{"id":4317,"date":"2016-01-24T19:47:08","date_gmt":"2016-01-24T18:47:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4317"},"modified":"2016-01-24T19:47:08","modified_gmt":"2016-01-24T18:47:08","slug":"die-kernener-top-themen-fuer-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2016\/01\/die-kernener-top-themen-fuer-2016\/","title":{"rendered":"Die Kernener Top-Themen f\u00fcr 2016"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Fraktionschefs erkl\u00e4ren ihre kommunalpolitischen Priorit\u00e4ten \u2013 Jede Fraktion nennt drei Schwerpunkte, das Thema Fl\u00fcchtlinge verbindet alle<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Etatentwurf 2016 ist eingebracht, die Beratung der Haushaltsantr\u00e4ge steht in B\u00e4lde an. Wir wollten die drei Schwerpunkte h\u00f6ren, von denen die f\u00fcnf Kernener Ratsfraktionen die Agenda des neuen Jahres bestimmt sehen. Jede Gruppierung setzt kommunalpolitisch die Priorit\u00e4ten anders, doch eines verbindet sie: Die Unterbringung und Integration der Fl\u00fcchtlinge.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Welche Themen sind im neuen Jahr wichtig? UFW-Fraktionschef Hans Dietzel h\u00e4lt das Tagespflegeprojekt in der Seestra\u00dfe in Kombination mit Kindergarten und Sozialstation f\u00fcr ein Top-Thema. Zumal das Land einen Zuschuss gibt. Konkurrenz zu Pflegeangeboten des Hauses Edelberg sieht er nicht, vielmehr eine Erg\u00e4nzung derart, dass ein Seniorenwohnheim etwa eine Demenzstation einrichten k\u00f6nnte, w\u00e4hrend die Gemeinde Tagespflegepl\u00e4tze schafft. Ein auch im Hinblick auf das geplante Fl\u00fcchtlingswohnheim neben dem Bolzplatz zukunftsweisendes Bauvorhaben, findet Dietzel. Er sieht den Bolzplatz als \u201eKontaktbr\u00fccke zu den Fl\u00fcchtlingen\u201c. Es bestehe ein wachsender Markt f\u00fcr Tagespflegepl\u00e4tze, wei\u00dft der Stettener UFW-Sprecher. Er wisse um den Bedarf in seinem Bekanntenkreis mit Angeh\u00f6rigen, die um die 90 Jahre alt sind.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweites Top-Thema f\u00fcr Dietzel ist die Unterbringung und Integration von Fl\u00fcchtlingen in Kernen. Als Gesch\u00e4ftsmann und Vorstandsmitglied im Ortsmarketing Freundliches Kernen will er Firmeninhaber anregen, sich \u00fcber Miniarbeitspl\u00e4tze \u2013 zwei, drei Stunden je Woche \u2013 f\u00fcr Asylbewerber Gedanken zu machen. \u201eDas w\u00e4re auch eine Aufgabe f\u00fcr den K\u00fcmmerer.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Drittes Schwerpunktthema 2016: Die Tulpenstra\u00dfe: \u201eIch hoffe, dass das weitergeht.\u201c Und er h\u00e4lt einen kritischen Blick auf den Gemeindehaushalt, auf Strukur und Inhalte, f\u00fcr angesagt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stiene: Naturschutz kommt immer noch zu kurz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr OGL-Fraktionschef Andreas Stiene sind es der \u00d6ffentliche Personennahverkehr mit Einf\u00fchrung des Expressbusses, das Thema Asyl und, wen wundert\u2019s, der Naturschutz, auf den seine Fraktion 2016 ein wachsames Auge richten will. \u201eWir m\u00fcssen gucken, dass man mit der Einf\u00fchrung des Expressbusses anderes nicht besch\u00e4digt\u201c, so Stiene gestern. Er denke da an die Linie 116 Esslingen\/Bahnhof Endersbach. Wichtig sei auch, dass die Buslinien 211\/212 wegen der Expressbus-Verbindung nicht ausged\u00fcnnt w\u00fcrden. Innovation, Geld und Werbung seien unabdingbar: \u201eEs braucht mehr finanziellen Einsatz f\u00fcr den \u00d6PNV. Auch die Kommune kann da was machen\u201c, verlangt Stiene. \u201eDer Expressbus soll auch in f\u00fcnf Jahren noch gut laufen. Daf\u00fcr muss man etwas tun.