{"id":4148,"date":"2015-08-21T21:52:31","date_gmt":"2015-08-21T20:52:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4148"},"modified":"2015-09-02T21:54:41","modified_gmt":"2015-09-02T20:54:41","slug":"aus-pflichtgefuehl-reingeschlittert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2015\/08\/aus-pflichtgefuehl-reingeschlittert\/","title":{"rendered":"Aus Pflichtgef\u00fchl \u201ereingeschlittert\u201c"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 20.08.2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Kernener SPD-Fraktionschef Hans-Peter Kirgis ist 60 geworden und zieht entspannt Bilanz \/ Zeitfresser Kommunalpolitik<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMan schlittert da rein\u201c, sagt Hans-Peter Kirgis. Der Kernener SPD-Fraktionschef ist 60 geworden, eine Gelegenheit, den Blick zu wenden auf seine jetzt 14 Jahre im Gemeinderat. Den Zeitaufwand habe er massiv untersch\u00e4tzt, bekennt Kirgis. Sein Mandat begann mit Sparrunden. Keiner ahnte, dass Kernen zehn Jahre sp\u00e4ter auf Millionen sitzen w\u00fcrde. Die Spar-Kreativit\u00e4t damals h\u00e4lt Kirgis aber f\u00fcr vorbildlich.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Stettener Hans-Peter Kirgis konnte sich anl\u00e4sslich seines runden Geburtstages vor Gl\u00fcckw\u00fcnschen kaum retten. Das Private hatte ausnahmsweise mal Vorrang. Gemeinderat, Fraktionsvorsitz, Gremienarbeit, Veranstaltungen und ein zeitaufwendiger Job als Fachbereichsleiter mit 35 Mitarbeitern im Kreisjugendamt lassen dem Mann bis aufs Radeln am Wochenende mit seiner Frau kaum Luft. Als Kirgis 2001 als Nachfolger von SPD-Fraktionsmitglied Sabine Rocholl-Kaufmann ins Gremium nachr\u00fcckte, wusste der Pflichtmensch schon, was ihm das Mandat an Einsatz abverlangen w\u00fcrde. Er war im Stettener Ortsjugendring aktiv gewesen und diente dem Partnerschaftsverein Stetten-St. Pierre d\u2019Albigny zehn Jahre lang als Vorsitzender. \u201eDie Kr\u00f6nung ist der Gemeinderat, das ist am zeitintensivsten\u201c, sagt ein entspannter Hans-Peter Kirgis, nicht ohne bescheidenen Respekt vor sich selbst: \u201eWir sind auf Leute angewiesen, die sich einbringen. Sonst k\u00f6nnte man keine 22 Gemeinder\u00e4te zusammenkriegen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 2002 hat der Mann das SPD-Parteibuch und ist damit heute einer von drei Parteisoldaten in der Fraktion. Seit zehn Jahren steht er an ihrer Spitze. \u201eIch habe die Zeit erlebt, als die Kernener Haushaltslage nicht so rosig war wie heute. Wir haben in der Haushaltsstrukturkommission um 100- Euro-Betr\u00e4ge gefeilscht.\u201c Kirgis erinnert sich gut, wie der beispiellose ehrenamtliche Einsatz im Flecken auch aus diesen mageren Jahren herr\u00fchrt. \u201eDamals war man sehr kreativ. Es gab pl\u00f6tzlich Brunnenpatenschaften. Es war gar nicht schlecht, das b\u00fcrgerschaftliche Engagement zu f\u00f6rdern, da ist Kernen ja eh vorbildlich. Es ist ein Wahnsinn, was da geleistet wird.\u201c<br \/>\nGutes Einvernehmen mit den gro\u00dfen Fraktionen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Beobachtern entgeht nicht, dass unter Kirgis als Fraktionschef der Schulterschluss mit den zwei gro\u00dfen Ratsfraktionen CDU und UFW trotz Differenzen, etwa bei der Schulentwicklung, gut funktioniert. Die j\u00fcngste Haushaltsrede trug eine gemeinsame Handschrift. \u201eBei den gro\u00dfen Themen stimmt die Marschrichtung\u201c, best\u00e4tigt Kirgis, \u201ebei den Haushaltsantr\u00e4gen bewegen wir uns in dieselbe Richtung.