{"id":4375,"date":"2016-03-16T20:56:52","date_gmt":"2016-03-16T19:56:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4375"},"modified":"2016-03-16T21:00:49","modified_gmt":"2016-03-16T20:00:49","slug":"kulturlandschaft-soll-bienenfreundlicher-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2016\/03\/kulturlandschaft-soll-bienenfreundlicher-werden\/","title":{"rendered":"Kulturlandschaft soll bienenfreundlicher werden"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">\n<strong>F\u00fcr Haushaltsplan stellt CDU im Gemeinderat Antr\u00e4ge zum Naturschutz und findet im Rathaus Zustimmung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen eigenen Honig hat das Rathaus in Kernen bereits. Deshalb, so k\u00f6nnte man meinen, sollte es um die Honigbienen in Stetten und Rommelshausen eigentlich gut bestellt sein. Das ist allerdings ein Fehlschluss, denn nach dem Ende der Obstbl\u00fcte suchen die ausschlie\u00dflich weiblichen Best\u00e4uberinnen oft vergeblich nach zuckerhaltigem Nektar f\u00fcr sich und eiwei\u00dfreichem Pollen f\u00fcr ihre Brut.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mindestens 25 Kilogramm Bl\u00fctenstaub und mehr als 100 Kilogramm Honig verbraucht ein Bienenvolk f\u00fcr sich pro Jahr. Zwar legen die Arbeitsbienen Pollen- und Honigvorr\u00e4te w\u00e4hrend der Obstbl\u00fcte an, sie reichen aber nicht f\u00fcr das ganze Jahr. Stehen die Kolonien in Streuobstwiesen, dann kann im bl\u00fctenarmen Sommer sogar Nahrungsmangel auftreten. Das gilt in \u00e4hnlicher Weise f\u00fcr andere Insekten, denn die \u2013 mit Ausnahme der Hummeln \u2013 als Einzeltier lebenden Wildbienen legen keine nennenswerten Vorr\u00e4te an. Aus diesem Grund sind inzwischen St\u00e4dte oder Stadtr\u00e4nder mit ihrem zeitlich versetzten Bl\u00fctenangebot zu einer Heimat vieler Bienenv\u00f6lker geworden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber diese Zusammenh\u00e4nge haben sich rund 20 Mitglieder der CDU aus Kernen und Fellbach sowie dem CDU-Landtagskandidaten Siegfried Lorek bei ihrer letztj\u00e4hrigen Sommerwanderung an einem Rommelshauser Bienenstand informiert. Auch im Hinblick auf die interkommunale Remstal-Gartenschau 2019 beantragt die Kernener CDU-Fraktion jetzt die Voraussetzungen f\u00fcr eine bienenfreundliche Kulturlandschaft zu schaffen. Beispielsweise k\u00f6nnte \u201edie Pflanzung von Str\u00e4uchern und B\u00e4umen gef\u00f6rdert werden, die genau in der Zeit der Nahrungsknappheit bl\u00fchen und so den Bienen die notwendige Nahrung liefern\u201c, hei\u00dft es in dem Antrag zum Haushalt 2016. Allerdings sei im Vorfeld eine Beratung mit Naturschutz- und Imkerverb\u00e4nden erforderlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beim Bezirksimkerverein Waiblingen und Umgebung, dessen Vereinsgebiet auch Kernen und Fellbach umfasst, rennen die Christdemokraten damit offene T\u00fcren ein. Dessen vor wenigen Wochen frisch ins Amt gew\u00e4hlte Vorsitzende Heidrun Rilling-Mayer hat bereits Zustimmung signalisiert: \u201eDer entsprechende Sachverstand ist im Verein vorhanden und wir unterst\u00fctzen das Vorhaben gern.\u201c Der CDU-Fraktionsvorsitzende Andreas Wersch sieht in dem Antrag auch einen Anreiz f\u00fcr Gartenbesitzer insektenfreundliche Pflanzen zu vermehren. Flankiert k\u00f6nnte die Verbesserung des Nahrungsangebots auch vom Bau von Insektenhotels werden. Sie bieten unter anderem einigen der rund 550 in Deutschland vorkommenden Wildbienenarten Unterschlupf.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch die Gemeindeverwaltung Kernen will dies aufgreifen: \u201eHinsichtlich des Baus so genannter Insektenhotels wird derzeit mit den \u00f6rtlichen Schulen und mit dem Seniorenrat Kontakt aufgenommen\u201c, lautet eine schriftliche Antwort auf den CDU-Antrag. Die Verwaltung gab aber auch zu, dass sie dies schon im vergangenen Jahr habe machen wollen. Auch die Beamten kommen zum Ergebnis, dass das mangelnde Nahrungsangebot f\u00fcr Bienen auf Streuobstwiesen den R\u00fcckgang der Bienenv\u00f6lker mit verursacht. Die Rathausbeamten klagen allerdings auch, dass selbst die Ausgabe von Obstb\u00e4umen durch die IG Streuobst an St\u00fccklesbesitzer verpufft ist: \u201eDer Aufwand stand in keinem sinnvollen Verh\u00e4ltnis zum Nutzen.\u201c Weil Wildstr\u00e4ucher den Verlust an Bl\u00fctenreichtum und Arten auf den \u201eviel zu fr\u00fch gem\u00e4hten Wiesen\u201c nicht ausgleichen k\u00f6nnen, beabsichtigt die Gemeindeverwaltung, in den kommenden Jahren an unzug\u00e4nglichen Standorten und an H\u00e4ngen, wie in den Gebieten Schalzberg und Lindhaldenwiesen, vermehrt Wildobst anzupflanzen. Die Gemeindeverwaltung sagte zu, die Naturschutz- und Imkerverb\u00e4nde einzubinden, wenn sie das Vorhaben verwirklicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wersch sieht aber noch zus\u00e4tzlichen Handlungsbedarf: \u201eWir haben schon l\u00e4nger beantragt, dass alle Biotope vernetzt werden sollen.\u201c Nach Erkenntnissen von Wersch hat sich in der Hinsicht aber wenig getan. Im Gegenteil, so wurden offenbar illegal mehrere Feuchtbiotope trockengelegt. F\u00fcr deren Renaturierung oder die Neuanlage beantragen die Christdemokraten 5000 Euro. Den Antrag greift die Verwaltung auf: \u201eIn der Tat sollte ein tragf\u00e4higes Konzept zur Biotopvernetzung und zur Renaturierung ehemaliger Feuchtbiotope erarbeitet werden.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Fellbacher Zeitung vom 16.03.2016 \/ Text: Michael K\u00e4fer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr Haushaltsplan stellt CDU im Gemeinderat Antr\u00e4ge zum Naturschutz und findet im Rathaus Zustimmung Einen eigenen Honig hat das Rathaus in Kernen bereits. Deshalb, so k\u00f6nnte man meinen, sollte es um die Honigbienen in Stetten und Rommelshausen eigentlich gut bestellt sein. 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