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich steht das Thema Asyl bei den Kernener Gr\u00fcnen ganz oben auf der To-Do-Liste. Gut sei, das es jetzt eine Halbtagesstelle im Rathaus gebe. Auch Ebbe K\u00f6gels Idee, erg\u00e4nzend dazu Bufdis in der Fl\u00fcchtlingsbetreuung einzusetzen, bef\u00fcrworte die OGL. Was fehle sei ein Gemeinschaftsraum in der Hangweide, wo etwa Paten mit ihren Sch\u00fctzlingen arbeiten k\u00f6nnten. Die Erstunterbringung in der Hangweide und in der Stettener Kirchstra\u00dfe bek\u00e4men die Kernener ja bislang nur am Rande mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weil Naturschutz aus Sicht der OGL in Kernen ein Aschenputteldasein f\u00fchrt, setzt die Fraktion den dritten Schwerpunkt genau hier. Stichworte sind das Stettener Hochwasserr\u00fcckhaltebecken, der Steg beim Naturdenkmal Sieben Linden und die Interkommunale Gartenschau 2019, die aus OGL-Sicht mehr sein muss als ein touristischer Event, vielmehr eine Plattform, auf der Naturschutz ins Licht der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wersch: Wir zweifeln den Damm in Stetten grunds\u00e4tzlich an<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Fl\u00fcchtlingskrise erzeugt, was ihren kommunalpolitischen Stellwert anbetrifft, Schnittstellen zwischen allen Fraktionen. CDU-Fraktionschef Andreas Wersch geht angesichts einer noch lange nicht erreichten Sollzahl von 300 Menschen f\u00fcr Kernen von einer \u201enicht nur vor\u00fcbergehenden Hallenbelegung\u201c aus. Die lauten Proteste der Eltern gegen eine Belegung der Haldenschulturnhalle zeigten, wie schnell die Stimmung kippen k\u00f6nne. \u201eDem m\u00fcssen wir uns stellen. Die kommunalen Projekte in der Dinkelstra\u00dfe, Bosch-Stra\u00dfe und Seestra\u00dfe werden die Hauptsache sein.\u201c Wenn auf Facebook jetzt erste Vorf\u00e4lle von Diebst\u00e4hlen gepostet werden, m\u00fcsse das Rathaus auch mit diesem Problem umgehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Stettener und Feuerwehrkommandant ist Andreas Wersch vom Damm im Krebenweg noch immer nicht \u00fcberzeugt. Das w\u00e4re Top-Thema Nummer zwei. \u201eWir zweifeln das grunds\u00e4tzlich an. Wir haben ja erlebt, wie der Ort abs\u00e4uft und im Tal gar nichts ist. Mir sind die Theoretiker da zu forsch.\u201c Das Bauwerk im Haldenbachtal, vor allem der Betonauslass, verspreche, ein sch\u00e4dlicher \u201elandschaftspr\u00e4gender Eingriff\u201c zu sein. Deshalb fordere die CDU auch ein Gutachten des Instituts f\u00fcr Wasserwirtschaft in Karlsruhe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Punkt drei: Gemeindehaushalt. Die Folgekosten des B\u00fcrgerhauses stiegen 2016 schon auf 150 000 Euro, wobei er mutma\u00dfe, dass noch nicht alle Personalkosten enthalten sind. \u201eSo sch\u00f6n das ist, wir m\u00fcssen uns fragen: Was k\u00f6nnen wir uns mal leisten, wenn wir anderes schultern m\u00fcssen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Krigis: Hoffe, dass es in der Tulpenstra\u00dfe dieses Jahr los geh<\/strong>t<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch f\u00fcr die SPD steht das Thema \u201eAufnahme und Integration von Fl\u00fcchtlingen\u201c an erster