{"id":4381,"date":"2016-03-19T20:58:27","date_gmt":"2016-03-19T19:58:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4381"},"modified":"2016-03-23T11:15:22","modified_gmt":"2016-03-23T10:15:22","slug":"mehr-lebensraum-fuer-kleinsaeuger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2016\/03\/mehr-lebensraum-fuer-kleinsaeuger\/","title":{"rendered":"Mehr Lebensraum f\u00fcr Kleins\u00e4uger"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bepflanzung von Ackerrandstreifen soll gef\u00f6rdert werden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2028<\/strong>Die Gemeinderatsfraktion der CDU will ein neues Programm zur F\u00f6rderung von \u00f6kologisch bepflanzten Ackerrandstreifen auflegen. Im Technischen Ausschuss fand der Antrag Zustimmung \u2013 die Verwaltung allerdings zweifelt die Wirksamkeit eines solchen F\u00f6rderkonzepts an.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Neuauflage des F\u00f6rderprogramms f\u00fcr die Bepflanzung von Ackerrandstreifen hat die CDU-Gemeinderatsfraktion in einem Haushaltsantrag gefordert. Bereits vor einigen Jahren hatte es auf Antrag der Fraktion ein solches Programm gegeben: Landwirte erhielten einen Ausgleich daf\u00fcr, dass sie die Seitenstreifen ihrer \u00c4cker \u00f6kologisch bepflanzten. Kleinlebewesen, wie beispielsweise Rebh\u00fchner, Hasen, Insekten und V\u00f6gel, sollten dort Schutz und Nahrung finden. Nach dem Auslaufen der F\u00f6rderung im Jahr 2002 wurden die \u00f6kologisch bepflanzten Ackerrandstreifen allerdings wieder umgepfl\u00fcgt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Verwaltung zweifelt an der Wirksamkeit des Programms \u2028\u2028Die Verwaltung steht dem neuen Antrag deshalb \u00e4u\u00dferst kritisch gegen\u00fcber: \u201eWir zweifeln die Wirksamkeit eines solchen F\u00f6rderprogramms stark an\u201c, sagte Bauamtsleiter Horst Schaal in der Sitzung des Technischen Ausschusses. Dir F\u00f6rdergelder seien damals lediglich von einem \u00f6rtlichen Landwirt in Anspruch genommen worden. \u201eWir m\u00f6chten nicht, dass genau dieser Landwirt wieder davon profitiert\u201c, so Schaal. 4000 Euro seien damals ausbezahlt worden \u2013 ohne nachhaltigen Effekt. Zwar b\u00f6ten \u00f6kologisch bepflanzte Ackerrandstreifen vielen Insekten und Kleinlebewesen einen guten Nahrungs- und Schutzraum, nicht jedoch den Rebh\u00fchnern, argumentierte Schaal weiter. Die n\u00e4mlich ben\u00f6tigten einen mindestens acht Meter breiten Raum, um vor ihren nat\u00fcrlichen Feinden \u2013 wie beispielsweise F\u00fcchsen und Greifv\u00f6geln \u2013 Schutz zu finden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Volker Borck von der CDU-Fraktion verteidigte den Antrag: Er halte die Bepflanzung von Ackerlandstreifen f\u00fcr \u00f6kologisch sehr wertvoll. In diesen seien damals in Kernen sogar Stieglitze beobachtet worden \u2013 eine Vogelart, die der NABU zum Vogel des Jahres 2016 gek\u00fcrt und zum \u201eBotschafter f\u00fcr mehr Artenvielfalt und Farbe in Agrarr\u00e4umen und Siedlungsbereichen\u201c ernannt hat. \u201eSchon allein deswegen w\u00fcrde es sich lohnen. Auch Bienen finden in Ackerrandstreifen Nahrung\u201c, betonte Borck. Er habe das F\u00f6rderprogramm damals als \u201egute Sache\u201c empfunden. Sein Parteikollege Walter Zimmer regte an, auch dar\u00fcber nachzudenken, auf den Weinbergen zwischen den Rebst\u00f6cken einzus\u00e4en, auch hier k\u00f6nnten Nahrungsquellen f\u00fcr Bienen entstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger versicherte, an diesem Thema sei die Gemeinde \u201ebereits dran\u201c. Er riet jedoch dringend von einer erneuten F\u00f6rderung der Bepflanzung der Ackerrandstreifen ab: \u201eDas wird doch nur wieder umgepfl\u00fcgt, wenn die F\u00f6rderung ausl\u00e4uft.