\u201c Man habe in Kernen in den zur\u00fcckliegenden Jahren \u201eunheimlich viel erreicht. Wenn ich die Baut\u00e4tigkeit anschaue, ist das gigantisch. Wir haben \u00f6ffentliche Einrichtungen geschaffen, ohne einen Cent aufzunehmen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr den Sozialdemokraten ist es unstrittig, dass das Rathaus k\u00fcnftig kleinere Br\u00f6tchen backen muss: \u201eJetzt geht es um die Unterhaltung und Stra\u00dfenbauprojekte wie die Friedrichstra\u00dfe.\u201c Nachdem Kernen in der Kinderbetreuung ein Angebot geschaffen hat, das keinen Vergleich mit den benachbarten Gro\u00dfen Kreisst\u00e4dten scheuen muss, steht f\u00fcr die SPD in den n\u00e4chsten Jahren die kommunale Schulentwicklung im Fokus. \u201eDa sind wir noch lange nicht am Ende\u201c, sagt der 60-j\u00e4hrige Kirgis. \u201eEs war f\u00fcr mich bitter, den Beschluss mittragen zu m\u00fcssen, dass Kernen sich von der Werkrealschule verabschieden muss. Unser Augenmerk m\u00fcssen wir k\u00fcnftig auf die Ganztagesbetreuung an den beiden Grundschulen richten. Die Ganztagesbetreuung wird kommen, davon bin ich \u00fcberzeugt. Das ist ein ganz klarer Standortvorteil.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Karl-Mauch-Schule h\u00e4tte daf\u00fcr die R\u00e4umlichkeiten. Ob die Rumold-Realschule mit stabilen Anmeldezahlen auf Dauer ohne Ganztagesbetrieb und damit eine Mensa auskommen kann, ist f\u00fcr Hans-Peter Kirgis die Gretchenfrage, \u00fcber die Verwaltung und Gemeinderat ergebnisoffenen diskutieren sollten. \u201eDie Gemeinschaftsschule ist nach wie vor unser Ziel\u201c, pocht der SPD-Mann. Das Thema sei aber nicht brennend und auch noch nicht mehrheitsf\u00e4hig im Rathaus. Aber das k\u00f6nne sich \u00e4ndern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Manche Argumente gegen Fl\u00fcchtlingsheime nerven ihn<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schwabe wird mit 40 gscheit. Mit 60 und einem Rucksack voll Erfahrungen darf er die Welt ruhig etwas gelassener sehen. Trotzdem gibt es politische Meinungen, die Hans-Peter Kirgis fassungslos machen und aufbringen, etwa bestimmte Argumente gegen Asylbewerberheime im Ort. \u201eNat\u00fcrlich sind die Menschen anders als wir, aber die m\u00fcssen nicht schlechter sein. Nur wenn sie im gewachsenen Ort wie in der Dinkelstra\u00dfe in Stetten leben, k\u00f6nnen wir die Leute auch integrieren. Wir brauchen junge Menschen. Wir sollten die Chance nutzen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gemeinde Kernen stehe in der Verpflichtung, Fl\u00fcchtlinge unterzubringen. Hilfe, so Kirgis, k\u00f6nnten Menschen, die aus dem Balkan kommen, auch in ihren Heimatl\u00e4ndern erhalten, so dass hier der Migrationsdruck nachlassen k\u00f6nnte. Er verstehe die Sorgen von Anwohnern in Kernen. Er sage aber voraus, \u201edass es in der Robert-Bosch-Stra\u00dfe eine L\u00f6sung geben wird, mit denen beide Seiten leben k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 20.08.2015 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 20.08.2015 Der Kernener SPD-Fraktionschef Hans-Peter Kirgis ist 60 geworden und zieht entspannt Bilanz \/ Zeitfresser Kommunalpolitik \u201eMan schlittert da rein\u201c, sagt Hans-Peter Kirgis. Der Kernener SPD-Fraktionschef ist 60 geworden, eine Gelegenheit, den Blick zu wenden auf seine jetzt 14 Jahre im Gemeinderat. Den Zeitaufwand habe er massiv untersch\u00e4tzt, bekennt Kirgis. 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