Stelle. Sowohl in der Erst- als auch in der Anschlussunterbringung. \u201eIch denke, das wird uns ordentlich besch\u00e4ftigen. Ich sehe kommen, dass da eine Halle belegt wird\u201c, sagte Hans-Peter Kirgis gestern. Dem SPD-Fraktionschef ist wie auch dem Arbeitskreis Asyl daran gelegen, den gro\u00dfen Aufenthaltstraum in der Unterkunft Kirchstra\u00dfe zu erhalten, so dass bei neuen Zuweisungen zwingend nach Alternativstandorten Ausschau gehalten werden m\u00fcsse. In der Hangweide werde das Fehlen eines Gemeinschaftsraums von den Ehrenamtlichen im Arbeitskreis l\u00e4ngst beklagt. Hier sei noch etwas zu tun.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Hans-Peter Kirigs ebenso wichtig ist aber die rasche Erschlie\u00dfung des Gebiets Tulpenstra\u00dfe. Er glaube nicht, dass sie die Familie Schert vom B\u00fcrgermeister, der sie \u00f6ffentlich als \u201egeh\u00e4ssig\u201c bezeichnet hatte, unter Druck setzen l\u00e4sst. \u201eAber es fehlt eben noch ein St\u00fcckle. Die sind sich ja auch innerhalb der Familie nicht einig.\u201c Punkt drei f\u00fcr die Genossen ist das Projekt Tagespflege. Das Thema werde immer wichtiger. \u201eIch sehe den Bedarf. Ich habe es in der eigenen Familie erlebt, wie hilflos man ist.\u201c Es sei wie bei der Kinderbetreuung: Wenn man anbietet, sei der Bedarf da. Tageweise Hilfe als Entlastung bei der Betreuung Pflegebed\u00fcrftiger halte er f\u00fcr n\u00f6tig und zukunftsweisend.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>K\u00f6gel: Beim PFB ganz oben steht die B\u00fcrgerbeteiligung<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">PFB-Gemeinderat Ebbe K\u00f6gel macht sich f\u00fcr mehr B\u00fcrgerbeteiligung stark: Einf\u00fchrung eines Ratsinformationssystems, in dem die Sitzungsunterlagen den B\u00fcrgerinnen eine Woche vor der Sitzung bzw. die Protokolle unmittelbar nach der Sitzung online zur Verf\u00fcgung gestellt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der Ausbau des \u00d6PNV und der Barrierefreiheit ist K\u00f6gels Top-Thema 2016. \u201eAm 1. Dezember startet die Expressbuslinie Waiblingen-Esslingen. Das ist die Chance f\u00fcr unsere Gemeinde, den \u00d6PNV auszubauen. Auch mit mehr Fahrtenpaaren auf der Linie 116 sowie der Herstellung der Barrierefreiheit auf den Bahnh\u00f6fen Stetten-Beinstein und Rommelshausen und im Bus- und Fu\u00dfg\u00e4ngerverkehr\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie die anderen Fraktionen steht die Fl\u00fcchtlingsunterbringung neben dem Bau von Sozialwohnungen auf K\u00f6gels Rangliste ganz oben. \u201eF\u00fcr Menschen mit kleinem Geldbeutel brauchen wir mehr Sozialwohnungen. Ebenso f\u00fcr die Unterbringung von Fl\u00fcchtlingen und Vertriebenen.\u201c Deshalb m\u00fcssten verschiedenste Modelle f\u00fcr den Sozialen Wohnungsbau \u00fcberlegt werden. Bis hin zum Bau von Hochh\u00e4usern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 23.01.2016 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fraktionschefs erkl\u00e4ren ihre kommunalpolitischen Priorit\u00e4ten \u2013 Jede Fraktion nennt drei Schwerpunkte, das Thema Fl\u00fcchtlinge verbindet alle Der Etatentwurf 2016 ist eingebracht, die Beratung der Haushaltsantr\u00e4ge steht in B\u00e4lde an. Wir wollten die drei Schwerpunkte h\u00f6ren, von denen die f\u00fcnf Kernener Ratsfraktionen die Agenda des neuen Jahres bestimmt sehen. 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