2013 keine Mehrheit gefunden. An einer Forderung, einem Haushaltsantrag aus dem vergangenen Jahr, wollen wir jedoch festhalten: Der Einf\u00fchrung einer Ehrenamtsmesse in unserer Gemeinde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir glauben, dass die Ausrichtung einer solchen Messe eine M\u00f6glichkeit darstellt, wie den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern die vielf\u00e4ltigen M\u00f6glichkeiten des ehrenamtlichen Engagements in unseren Vereinen und Organisationen aufgezeigt werden k\u00f6nnen. Mit dem Ziel, dass der eine oder andere Verein dadurch dringend ben\u00f6tigte zus\u00e4tzliche Mitstreiter findet. Wir haben in Kernen eine Vereinslandschaft, die ma\u00dfgeblich zur hohen Lebensqualit\u00e4t in unserer Gemeinde beitr\u00e4gt und um die uns viele andere Kommunen beneiden. Diese gilt es zu erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Thema Umwelt- und Naturschutz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Thema Natur- und Umweltschutz sowie der Erhalt unserer Kulturlandschaft mit Streuobstwiesen, Landwirtschaft und Weinbau steht seit jeher ganz weit oben auf der Agenda der CDU-Fraktion. Und aus aktuellem Anlass: auch wenn beim Naturschutz andere gerne das \u201eAlleinvertretungsrecht\u201c f\u00fcr sich in Anspruch nehmen wollen \u2013 wer m\u00f6chte, der findet in den zur\u00fcckliegenden Jahren und auch aktuell wieder eine Vielzahl an qualitativen Haushaltsantr\u00e4gen unserer Fraktion, die alle gerne auf unserer Homepage nachzulesen sind: sei es zur Biotopvernetzung, der Anpflanzung von Ackerrandstreifen, der Anlegung von Auw\u00e4ldern oder Ideen, mit denen dem Bienen- und Insektensterben entgegengewirkt werden soll. Andere m\u00f6gen viel reden \u2013 wir handeln.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei geht es gar nicht darum, wer hier der \u201eFlei\u00dfigste\u201c beim Antragstellen war, wenn es am Ende der Sache dient. Gute Ideen brauchen kein \u201eUrheberrecht\u201c, dieser Gemeinderat war immer dann am Wohle der B\u00fcrger orientiert, wenn er die Sachentscheidung in den Vordergrund gestellt hat und sich nicht von ideologischen Inhalten hat leiten lassen. Schlussendlich wollen wir alle dasselbe, gute Ideen sind immer willkommen, egal von wem. Wir d\u00fcrfen in unseren Bem\u00fchungen beim Natur- und Umweltschutz nicht nachlassen \u2013 zumindest darin sind wir uns alle einig.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die \u201eRemstal-Gartenschau 2019\u201c als Chance<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zahlreiche nachhaltige Bauma\u00dfnahmen konnten mit F\u00f6rdermitteln finanziert werden, die es ohne die Gartenschau in diesem Ausma\u00df sicher nicht gegeben h\u00e4tte. Zusch\u00fcsse im Umfang von 3,5 Mio. Euro sind im Zuge der Gartenschau nach Kernen geflossen. Nachhaltig sind au\u00dferdem nicht nur Investitionen in Geb\u00e4ude und Pl\u00e4tze, sondern auch Investitionen in die St\u00e4rkung des gemeindlichen Zusammenhaltes \u2013 Schw\u00e4bisch Gm\u00fcnd hat es uns im Jahr 2014 vorgemacht. Ein besonderer Dank geht hier an unseren \u201eMr. Gartenschau\u201c Wolf Gr\u00fcnenwald, der uns das mit seinem Team jeden Tag vorlebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr wenig hilfreich halten wir es, unmittelbar vor Beginn der Remstal-Gartenschau immer wieder auf einzelnen Ausgabepositionen der Gemeinde im Zusammenhang mit der Gartenschau herumzureiten, ohne auch die nicht unerheblichen Zusch\u00fcsse zu erw\u00e4hnen, die wir erhalten haben. Dies wird nicht unbedingt zu einer Steigerung der Vorfreunde beitragen. Dass Sie uns nicht falsch verstehen \u2013 die Kosten sind selbstverst\u00e4ndlich ein wichtiges Thema, das stets im Blick behalten werden muss. Nur liegt der Zeitpunkt, zu welchem die entsprechenden Ausgabepositionen diskutiert und demokratisch beschlossen wurden, schon l\u00e4ngere Zeit hinter uns. Alles andere ist jetzt reines \u201eNachkarteln\u201c. Wir freuen uns jedenfalls auf die Remstal-Gartenschau und sind fest davon \u00fcberzeugt, dass es der Mehrzahl der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger unserer Gemeinde \u00e4hnlich geht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zusammenarbeit begr\u00fcndet den Erfolg der Gemeinde Kernen im Remstal<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Erfolgsbilanz unserer Gemeinde ist nur im Zusammenspiel von Gemeinderat und Gemeindeverwaltung m\u00f6glich. Unser Dank geht deshalb an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, der Sozialstation, den gemeindlichen Kinderg\u00e4rten und Kinderh\u00e4usern, beim Bau- und Betriebshof und dem Wasserwerk f\u00fcr die geleistete Arbeit und f\u00fcr die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. Der Dank gilt nat\u00fcrlich in besonderem Ma\u00dfe den Amtsleiterinnen und Amtsleitern, die ihre Aufgaben mit gro\u00dfer Sachkenntnis und mit viel Empathie wahrnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ihnen, sehr geehrter Herr Altenberger, danken wir ebenfalls f\u00fcr die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit im zur\u00fcckliegenden Jahr, ebenso wie unserem Beigeordneten Peter Mauch, der sich sehr schnell in seine neuen Aufgaben eingefunden hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Danken m\u00f6chten wir auch den Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates f\u00fcr die Zusammenarbeit. Trotz mancher Unterschiede ist es uns auch im zur\u00fcckliegenden Jahr wieder gelungen, \u00fcber Fraktionsgrenzen hinweg tragf\u00e4hige und weitsichtige Entscheidungen zum Wohle der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in unserer Gemeinde zu treffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Unser besonderer Dank gilt nicht zuletzt all den Menschen in unserer Gemeinde, die sich in vielf\u00e4ltiger Weise ehrenamtlich f\u00fcr Ihre Mitb\u00fcrger einsetzen, sei es bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen, in der Alten- und Krankenpflege, der Fl\u00fcchtlingshilfe, in den sport- und kulturtreibenden Vereinen, bei der Feuerwehr oder dem Deutschen Roten Kreuz. Sie alle sorgen mit Ihrem Engagement daf\u00fcr, dass unsere sch\u00f6ne Gemeinde Kernen im Remstal auch weiterhin lebenswert bleibt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kernen im Remstal, 9. Mai 2019<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Andreas Wersch<br \/>\n-Fraktionsvorsitzender-<br \/>\nf\u00fcr die CDU-Gemeinderatsfraktion<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister Altenberger, liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderates, liebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger, in diesem Jahr gibt es erstmals zwei Besonderheiten bei den Haushaltsreden: zum einen nehmen die Fraktionen zum ersten Mal in unserer Gemeinde Stellung zu einem Haushalt, der nicht nach den gewohnten kameralistischen Grunds\u00e4tzen, sondern nach dem Neuen Kommunalen Haushaltsrecht (NKHR) [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5196"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=5196"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5196\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5200,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/5196\/revisions\/5200"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=5196"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=5196"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=5196"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}