\u201c \u2028Volker Borck: \u201eDie Landwirte k\u00e4mpfen um jeden Meter\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass die Landwirte die Seitenstreifen ihrer \u00c4cker nach dem Auslaufen der F\u00f6rderung wieder anderweitig nutzten, ist f\u00fcr Volker Borck hingegen mehr als verst\u00e4ndlich: \u201eDie m\u00fcssen ja davon leben, nat\u00fcrlich k\u00e4mpfen die um jeden Meter.\u201c Um eine dauerhafte Bepflanzung zu etablieren, sei daher seiner Meinung nach eine konstante F\u00f6rderung n\u00f6tig, so Borck. Er habe zudem in den vergangenen Jahren eine Art Umdenken und mehr Interesse an \u00f6kologischen Themen seitens der Landwirte beobachtet und verspreche sich deshalb eine gute Resonanz auf ein neues Programm.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieses Interesse ist aus Sicht der Gemeinde vor der Neuauflage einer F\u00f6rderung erst mal zu pr\u00fcfen. Weiterhin m\u00fcsse man kl\u00e4ren, ob es m\u00f6glicherweise \u00dcberschneidungen mit dem F\u00f6rderprogramm f\u00fcr Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl (Fakt) des Landes gebe \u2013 Landwirte, die bereits aus dieser Quelle F\u00f6rdergelder f\u00fcr Fl\u00e4chenstilllegungen bez\u00f6gen, k\u00f6nnten keine kommunale F\u00f6rderung erhalten. \u2028Der B\u00fcrgermeister kann\u2019s nicht glauben: \u201eWirklich?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Ende zeigte sich der B\u00fcrgermeister \u00fcberrascht vom Ergebnis der Abstimmung: Neun Mitglieder des Technischen Ausschusses bef\u00fcrworteten den Antrag, lediglich zwei stimmten dagegen. \u201eSie stimmen jetzt wirklich daf\u00fcr?\u201c, fragte er ungl\u00e4ubig. Zumindest im Technischen Ausschuss wurde eine Neuauflage der F\u00f6rderung also schon mal bef\u00fcrwortet, dieser gibt eine Empfehlung an den Gemeinderat \u2013 dort f\u00e4llt die endg\u00fcltige Entscheidung. \u2028Der Feldhase versteckt sich gern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gr\u00fcne Ackerr\u00e4nder <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2028Sollte das F\u00f6rderprogramm im Gemeinderat beschlossen werden, stellt die Gemeinde in den Jahren 2016, 2017 und 2018 jeweils 3000 Euro f\u00fcr die \u00f6kologische Bepflanzung der Ackerrandstreifen zur Verf\u00fcgung. Die Ackerrandstreifen sollen nicht nur einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt leisten, auch nat\u00fcrliche Feinde von Sch\u00e4dlingen finden dort einen Lebensraum.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 18.03.2016 \/ Text: Liviana Jansen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bepflanzung von Ackerrandstreifen soll gef\u00f6rdert werden \u2028Die Gemeinderatsfraktion der CDU will ein neues Programm zur F\u00f6rderung von \u00f6kologisch bepflanzten Ackerrandstreifen auflegen. Im Technischen Ausschuss fand der Antrag Zustimmung \u2013 die Verwaltung allerdings zweifelt die Wirksamkeit eines solchen F\u00f6rderkonzepts an.<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4381"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4381"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4381\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4384,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4381\/revisions\/4384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4381"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4381"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4381"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}