{"id":4665,"date":"2017-01-27T11:13:37","date_gmt":"2017-01-27T09:13:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4665"},"modified":"2017-01-27T11:13:37","modified_gmt":"2017-01-27T09:13:37","slug":"grundschulen-brauchen-sozialarbeiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2017\/01\/grundschulen-brauchen-sozialarbeiter\/","title":{"rendered":"Grundschulen brauchen Sozialarbeiter"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 17.01.2017 \/ Text: Christiane Widmann<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>CDU, UFW und SPD beantragen gemeinsam eine 50-Prozent-Stelle \/ Grund: Mehr verhaltensauff\u00e4llige Kinder auch in Kernen<\/strong><\/p>\n<p>Eine steigende Zahl von Grundschulkindern zeigt sich aggressiv oder will nicht lernen \u2013 auch in Kernen. Um Problemen im Unterricht entgegenzuwirken, soll deshalb der Halden- und Karl-Mauch-Schule vom Schuljahr 2017\/18 an ein Schulsozialarbeiter zugeteilt werden: Das beantragten die CDU-, UFW- und SPD-Fraktion in einem gemeinsamen Haushaltsantrag.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Formal noch im Antragsstatus, ist es eigentlich schon beschlossene Sache: Vom kommenden Schuljahr 2017\/18 an wird den Kernener Grundschulen \u2013 der Stettener Karl-Mauch- sowie der Rommelshausener Haldenschule \u2013 ein Schulsozialarbeiter zugewiesen. In einem gemeinsamen Vorsto\u00df stellten die CDU-, UFW- und SPD-Fraktion einen Haushaltsantrag f\u00fcr eine halbe Stelle. Die Gemeindeverwaltung signalisierte Verst\u00e4ndnis und schlug die Einrichtung einer 30-Prozent-Stelle vor. Welchen Umfang das Deputat haben wird, muss der Gemeinderat entscheiden. Bleiben die drei Antragsteller bei ihrer Forderung, ist ihnen Erfolg garantiert: Zusammen stellen sie 17 der Kernener 22 Gemeinder\u00e4te.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hintergrund des Antrags ist ein gestiegener Bedarf f\u00fcr die Betreuung von verhaltensauff\u00e4lligen Sch\u00fclern: solchen, die sich aggressiv zeigen, nicht lernen wollen oder den Unterricht st\u00f6ren. Entsprechende Erfahrungsberichte von Grundschulpersonal in Stetten und Rommelshausen sind ihm zugetragen worden, berichtet der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Wersch. Sie decken sich mit Tendenzen, die er selbst in seiner Arbeit als stellvertretender Schulleiter der Auberlen-Realschule Fellbach und im Austausch mit Kollegen feststellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher liegt es bei den Lehrern, den Betreuungsbedarf aufzufangen. Die Belastungsgrenze ist in Werschs Augen bald erreicht. \u201eIm Gemeinderat hie\u00df es: Die Lehrer sollen mal was machen. Aber das k\u00f6nnen wir einfach nicht leisten\u201c, gibt er zu bedenken. \u201eDas kann man als Lehrer irgendwann nicht mehr auffangen.\u201c Der Unterricht muss schlie\u00dflich laufen. Wenn ein Sch\u00fcler best\u00e4ndig mit Aufmerksamkeit oder Zurechtweisung bedacht werden muss, leidet zwangsl\u00e4ufig die Konzentration und Betreuung der gesamten Klasse.<\/p>\n<p><strong>Schulsozialarbeiter soll Lehrer und Sch\u00fcler entlasten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Hoffnung hinter der Einstellung eines Schulsozialarbeiters ist zum einen, Lehrer entlasten zu k\u00f6nnen. Aufgabe des Sozialarbeiters w\u00e4re es, sich den Kindern zu widmen, die \u00fcber l\u00e4ngere Zeit st\u00f6ren oder Einzelbetreuung ben\u00f6tigen. Zum anderen geht es darum, den Sch\u00fclern fr\u00fchzeitig ein besseres Lernverhalten anzuerziehen. \u201eDamit man das Kind auf die richtige Bahn bringt\u201c, erkl\u00e4rt Hans Dietzel, Fraktionsvorsitzender der UFW, \u201enach dem Motto: Wehret den Anf\u00e4ngen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber auch f\u00fcr Eltern sollen Schulsozialarbeiter eine Anlaufstelle sein, beispielsweise, wenn zu Hause Probleme mit einem Kind bestehen. \u201eManche tun sich leichter, mit einem Sozialarbeiter dar\u00fcber zu reden als mit einem Lehrer\u201c, wei\u00df Wersch. Den Rahmen sollen dann Gespr\u00e4che mit dem Sozialarbeiter bilden, bei akutem Bedarf spontan, ansonsten in einer oder mehreren Sitzungen mit Terminvereinbarung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit dieser Rahmen gew\u00e4hrleistet werden kann, pocht Wersch auf die 50-Prozent-Stelle mit 19,5 Arbeitsstunden pro Woche: \u201eIch sehe den Bedarf h\u00f6her als 50 Prozent. Alles drunter wird keinen Sinn machen.\u201c Die Arbeitszeit verteilt sich schlie\u00dflich auf zwei Schulen \u2013 mit jeweils etwa zwei Stunden pro Schultag. Die Gemeindeverwaltung schlug demgegen\u00fcber vor, mit 30 Prozent, also insgesamt 11,7 Stunden pro Woche und ungef\u00e4hr einer Stunde pro Tag und Schule, zu beginnen. Daf\u00fcr k\u00f6nnte eine bereits bestehende 30-Prozent-Stelle umgeschichtet werden, die vor eineinhalb Jahren bei der Aufl\u00f6sung der Hauptschulklassen der Karl-Mauch-Schule frei wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der tats\u00e4chliche Zeitbedarf ist noch nicht gekl\u00e4rt, argumentiert Hauptamtsleiter Bernhard B\u00fchler: \u201eBei den Grundschulen hat man sich noch gar keine Gedanken gemacht, was alles ansteht, was zu tun ist, wer zust\u00e4ndig ist.\u201c Aber auch eine halbe Stelle umzulegen ist nach Einsch\u00e4tzung von B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger m\u00f6glich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 17.01.2017 \/ Text: Christiane Widmann CDU, UFW und SPD beantragen gemeinsam eine 50-Prozent-Stelle \/ Grund: Mehr verhaltensauff\u00e4llige Kinder auch in Kernen Eine steigende Zahl von Grundschulkindern zeigt sich aggressiv oder will nicht lernen \u2013 auch in Kernen. 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