{"id":5050,"date":"2018-12-06T15:02:58","date_gmt":"2018-12-06T13:02:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=5050"},"modified":"2018-12-09T15:03:55","modified_gmt":"2018-12-09T13:03:55","slug":"superschnelles-internet-rueckt-in-sichtweite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2018\/12\/superschnelles-internet-rueckt-in-sichtweite\/","title":{"rendered":"Superschnelles Internet r\u00fcckt in Sichtweite"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Fellbacher Zeitung vom 04.12.2018 \/ Hans-Dieter Wolz<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hoffnung steigt auf ein noch schnelleres Internet in Kernen, wie es vor allem Firmen in den Gewerbegebieten fordern. Nach kontroverser Diskussion im Gemeinderat Kernen steht fest: Die Gemeinde wird sich beim Bau eines schnellen Glasfasernetzes f\u00fcr Internetverbindungen an einer Kooperation mit dem Unternehmen Telekom beteiligen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ziel ist es unter anderem, in allen Gewerbegebieten und zur H\u00e4lfte der privaten Haushalte in der Region bis 2025 superschnelle Glasfaseranschlussm\u00f6glichkeiten zu verlegen, egal ob sich die Nutzer f\u00fcr einen solchen Anschluss dann schon entscheiden. Statt den derzeit in Kernen bei guten Bedingungen allerh\u00f6chstens denkbaren 100 Mbit pro Sekunde sollen dann Datenraten von 1000 Mbit sowohl im Up- als auch im Download m\u00f6glich sein. Die Glasfaserkabel sollen bis ins Haus und bis aufs Firmengel\u00e4nde verlegt werden, w\u00e4hrend derzeit die letzte Meile vom Verteilerkasten zum Verbraucher noch auf veralteten Kupferkabeln beruht. \u201eDie Glasfaser liegt bisher nur bis zu den Verteilerk\u00e4sten der Telekom\u201c, sagt B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger. Der Beschluss, in der j\u00fcngsten Sitzung gef\u00e4llt bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung, beruht noch nicht auf Pl\u00e4nen oder einer vereinbarten Beteiligung, wie sie die Telekom als Sachleistung in Form von bestehenden Glasfaserkabeln, Leerrohren oder Tiefbauarbeiten im Gegenzug f\u00fcr das regionale Breitbandnetz fordert. Es handelt sich vielmehr um einen ersten Schritt, um dabei zu sein: Der Gemeinderat hat die Verwaltung einstweilen nur erm\u00e4chtigt, dem Zweckverband \u201eBreitbandausbau Rems-Murr\u201c beizutreten. Dieser Zweckverband, dessen Kosten das Landratsamt \u00fcbernimmt, wird in einer n\u00e4heren Zukunft \u00fcber die neu zu gr\u00fcndende Regionale Breitband Kompetenz-Center GmbH Einfluss auf die Kooperation nehmen und den Netzausbau im Rems-Murr-Kreis koordinieren. Genaue Pl\u00e4ne, wo und mit welchem Verfahren ausgebaut wird und welche Geldmittel daf\u00fcr eingesetzt werden, fehlen noch. Die Telekom hat versprochen, etwa das Doppelte als bisher f\u00fcr den Netzausbau in der Region vorgesehen war, als Eigenmittel einzusetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir sind durch den Beitritt zu nichts verpflichtet\u201c, sagte B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger vor dem Gemeinderat, dessen Mitgliedern gro\u00dfe Skepsis \u00fcber das vor kurzem noch unvorstellbare Versprechen der Telekom anzusehen war. Der B\u00fcrgermeister erhofft sich aber durch die Kooperation, dass die Gemeindeverwaltung erstmals bei den Netzausbaupl\u00e4nen der Telekommunikationsfirmen ein Mitspracherecht erh\u00e4lt und die Telekom es beim Netzausbau im Kreis k\u00fcnftig unterl\u00e4sst, vorhandene Leitungen einfach zu \u00fcberbauen und die vorherige Investition eines Wettbewerbers, sei es eine Privatfirma, seien es Stadtwerke, damit entwertet. Kritische Stimmen, insbesondere PFB-Gemeinderat Eberhard K\u00f6gel, hatten auf solche Vorg\u00e4nge hingewiesen. Ein Antrag von Bettina Futschik (PFB) die Abstimmung zu verschieben, fand bei sieben zu zw\u00f6lf Stimmen und zwei Enthaltungen keine Mehrheit. \u201eVerschieben bringt nichts. Entweder wir sind dabei, oder wir bleiben ein gallisches Dorf und nichts wird sich \u00e4ndern\u201c, kommentierte der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Wersch.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die bereits laufende Kooperation der Gemeindeverwaltung mit einer anderen Anbieterfirma und Gewerbebetrieben in den schlecht mit Internet versorgten Gebieten Lange \u00c4cker\/Lange Furch\u00e4cker in Rommelshausen sowie Mercedesstra\u00dfe in Stetten will der B\u00fcrgermeister vorerst weiterf\u00fchren. Allerdings klagt er \u00fcber die hohen Anforderungen an B\u00fcrokratie f\u00fcr die erhofften Zusch\u00fcsse der Bundesregierung: \u201eWir haben 60 000 Euro allein f\u00fcr den Ingenieur ausgegeben, der uns bei der Antragstellung behilflich war.\u201c Au\u00dferdem muss die Verwaltung zus\u00e4tzlich zum Bundeszuschuss einen Eigenanteil von 200 000 Euro an den Investitionskosten einbringen, um eine Deckungsl\u00fccke f\u00fcr die Anbieterfirma zu stopfen. Weiterhin ist dieses Projekt eines Glasfasernetzes erst in der Antragsphase. Die Gemeinde Kernen sei wohl sehr einseitig beraten worden, wenn sie dem zustimmte, kritisierte OGL-Gemeinderat Michael Burger vor dem Hintergrund des Telekom-Angebots. Aus dieser Erfahrung heraus sind zahlreiche Gemeinder\u00e4te der Ansicht, dass nur die Telekom in Deutschland die Gr\u00f6\u00dfe und Erfahrung f\u00fcr die Herkulesaufgabe eines Netzes f\u00fcr die gesamte Region hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So stellte es auch Michael Murer, der Breitbandkoordinator in der Kreisverwaltung dar. Die vielfach kritisierten Gesch\u00e4ftsgebaren der Telekom sind ihm aber auch bekannt. \u201eWir haben nicht immer gute Erfahrungen mit der Telekom gemacht\u201c, sagte der B\u00fcrgermeister. Murer gibt zu: \u201eEine Liebeshochzeit wird das nicht, das ist allen klar.\u201c Es werde aber bei dieser Kooperation zumindest feste Ansprechpartner statt der bisher immer wechselnden Telekom-Mitarbeiter am Telefon geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Fellbacher Zeitung vom 04.12.2018 \/ Hans-Dieter Wolz Die Hoffnung steigt auf ein noch schnelleres Internet in Kernen, wie es vor allem Firmen in den Gewerbegebieten fordern. 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