{"id":5084,"date":"2019-02-20T23:10:22","date_gmt":"2019-02-20T21:10:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=5084"},"modified":"2019-03-05T22:22:46","modified_gmt":"2019-03-05T20:22:46","slug":"wahl-ohne-kampf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2019\/02\/wahl-ohne-kampf\/","title":{"rendered":"Wahl ohne Kampf?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 19.02.2019 \/ Sebastian Striebich<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist sehr wahrscheinlich, dass Stefan Altenberger im Herbst ohne ernsthaften Konkurrenten zur B\u00fcrgermeisterwahl antritt<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEine Wahl ist erst dann eine Wahl, wenn man auch eine Alternative hat.\u201c Das sagt Matthias Kramer, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion der Offenen Gr\u00fcnen Liste (OGL). W\u00fcnscht er sich einen Gegenkandidaten zu Altenberger f\u00fcr die B\u00fcrgermeisterwahl am 29. September? \u201eDas w\u00fcrde sicherlich nicht schaden.\u201c So richtig will der Gr\u00fcne aber nicht daran glauben, dass der Rathauschef Konkurrenz bekommt: \u201eDaf\u00fcr l\u00e4uft es in Kernen zu gut, als dass sich das jemand antun w\u00fcrde.\u201c H\u00f6chstens ein Neuling, der sich auch mit einer Niederlage nichts verbauen w\u00fcrde, k\u00e4me infrage.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Keine der im Gemeinderat vertretenen Parteien hat auf Anfrage unserer Zeitung angek\u00fcndigt, sich aktiv auf die Suche nach einem Gegenkandidaten zu machen. Die Fraktionsvorsitzenden von CDU und Unabh\u00e4ngigen Freien W\u00e4hlern haben klar verneint, nicht zuletzt, weil sie Altenbergers Arbeit sch\u00e4tzen. Grunds\u00e4tzlich ablehnen w\u00fcrden sie einen f\u00e4higen Gegenkandidaten aber nicht. SPD-Chef Hans-Peter Kirgis sagt, die Genossen h\u00e4tten sich mit der B\u00fcrgermeisterwahl noch nicht besch\u00e4ftigt \u2013 die Kommunalwahl im Mai ist derzeit das dominierende Thema. Doch auch Kirgis konstatiert Altenberger: \u201eIm Gro\u00dfen und Ganzen sitzt er fest im Sattel. Seine Bilanz ist ja wirklich nicht schlecht\u201c. Und Ebbe K\u00f6gel vom Parteifreien B\u00fcndnis ist zwar um keinen Streit mit Altenberger verlegen, orakelte aber bereits Monate bevor dieser \u00fcberhaupt seine Kandidatur verk\u00fcndet hatte: \u201eEs wird weder einen gro\u00dfen Wahlkampf noch einen zweiten Wahlgang geben.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Amtsinhaber hat in der Regel gute Chancen auf die Wiederwahl Es spricht etwas mehr als ein halbes Jahr vor der B\u00fcrgermeisterwahl einiges daf\u00fcr, dass K\u00f6gel mit seiner Prognose recht beh\u00e4lt. S\u00e4mtliche Amtsinhaber im Umkreis, die in der j\u00fcngeren Vergangenheit wieder zur Wahl angetreten sind, haben diese auch klar f\u00fcr sich entschieden. In Winnenden bekam OB Hartmut Holzwarth Anfang 2018 mehr als 90 Prozent der Stimmen, genau wie Thomas Bernl\u00f6hr einige Wochen sp\u00e4ter. In Schwaikheim und Pl\u00fcderhausen erzielten Gegenkandidaten aus dem Ort immerhin Achtungserfolge. Dort gab es allerdings auch gro\u00dfe politische Streitthemen, die das Potenzial hatten, die Gemeinden zu spalten \u2013 in Pl\u00fcderhausen-Walkersbach das B\u00fcrgerhaus, in Schwaikheim der Zwist zwischen B\u00fcrgermeister Gerhard H\u00e4user und der SPD.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Kernen bekam Stefan Altenberger bei seiner Wiederwahl 2011 satte 93,3 Prozent der W\u00e4hlerstimmen. Das hei\u00dft aber nicht, dass seine Politik nur auf Gegenliebe st\u00f6\u00dft. Immer wieder wird hinter vorgehaltener Hand Kritik am F\u00fchrungsstil Altenbergers ge\u00fcbt. Nicht selten kippt der Gemeinderat Vorschl\u00e4ge der Verwaltung \u2013 zuletzt setzten sich etwa die Gegner des Bike-Towers durch. Manchen in Kernen sind die Millionen f\u00fcr Bauprojekte und Gartenschau-Events zu viel, sie w\u00fcnschen sich stattdessen gr\u00f6\u00dfere Investitionen im sozialen Bereich. Aber: \u201eEr hat vieles bewegt und auf den Weg gebracht. Er ist wirklich immer noch sehr r\u00fchrig und motiviert\u201c, lobt UFW-Fraktionschef Hans Dietzel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch kann nicht ausmachen, dass die Stimmungslage gegen ihn ist\u201c, sagt Andreas Wersch. \u201eWo er greifbar ist, das regeln wir im Gemeinderat. Es ist nicht so, dass wir nur dasitzen und ihm auf die Schulter klopfen.\u201c OGL-Mann Matthias Kramer sagt: \u201eEr k\u00f6nnte f\u00fcr meinen Geschmack mehr Vision\u00e4r sein, sich mehr f\u00fcr gr\u00fcne Themen engagieren. Aber er macht nichts grob falsch.\u201c Und selbst der gerne stichelnde Ebbe K\u00f6gel gibt zu: \u201eAlso er ist nicht der schlechteste B\u00fcrgermeister. Es k\u00f6nnte schlimmer sein.\u201c Das k\u00f6nnte man aus dem Mund des schw\u00e4bischen Bademeisters durchaus als Lob interpretieren. Einig sind sich alle in einem Punkt: Auf Spa\u00dfkandidaten k\u00f6nnen sie bei der B\u00fcrgermeisterwahl getrost verzichten. Wobei deren Unterhaltungswert eventuell einer h\u00f6heren Wahlbeteiligung zutr\u00e4glich w\u00e4re \u2013 die lag bei Altenbergers Wiederwahl 2011 bei gerade mal 28,1 Prozent.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 19.02.2019 \/ Sebastian Striebich Es ist sehr wahrscheinlich, dass Stefan Altenberger im Herbst ohne ernsthaften Konkurrenten zur B\u00fcrgermeisterwahl antritt \u201eEine Wahl ist erst dann eine Wahl, wenn man auch eine Alternative hat.\u201c Das sagt Matthias Kramer, Vorsitzender der Gemeinderatsfraktion der Offenen Gr\u00fcnen Liste (OGL). 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