{"id":4993,"date":"2018-10-15T17:57:51","date_gmt":"2018-10-15T15:57:51","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4993"},"modified":"2018-10-15T17:57:51","modified_gmt":"2018-10-15T15:57:51","slug":"zwischen-visionen-und-kostendruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2018\/10\/zwischen-visionen-und-kostendruck\/","title":{"rendered":"Zwischen Visionen und Kostendruck"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 13.10.2018 \/ Text: Sebastian Striebich<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>B\u00fcrgerbeteiligung Wohngebiet Hangweide: Gemeinderat nimmt Stellung \/ Bewerbung f\u00fcr Internationale Baumesse geplant<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum und teuren Baupl\u00e4tzen, zwischen zukunftsweisenden Visionen und pragmatischen L\u00f6sungen f\u00fcr das Wohngebiet Hangweide ist im B\u00fcrgerhaus erneut diskutiert worden. Einigkeit zwischen B\u00fcrgern, R\u00e4ten und Verwaltung herrscht bei der Internationalen Bauausstellung 2027: Kernen will sich bewerben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Worum die Kommunalpolitiker die B\u00fcrger beneiden, wird gleich zum Auftakt des \u201eTrialogs\u201c (Moderator Konrad Hummel) zwischen B\u00fcrgern, Rathausspitze und Gemeinder\u00e4ten deutlich: \u201eSie k\u00f6nnen frei denken, alle Gedanken zusammenspinnen, was in der Hangweide entwickelt werden k\u00f6nnte. Wir im Gemeinderat begrenzen immer sofort jede Idee: Was kostet es? Wie ist die rechtliche Situation? Wir sind in ein sehr enges Korsett gepresst\u201c, sagte CDU-Fraktionschef Andreas Wersch in seiner Stellungnahme zu den B\u00fcrgerempfehlungen f\u00fcr das Wohngebiet Hangweide, die sich aus mehreren Workshops in den vergangenen Wochen ergeben hatten (wir berichteten). Manche Vision, so Wersch, werde an der Realit\u00e4t scheitern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Veranstaltung im B\u00fcrgerhaus, die den vorl\u00e4ufigen Abschluss des B\u00fcrgerbeteiligungsprozesses zum geplanten Wohngebiet Hangweide bildete, traten die Spannungsfelder erneut deutlich zutage: Urban, sozialgemischt und dicht soll das Wohngebiet laut B\u00fcrgerempfehlung sein \u2013 allerdings sollen die Geb\u00e4ude h\u00f6chstens vier, f\u00fcnf Geschosse hoch sein.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Hochh\u00e4user auf der Hangweide?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr gro\u00dfe Augen und gar die Furcht vor einer Hochhaussiedlung im Stil der Korber H\u00f6he sorgte bei einigen die Stellungnahme von B\u00fcrgermeister Altenberger, der sich auch \u201ezehngeschossige\u201c Wohnh\u00e4user auf der Hangweide vorstellen kann. Das Gebiet k\u00f6nne dann ja am Boden \u201eluftiger\u201c gestaltet sein. Denn, das machte der Rathauschef deutlich, ohne sich auf Zahlen festlegen zu wollen: Das Bauland in der Hangweide ist nicht g\u00fcnstig zu haben, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen eine umso gr\u00f6\u00dfere Herausforderung. Und von einem direkten finanziellen Gewinn durch das Wohngebiet wage er nicht einmal zu tr\u00e4umen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mal ganz abgesehen davon, dass auf die Gemeinde laut Stefan Altenberger spannende Verhandlungen mit der Kreisbaugesellschaft und der Kommunalentwicklung GmbH der LBBW \u00fcber die Entwicklung des Wohngebiets zukommen, wenn die drei Partner die Hangweide erst einmal von der Diakonie erworben haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In Arbeitsgruppen zum Wettbewerb und den Kosten f\u00fcr das Gro\u00dfprojekt tauschten sich die rund 50 Teilnehmer \u2013 Gemeinder\u00e4te, B\u00fcrger sowie B\u00fcrgermeister Altenberger und Beigeordneter Peter Mauch \u2013 angeregt aus. UFW-Fraktionschef Hans Dietzel meldete den Beteiligten zur\u00fcck, seine Fraktion wolle keinen dritten Kernener Ortsteil, die Hangweide solle fu\u00dfl\u00e4ufig an Rommelshausen angeschlossen werden. SPD-Mann Christoph Sch\u00f6nleber h\u00e4lt zu diesem Zweck auf eine Verschiebung des dortigen Landschaftsschutzgebietes f\u00fcr m\u00f6glich und sagte: \u201eWir sehen dort keine Einfamilienh\u00e4user, daf\u00fcr ist die Ressource Bauland zu rar.\u201c Matthias Kramer (OGL) freute sich \u00fcber \u201eviele gr\u00fcne Gedanken\u201c in den B\u00fcrgerempfehlungen, sprach sich f\u00fcr inklusive Spielpl\u00e4tze aus und forderte: \u201ePreisg\u00fcnstiges Bauen darf nicht auf Klimakosten gehen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einigkeit herrschte zwischen B\u00fcrgern, R\u00e4ten und Verwaltung: Eine Bewerbung f\u00fcr die Internationale Baumesse 2027 (IBA) bietet Chancen f\u00fcr die Hangweide und Kernen als Gemeinde. Auch weil die Anforderungen sich von den fantastischen Bauwerken der Vergangenheit zur Frage hin verschoben h\u00e4tten: \u201eWie l\u00f6st man die Engp\u00e4sse dieser Zeit\u201c, so Moderator Konrad Hummel. Beigeordneter Peter Mauch sieht durchaus gute Chancen f\u00fcr eine erfolgreiche Bewerbung \u2013 gerade, weil Kernen eine so intensive B\u00fcrgerbeteiligung vorweisen kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Art kreativem \u201eB\u00e4umchen wechsel dich\u201c hatten die Teilnehmer des Workshops im B\u00fcrgerhaus Argumente zur IBA-Bewerbung formuliert: Die Hangweide soll demnach eine \u201esozial-kommunikative, generations\u00fcbergreifende L\u00f6sung, modellhaft f\u00fcr die Region\u201c sein. Sie sei \u201eautofrei und intergenerativ\u201c. Die Gemeinde gewinne an \u201eRenommee durch hochkar\u00e4tige Planer mit innovativen Ideen\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 13.10.2018 \/ Text: Sebastian Striebich B\u00fcrgerbeteiligung Wohngebiet Hangweide: Gemeinderat nimmt Stellung \/ Bewerbung f\u00fcr Internationale Baumesse geplant Das Spannungsfeld zwischen dem Wunsch nach bezahlbarem Wohnraum und teuren Baupl\u00e4tzen, zwischen zukunftsweisenden Visionen und pragmatischen L\u00f6sungen f\u00fcr das Wohngebiet Hangweide ist im B\u00fcrgerhaus erneut diskutiert worden. 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