{"id":4405,"date":"2016-04-02T19:17:33","date_gmt":"2016-04-02T18:17:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4405"},"modified":"2016-04-07T21:11:22","modified_gmt":"2016-04-07T20:11:22","slug":"keine-foerdermittel-fuer-nur-einen-bauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2016\/04\/keine-foerdermittel-fuer-nur-einen-bauern\/","title":{"rendered":"Keine F\u00f6rdermittel f\u00fcr nur einen Bauern"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s1\"><b>Trotz Skepsis soll es wieder Geld f\u00fcr Ackerr\u00e4nder geben<\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"p1\" style=\"text-align: justify;\"><span class=\"s1\">Das Bepflanzen von Ackerr\u00e4ndern hat die Gemeinde Kernen schon einmal finanziell belohnt. An eine Neuauflage dachte das Rathaus bisher allerdings nicht. 4000 Euro seien damals ausbezahlt worden \u2013 ohne nachhaltigen Effekt, sagt Horst Schaal, der Kernener Beigeordnete und Bauamtsleiter. Die F\u00f6rdergelder seien damals lediglich von einem \u00f6rtlichen Landwirt in Anspruch genommen worden. \u201eWir m\u00f6chten nicht, dass genau dieser Landwirt wieder davon profitiert.\u201c Doch jetzt will die CDU-Gemeinderatsfraktion ein neues Programm zur F\u00f6rderung von bl\u00fchenden Ackerrandstreifen auflegen. Im Technischen Ausschuss fand der Antrag eine klare Mehrheit. Die Verwaltung allerdings be02zweifelt die \u00f6kologische Wirksamkeit.<br \/>\n<\/span><span class=\"s2\"><br \/>\nHorst Schaal glaubt nicht, dass eine Neuauflage viel bringt. Schon vor einigen Jahren erhielten Landwirte einen finanziellen Ausgleich daf\u00fcr, dass sie die Seitenstreifen ihrer \u00c4cker mit Natursch\u00f6nheiten wie Kornblumen, Sonnenblumen oder Feldrittersporn bepflanzten. Doch bis auf einen Bauern machte keiner von der M\u00f6glichkeit Gebrauch. Und nach dem Auslaufen der F\u00f6rderung im Jahr 2002 seien die bepflanzten Ackerr\u00e4nder zumeist wieder umgepfl\u00fcgt worden, sagte Horst Schaal. In den bunten Ackerrandstreifen f\u00e4nden zwar Hasen, Insekten und V\u00f6gel Schutz und Nahrung, au\u00dferdem b\u00f6ten bepflanzte Ackerrandstreifen vielen Insekten und Kleinlebewesen einen guten Nahrungs- und Schutzraum: \u201eNicht jedoch den Rebh\u00fchnern.\u201c Die n\u00e4mlich ben\u00f6tigten einen mindestens acht Meter breiten Raum, um vor ihren nat\u00fcrlichen Feinden wie F\u00fcchsen und Greifv\u00f6geln, Schutz zu finden.<\/span><!--more--><\/p>\n<p>CDU-Gemeinderat Volker Borck verteidigte den Antrag. Er h\u00e4lt die Bepflanzung von Ackerrandstreifen f\u00fcr \u00f6kologisch wertvoll und erinnerte daran, dass seinerzeit sogar Stieglitze in Kernen beobachtet worden seien. Jene Vogelart, die der Naturschutzbund (NABU) zum Vogel des Jahres 2016 gek\u00fcrt und zum \u201eBotschafter f\u00fcr mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarr\u00e4umen und Siedlungsbereichen\u201c ernannt hat. \u201eSchon allein deswegen w\u00fcrde es sich lohnen. Auch Bienen finden in Ackerrandstreifen Nahrung.\u201c Sein Fraktionskollege Walter Zimmer regte an, auch dar\u00fcber nachzudenken, auf den Weinbergen zwischen den Rebst\u00f6cken einzus\u00e4en, denn auch hier k\u00f6nnten Nahrungsquellen f\u00fcr Bienen entstehen.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger versicherte, an diesem Thema sei die Gemeinde \u201ebereits dran\u201c. Von einer erneuten F\u00f6rderung von bepflanzten Ackerrandstreifen riet er ab. \u201eDas wird doch nur wieder umgepfl\u00fcgt, wenn die F\u00f6rderung ausl\u00e4uft.\u201c Dass die Landwirte die Seitenstreifen nach dem Auslaufen der F\u00f6rderung wieder anderweitig nutzten, kann Volker Borck verstehen. \u201eDie m\u00fcssen davon leben, nat\u00fcrlich k\u00e4mpfen die um jeden Meter.\u201c Doch in den vergangenen Jahren will er ein Umdenken und mehr Interesse an \u00f6kologischen Themen seitens der Bauern beobachtet haben. Auch deshalb verspricht er sich eine gute Resonanz auf ein neues Programm, das auf drei Jahre ausgedehnt werden soll, um eine nachhaltige Bepflanzung zu etablieren.<\/p>\n<p>Dass neun Mitglieder des Technischen Ausschusses den Antrag bef\u00fcrworteten, er lediglich von zwei abgelehnt wurde, konnte B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger kaum glauben. \u201eSie stimmen jetzt wirklich daf\u00fcr?\u201c, fragte der Schultes ungl\u00e4ubig in die Runde. Sollte das F\u00f6rderprogramm jetzt auch noch im Gemeinderat beschlossen werden, dann werden 2016, 2017 und 2018 jeweils 3000 Euro f\u00fcr die \u00f6kologische Bepflanzung der Ackerrandstreifen zur Verf\u00fcgung gestellt.<\/p>\n<p><em>Quelle:\u00a0<span class=\"s1\">Fellbacher Zeitung vom 01.04.2016 \/ Text: Eva Herschmann<\/span><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz Skepsis soll es wieder Geld f\u00fcr Ackerr\u00e4nder geben Das Bepflanzen von Ackerr\u00e4ndern hat die Gemeinde Kernen schon einmal finanziell belohnt. An eine Neuauflage dachte das Rathaus bisher allerdings nicht. 4000 Euro seien damals ausbezahlt worden \u2013 ohne nachhaltigen Effekt, sagt Horst Schaal, der Kernener Beigeordnete und Bauamtsleiter. 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