{"id":5024,"date":"2018-11-03T07:00:56","date_gmt":"2018-11-03T05:00:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=5024"},"modified":"2018-11-02T11:53:25","modified_gmt":"2018-11-02T09:53:25","slug":"barrierefreier-toilettenwagen-wuehlt-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2018\/11\/barrierefreier-toilettenwagen-wuehlt-auf\/","title":{"rendered":"Barrierefreier Toilettenwagen w\u00fchlt auf"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung v. 02.11.2018 \/ Text: Laura Steinke<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gemeinderat diskutiert in seiner j\u00fcngsten Sitzung \u00fcber die Anschaffung eines rollstuhl- und kinderwagengerechten WCs<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kauf eines barrierefreien Toilettenwagens hat in der j\u00fcngsten Sitzung des Gemeinderats eine Diskussion entfacht. Alle sind sich einig, dass Barrierefreiheit wichtig f\u00fcr die Gemeinde ist, doch \u00fcber die Umsetzung herrscht Uneinigkeit. Der Gemeinderat vertagte die Entscheidung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bis die Gemeinde Kernen Alternativen f\u00fcr einen barrierefreien Toilettenwagen testen wird, hat der Gemeinderat die Entscheidung \u00fcber die Anschaffung vertagt. Die Mitglieder wollen in einer Sitzung Ende November oder Anfang Dezember dar\u00fcber beraten. Sicher ist, dass noch in diesem Jahr dar\u00fcber weiterberaten wird, so Rita Hackh von der Gemeinde Kernen. B\u00fcrger und insbesondere Teilnehmer des Arbeitskreises Barrierefreiheit baten die Gemeindeverwaltung wiederholt, bei Veranstaltungen eine rollstuhlgerechte Toilette anzubieten. Nun soll ein solcher Toilettenanh\u00e4nger inklusive winterfester Ausf\u00fchrung f\u00fcr knapp 32 000 Euro gekauft werden. Klar ist allen Ratsmitgliedern: Barrierefreiheit ist wichtig. Doch \u00fcber die Anschaffungssumme l\u00e4sst sich streiten.<!--more-->03<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir sind der Meinung, dass er sich amortisierten wird und dass wir durch den Wagen ganz vorne mit dabei sind, was Barrierefreiheit angeht\u201c, sagt B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger. Denn durch die Vermietung an Vereine k\u00f6nnte Geld eingenommen werden. Der Toilettenwagen w\u00fcrde einen Ersatz f\u00fcr einen barrierefreien Umbau der Sanit\u00e4ranlage im Schlosspark liefern. Die Kosten daf\u00fcr w\u00fcrden sich auf 30 000 Euro belaufen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs gibt so viele M\u00f6glichkeiten, einen Wagen zu mieten, man muss nur fr\u00fch genug planen\u201c, sagt Gemeinderat Erich Ehrlich (SPD). Die Recherche der Gemeinde ergab andere Ergebnisse: So gebe es nur ein geringes Angebot f\u00fcr rollstuhlgerechte WC-Wagen, die schnell ausgebucht seien. Doch f\u00fcr Erich Ehrlich steht fest: \u201eMan kauft so was nicht. Es entstehen nur Probleme: Betreuungs-, Lagerungs- und Entsorgungsprobleme.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Kirbe in Rommelshausen beispielsweise habe in drei Tagen niemand das WC-Personal in der Stettener Stra\u00dfe nach einer rollstuhlgerechten Toilette gefragt. Au\u00dferdem gebe es ja die M\u00f6glichkeit, die Toilette im B\u00fcrgerhaus zu nutzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eBesser als nichts\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hermann Wildermuth, der sich in Kernen f\u00fcr Barrierefreiheit einsetzt, ist sich unschl\u00fcssig: \u201eIch wei\u00df nicht, ob man den Wagen beschaffen oder nur mieten sollte. Er w\u00e4re sowieso nicht die Optimall\u00f6sung.\u201c Doch f\u00fcr ihn ist klar: \u201eWir brauchen den Wagen.\u201c Zwar sei dieser aufgrund der beengten R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr Rollstuhlfahrer auch nur begrenzt barrierefrei, aber \u201ebesser als nichts\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger ist jedoch guter Dinge: \u201eDer Wagen w\u00fcrde im Gartenschau-Design beklebt werden. Er w\u00e4re ein Werbetr\u00e4ger f\u00fcr die Gartenschau.\u201c Auch Gemeinderat Volker Borck (CDU) h\u00e4lt den Wagen f\u00fcr eine \u201egute Investition f\u00fcr den Schlosspark w\u00e4hrend der Gartenschau\u201c. Ernst Maile, ebenfalls von der CDU, pl\u00e4diert f\u00fcr eine gr\u00f6\u00dfere Variante, dieser w\u00e4re zu klein. Der Wagen besteht aus jeweils einer Kabine f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner und einer weiteren barrierefreien Kabine. Enthalten ist au\u00dferdem ein Wickeltisch. Die ben\u00f6tigte Stellfl\u00e4che f\u00fcr einen Wagen entspricht laut Gemeinde circa der Gr\u00f6\u00dfe eines Parkplatzes. Auch Erich Ehrlich zweifelt: \u201eMan m\u00fcsste immer noch einen zweiten Wagen aufstellen. Das bedeutet doppelter Platzverbrauch, doppelte Betreuung.\u201c Da der Wagen Wasseranschl\u00fcsse braucht, w\u00e4re er beispielsweise nicht bei der Yburg und beim Klettergarten einsetzbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eberhard K\u00f6gel vom Parteifreien B\u00fcndnis pl\u00e4diert daf\u00fcr, einen solchen Wagen erst einmal in Nachbarkommunen zu testen. Denn er habe Zweifel, dass behinderte Menschen \u00fcberhaupt die T\u00fcr \u00f6ffnen k\u00f6nnten. \u201eDas k\u00f6nnen wir ausprobieren\u201c, stimmt Altenberger zu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung v. 02.11.2018 \/ Text: Laura Steinke Gemeinderat diskutiert in seiner j\u00fcngsten Sitzung \u00fcber die Anschaffung eines rollstuhl- und kinderwagengerechten WCs Der Kauf eines barrierefreien Toilettenwagens hat in der j\u00fcngsten Sitzung des Gemeinderats eine Diskussion entfacht. Alle sind sich einig, dass Barrierefreiheit wichtig f\u00fcr die Gemeinde ist, doch \u00fcber die Umsetzung herrscht Uneinigkeit. 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