{"id":4984,"date":"2018-09-30T18:10:42","date_gmt":"2018-09-30T16:10:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4984"},"modified":"2018-10-04T18:15:26","modified_gmt":"2018-10-04T16:15:26","slug":"einigung-auf-dem-schmidener-feld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2018\/09\/einigung-auf-dem-schmidener-feld\/","title":{"rendered":"Einigung auf dem Schmidener Feld"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 29.09.2018 \/ Text: Sebastian Striebich<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gemeinde verpflichtet sich, wertvolle Ackerfl\u00e4chen zu sch\u00fctzen \/ B\u00fcrgerinitiative akzeptiert Gewerbegebietsarrondierung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir haben einen guten Kompromiss gefunden\u201c, freut sich B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger. Und Wolfgang Neher, der mit der Schutzgemeinschaft Schmidener Feld seit Jahren gegen die Versiegelung des Ackerbodens im Westen von Rommelshausen k\u00e4mpft, hofft, dass nun Frieden einkehrt. Die Gemeinde wird die Arrondierung des Gewerbegebiets vorantreiben, schiebt einer gro\u00dfen Erweiterung aber langfristig den Riegel vor \u2013 und setzt sich f\u00fcr den Erhalt der Freifl\u00e4chen ein.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Donnerstagabend hat der Gemeinderat in der Glockenkelter eine Strategie f\u00fcr das Schmidener Feld beschlossen. Bei einer Gegenstimme und drei Enthaltungen stimmte die gro\u00dfe Mehrheit des Gremiums f\u00fcr den Kompromiss, den das Rathaus gemeinsam mit der B\u00fcrgerinitiative Schutzgemeinschaft Schmidener Feld gefunden hatte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Demnach soll die Arrondierung des bestehenden Gewerbegebiets den langfristigen Siedlungsrand definieren. Sprich: die Gemeinde wird das Gewerbegebiet um 0,8 Hektar erweitern, verzichtet aber ausdr\u00fccklich auf die Versiegelung weiterer wertvoller Ackerfl\u00e4chen im Rommelshausener Westen. Und \u2013 das festzulegen, war der Schutzgemeinschaft besonders wichtig \u2013 die Gemeinde setzt sich aktiv f\u00fcr die nachhaltige Sicherung der Freifl\u00e4chen auf dem Schmidener Feld ein. Sie verpflichtet sich zum Einsatz f\u00fcr diese Fl\u00e4chen auf landes- und regionalplanerischer Ebene und f\u00fcr die Ausweitung des \u201eregionalen Gr\u00fcnzugs\u201c in diesem Gebiet. Eine Erschlie\u00dfungsstra\u00dfe des Gewerbegebiets \u00fcber das Schmidener Feld wird es nicht geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kompromiss entspricht somit der aktuellen Beschlusslage des Gemeinderats zur Gewerbegebietserweiterung aus dem Jahr 2015, erg\u00e4nzt allerdings durch die ausdr\u00fcckliche Erkl\u00e4rung der Gemeinde, das Gebiet nicht weiter vergr\u00f6\u00dfern zu wollen. Eine solche Erweiterung hatte die Schutzgemeinschaft bef\u00fcrchtet, die mit Naturschutz \u2013 Stichwort: bedrohte Rebhuhn-Population \u2013 und besonders wertvollen Ackerfl\u00e4chen argumentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Einigung waren jahrelange Diskussionen vorausgegangen, die vor allem im Internet in pers\u00f6nlichen Angriffen und Streit m\u00fcndeten. Ein Transparent, das die Schutzgemeinschaft am Ortseingang auf dem Schmidener Feld errichtet hatte, um gegen die Versiegelung wertvoller Ackerfl\u00e4chen zu protestieren, erregte immer wieder die Gem\u00fcter \u2013 zwischenzeitlich wurde es gar in Brand gesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs ist wichtig, dass es nun eine gewisse Befriedung im Dorf gibt\u201c, sagte Wolfgang Neher bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Schutzgemeinschaft mit B\u00fcrgermeister Altenberger, Vertretern der Verwaltung und Gemeinder\u00e4ten am Freitagvormittag im Rathaus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kompromiss sei in der Schutzgemeinschaft schwierig durchzusetzen gewesen, so Neher, der ihn gleichwohl als Erfolg begreift. Dass sich die Gemeinde auch bei Regionalplanern f\u00fcr den Erhalt der guten Ackerfl\u00e4chen starkmachen will, sei \u201eeine Absichtserkl\u00e4rung, an der sie sich