{"id":4577,"date":"2016-11-18T20:11:45","date_gmt":"2016-11-18T18:11:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4577"},"modified":"2016-12-15T22:13:20","modified_gmt":"2016-12-15T20:13:20","slug":"schlosspark-wie-viel-ist-er-kernen-wert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2016\/11\/schlosspark-wie-viel-ist-er-kernen-wert\/","title":{"rendered":"Schlosspark: Wie viel ist er Kernen wert?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 02.11.2016 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Sanierungskosten der Gemeinde f\u00fcr den Diakoniepark sollen auf 442 500 Euro steigen \/ Borck: Der Park geh\u00f6rt nicht uns<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welchen Beitrag ist Kernen bereit, in die Sanierung des Stettener Schlossparks zu stecken? Eigent\u00fcmerin ist die Diakonie. Doch die \u00f6ffentliche Anlage, die f\u00fcrs Gartenschaujahr 2019 als Auftakt der historischen Achse zwischen Schloss und Yburg umgestaltet werden soll, ben\u00f6tigt dazu aus Sicht des Planers eine Investition, die jetzt bei einer Million Euro liegt. Der Anteil der Gemeinde stiege deutlich \u00fcber das gesetzte Maximum von 350 000 Euro.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Entscheidung hat das Kernener Gemeindeparlament noch nicht getroffen. Das Gremium nahm in seiner j\u00fcngsten Sitzung nur den \u00fcberarbeiteten Entwurf des Sindelfinger Landschaftsplaners Peter Neher mit seiner nach unten korrigierten Kostenberechnung zur Kenntnis. Vor zwei Jahren, als noch angenommen werden konnte, dass der Gartenschaugemeinde Kernen aus dem F\u00f6rdertopf \u201eNatur in Stadt und Land\u201c (NSL) 125 000 Euro bewilligt werden w\u00fcrden, ging der Planer von Gesamtkosten in H\u00f6he von 1,42 Millionen aus. Im Idealentwurf stiegen die Kosten gar auf 1,6 Millionen Euro an. Das Volumen dieser funktionalen wie gestalterischen Neuordnung der Stettener Parkanlage, die aus \u00f6ffentlichen Mitteln zu tragen w\u00e4re, erschien dem Gemeinderat als \u00fcberzogen. Dazu geh\u00f6rte auch ein Pavillon mit WC-Anlagen. Das Gremium deckelte folglich den Anteil der Gemeinde bei 350 000 Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die geplante Achse ist dem Rotstift zum Opfer gefallen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittlerweile wurde der Umbau abgespeckt. Ziel war es zun\u00e4chst, die historische Achse in Fortsetzung der Freitreppe wieder herauszuarbeiten und am Ende des zentralen Wegs, der auf Schrittplatten im Rasen in einen Brunnenplatz mit Skulptur m\u00fcnden sollte, eine \u00d6ffnung in die Klosterstra\u00dfe zu schaffen. Davon ist der Planer unterm Kostendruck wieder abger\u00fcckt. Es wird keine Oberfl\u00e4chenbehandlung des Asphaltbelags geben, und die Schrittplatten entfallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der Endpunkt der Achse mit Brunnenplatz, Spiegelwand und neuem Zugang zur Klostermauer ist jetzt gestrichen. Das geplante Caf\u00e9 mit Au\u00dfenbereich f\u00e4llt gleichfalls dem Rotstift zum Opfer. Das in die Wiese gemauerte Podest, auf dem das Programm der Diakonie-Jahresfeste seit 150 Jahren spielt, soll komplett verschwinden. Stattdessen kann laut Plan bei Bedarf eine mobile B\u00fchne auf den komplett sanierten Spielplatz gestellt werden. Dieser soll von umliegenden Blickhindernissen befreit werden, so dass k\u00fcnftig die Yburg von hier zu sehen ist. Daneben wird eine Boulebahn angelegt. Jenseits der Parkachse soll im westlichen Teil ein inklusiver Kinderspielplatz mit Kletterskulptur, Wasserspiel und Seniorenparcours angelegt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das reduzierte Gesamtpaket kostet noch rund eine Million Euro. Doch die gedeckelten 350 000 Euro an kommunalen Drittmitteln reichen nicht. Beigeordneter Horst Schaal war es zwar gelungen, im Regierungspr\u00e4sidium F\u00f6rdermittel aus dem Landessanierungsprogramm f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Ruhe- und Spielplatz sowie den neuen Veranstaltungsplatz freizuschaufeln. Und auch der Beitrag aus den F\u00f6rdergeldern (NSL) f\u00fcr die Remstalgartenschau hat sich erh\u00f6ht. Trotzdem m\u00fcsste Kernen seine Komplement\u00e4rmittel von den gedeckelten 350 000 Euro auf 442 500 Euro anheben. Einigen Gemeinder\u00e4ten bereitet diese Mehrbelastung Bauchschmerzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMan hat hier das Gef\u00fchl, der Park geh\u00f6rt uns, aber er geh\u00f6rt uns nicht\u201c, wandte CDU-Gemeinderat Volker Borck ein. \u201eWir haben mit gutem Grund damals bei 350 000 Euro gedeckelt. Wir geben zus\u00e4tzlich 92 000 Euro aus f\u00fcr jemanden, der sich gar nicht beteiligt. Das halte ich f\u00fcr bemerkenswert.\u201c Es sei zu \u00fcberlegen, so Borck, ob man die Diakonie nicht mit ins Boot holt, so dass sie sich mit einem Investitionsbeitrag auch verantwortlich f\u00fchle und die Pflege der Anlage \u00fcbernimmt. Auch SPD-Fraktionschef Hans-Peter Kirgis zeigte sich trotz \u201etoller Planung\u201c erschrocken \u00fcber das Ausma\u00df der Kosten: Er fordere einen Pachtvertrag \u00fcber 25 oder 30 Jahre. Er vermisse eine Beteiligung der Diakonie, zumal die Kommune auch die Kosten f\u00fcr die Toiletten trage.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beigeordneter Horst Schaal entgegnete: \u201eDie Gemeinde investiert, aber wir erwarten von der Diakonie, dass der Park weiterhin von ihr erhalten und gepflegt wird.\u201c Selbst wenn die Diakonie den Schlosspark wie geplant der Gemeinde nur auf 15 Jahre verpachtet, gebe \u201ees keinen Zweifel, dass er auch l\u00e4nger zur Verf\u00fcgung steht. Die Diakonie ist ein verl\u00e4sslicher Partner.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr UFW-Fraktionschef Hans Dietzel ist der Deckel in H\u00f6he von 350 000 Euro ma\u00dfgebend. Sprich: Die Diakonie m\u00fcsste sich finanziell einbringen. Er erwarte, dass der Pachtvertrag \u00fcber 25 Jahre l\u00e4uft und die Diakonie die Pflege \u00fcbernimmt. BM Altenberger entgegnete: \u201eDas ist unrealistisch, was Sie jetzt fordern. Dann werden wir das nicht schaffen.\u201c Horst Schaal pflichtete bei: \u201eDie Diakonie hat von Anfang an gesagt: Wir haben f\u00fcr den Schlosspark kein Geld.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 02.11.2016 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger Die Sanierungskosten der Gemeinde f\u00fcr den Diakoniepark sollen auf 442 500 Euro steigen \/ Borck: Der Park geh\u00f6rt nicht uns Welchen Beitrag ist Kernen bereit, in die Sanierung des Stettener Schlossparks zu stecken? Eigent\u00fcmerin ist die Diakonie. 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