messen lassen m\u00fcssen\u201c, sagte Neher an B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger gerichtet. Sollte die Gemeinde sich nicht an die Abmachungen halten, m\u00fcsste sie wieder \u201emit enormem Widerstand rechnen\u201c. 2015 hatte die Schutzgemeinschaft 1300 Unterschriften gegen jegliche Erweiterungen auf dem Schmidener Feld gesammelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Altenberger sagte: \u201eDer Gemeinderatsbeschluss ist ein starkes Zeichen, eine Verbindlichkeit, die ernst zu nehmen ist\u201c, und betonte, die Gemeinde habe den Kompromiss mit der Schutzgemeinschaft aus freien St\u00fccken gesucht: \u201eWir h\u00e4tten es auch durchboxen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bei gemeinsamer Pressekonferenz wird munter weiterdiskutiert<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer bei der gemeinsamen Pressekonferenz im Rathaus Friede, Freude, Eierkuchen erwartet hatte, wurde ohnehin \u00fcberrascht. Mehrfach brachen in der Runde, die eigentlich Einigkeit demonstrieren wollte, alte Konfliktfelder auf \u2013 gerade CDU-Mann Andreas Wersch und Wolfgang Neher bekamen sich einige Male fast in die Wolle.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Allerdings schlugen beide Seiten auch immer wieder vers\u00f6hnliche T\u00f6ne an. \u201ePolitik hei\u00dft, dass man sich am Ende die Hand geben und in die Augen blicken kann\u201c, sagte Wolfgang Neher. Er wolle den guten Kompromiss keinesfalls zerreden. Den Mitgliedern der Schutzgemeinschaft sei es wichtig, nicht als blo\u00dfe Verweigerer da zu stehen. Eine eventuelle Ausdehnung der Gewerbefl\u00e4chen Lange \u00c4cker II nach Norden hin zur B 29 halten sie sogar f\u00fcr sinnvoll, da es sich hier um B\u00f6den von geringer G\u00fcte handle. Au\u00dferdem sei das Areal weder f\u00fcr Naherholungszwecke noch f\u00fcr Landwirtschaft attraktiv. Diesem Vorschlag gegen\u00fcber ist das Rathaus nicht abgeneigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufl\u00f6sen will sich die Schutzgemeinschaft Schmidener Feld \u00fcbrigens nicht. Stattdessen wollen sich Neher und Co. dem Thema Verkehrsbelastung in Rommelshausen zuwenden. Und dass sie ihr umstrittenes Plakat gegen Fl\u00e4chenversiegelung am Ortseingang wirklich abbauen werden, wie es das Landratsamt verlangt, wollten sie bei der Pressekonferenz nicht versprechen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stimmen zum Kompromiss<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hans-Peter Kirgis (SPD): \u201eIch bin froh, dass diese Einigung zustande gekommen ist. Sie entspricht der Planung, mehr wollten wir nicht. Wir haben schon im Wahlkampf 2014 die Position vertreten, dass das f\u00fcr uns das \u00c4u\u00dferste ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Andreas Wersch (CDU): \u201eDamit ist die Erschlie\u00dfung \u00fcber die Fellbacher Stra\u00dfe ad acta gelegt. Das finden einige von uns sehr schade.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hans Dietzel (UFW): \u201eDas ist eine gute Grundlage. Ein Dank an alle Beteiligten, dass es jetzt diesen Konsens gegeben hat.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Michael Burger (OGL): \u201eEin gro\u00dfes Lob an die B\u00fcrgerinitiative Schmidener Feld, die sich sehr verdient um Kernen gemacht hat. Es bleibt das Problem, dass hier gutes Ackerland verbaut wird. Ich werde mich deshalb enthalten.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Mauch, Technischer Beigeordneter: \u201eEs ist unsere gemeinsame Haltung, dass wir die Fl\u00e4che langfristig frei halten. Es gibt aber keine Schutzzone, die so stark ist, dass sie eine Bebauung auf alle Zeit verhindert.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 29.09.2018 \/ Text: Sebastian Striebich Gemeinde verpflichtet sich, wertvolle Ackerfl\u00e4chen zu sch\u00fctzen \/ B\u00fcrgerinitiative akzeptiert Gewerbegebietsarrondierung \u201eWir haben einen guten Kompromiss gefunden\u201c, freut sich B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger. 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