{"id":4130,"date":"2015-07-12T20:25:58","date_gmt":"2015-07-12T19:25:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4130"},"modified":"2015-07-28T20:29:50","modified_gmt":"2015-07-28T19:29:50","slug":"stettener-hochwasserdamm-vertagt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2015\/07\/stettener-hochwasserdamm-vertagt\/","title":{"rendered":"Stettener Hochwasserdamm vertagt"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 11.07.2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zu viele offene Fragen lassen den Kernener Gemeinderat zaudern \/ Dammh\u00f6he k\u00f6nnte sich um 2,60 Meter vermindern<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Entscheidung zum geplanten Hochwasserr\u00fcckhaltebecken hinterm Stettener Krebenweg hat der Gemeinderat vertagt. Vor allem die Diakoniequellen in den Brunnenwiesen und die fr\u00fchere Hausm\u00fclldeponie, die im k\u00fcnftigen R\u00fcckhaltebecken liegt, bereiten den R\u00e4ten Sorgen. Dabei zeigen neue Berechnungen, dass sich die urspr\u00fcngliche Dammh\u00f6he ohne Qualit\u00e4tsverlust um bis 2,60 mindern lie\u00dfe. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie berichtet beabsichtigt die Gemeindeverwaltung, den Hochwasserschutz in Stetten auf ein statistisches Extremereignis auszulegen: Ein 100-j\u00e4hrliches Hochwasser (HQ 100), das rein rechnerisch ein Mal in 100 Jahren auftritt. Es entspricht dem dann h\u00f6chst gemessenen Hochwasserstand. Laut Dipl.-Ingenieur Stefan Kr\u00e4mer vom Laufener B\u00fcro Zink Ingenieure, der im Gemeinderat das Ergebnis seiner hydraulischen Berechnungen vorlegte, ist mit dem neuen Wassergesetz dieser hohe Schutzstandard f\u00fcr die Wasserwirtschaftsplanung ma\u00dfgebend, eine Art DIN-Norm. Der Gemeinderat hatte sich 2013 zur Ert\u00fcchtigung des Dammwerks am Krebenweg auf die Variante 3K verst\u00e4ndigt. Sie sieht eine Erh\u00f6hung des Walls gegen\u00fcber der bestehenden Dammkrone um 4,20 Meter vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Heissenberger: Vorrang f\u00fcr Retensionsfl\u00e4chen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gemessen am tiefsten Punkt des Krebenwegs w\u00fcrde die k\u00fcnftige Dammkrone sogar um 6,70 Meter h\u00f6her als derzeit. Den Riegel, der sich so quer durchs Haldenbachtal z\u00f6ge, halten viele Gemeinder\u00e4te f\u00fcr einen nicht nur optisch unzumutbaren Eingriff in die Bachlandschaft. Aber sie stellen auch Fragen nach der Notwendigkeit. Etwa Helmut Heissenberger (CDU) und Ebbe K\u00f6gel (PFB), die den Vorrang von Retensionsfl\u00e4chen, wie es sie drau\u00dfen bei den Esslinger Fischteichen g\u00e4be, gegen\u00fcber einem Hochwasserr\u00fcckhaltebecken betonen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tats\u00e4chlich zeigen Stefan Kr\u00e4mers Berechnungen aber bereits einen erfreulichen Fortschritt gegen\u00fcber dem Horrorszenario der Variante 3K. Dies ohne Abstriche bei der Leistungsf\u00e4higkeit. Die daraus abgeleitete Empfehlung der Gemeinde lautet erstens, den Wasserdurchlauf unterm Damm bei Starkregen von bislang zwei bis f\u00fcnf Kubikmetern pro Sekunde auf k\u00fcnftig \u00fcber f\u00fcnf Kubikmeter zu erh\u00f6hen. Der Regler schlie\u00dft den Bachdurchlauf, sobald mehr als f\u00fcnf Kubikmeter Wasser unter dem Damm durchschie\u00dfen \u2013 mit der Folge, dass das urspr\u00fcnglich auf 123 000 Kubikmeter angesetzte R\u00fcckhaltevolumen des Damms um 40 000 Kubikmeter verringert werden kann. Die Dammkrone lie\u00dfe um einen Meter absenken. N\u00e4hme man eine zweite Option hinzu, bei der das im Extremfall an der Dammkrone \u00fcberlaufende Regenwasser nicht in einer schmalen Rinne, sondern auf der ganzen Breite des Bauwerks (\u00fcberstr\u00f6mender Damm) in Richtung Stetten abfl\u00f6sse, lie\u00dfe sich die Dammh\u00f6he um weitere 1,60 Meter reduzieren. In der Summe minderte sich die Dammh\u00f6he also um 2,60 Meter. Stefan Kr\u00e4mer ist wichtig, dass sich das R\u00fcckhaltebauwerk optimal in die Landschaft einf\u00fcgt. Damit f\u00fcr Fu\u00dfg\u00e4nger der Blickkontakt bachaufw\u00e4rts ungest\u00f6rt fortbestehen kann, r\u00e4t er, den Krebenweg auf die Dammkrone zu versetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das angedachte Hochwasserr\u00fcckhaltebecken muss als Bestandteil eines umfassenden Pakets gesehen werden. Denn die von Kr\u00e4mer vorgelegte Karte, die verbleibende \u00dcberschwemmungsgebiete nach der Erh\u00f6hung des Damms in der Extremvariante 3K darstellt, zeigt sehr drastisch die \u00dcberflutungsgefahr, die auch vom zuflie\u00dfenden Hardtwiesenbach ausgeht. Entlang der Gr\u00fcnstorstra\u00dfe und unterhalb der Klosterstra\u00dfe st\u00fcnden bei einem HQ-100-Hochwasser etliche Fl\u00e4chen unter Wasser. Auch hier sind Ma\u00dfnahmen notwendig, etwa die \u00d6ffnung des Einlaufs in die Hardtwiesenbach-Dole, der nicht ausreichend gro\u00dfe Wassermassen aufnehmen kann. Auch das Ausr\u00e4umen der Sole und der Aufstau im Regenr\u00fcckhaltebecken Katzen sind Optionen. Dipl.-Ing. Stefan Kr\u00e4mer betonte, um verl\u00e4sslichen Hochwasserschutz f\u00fcr Stetten zu erreichen, brauche es sowohl im Haldenbach als auch im Hardtwiesenbach einen \u201eGew\u00e4sserausbau\u201c. Nicht zu vergessen die privaten Objektschutzma\u00dfnahmen der Stettener Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>100 Hektar in Stetten sind versiegelt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur die Bachzufl\u00fcsse k\u00f6nnen bei Starkregen Hochwasser erzeugen. Auch die Fl\u00e4chenversiegelung innerorts tr\u00e4gt zum \u00dcberschwemmungsrisiko bei. Der Stettener Experte Hans Peter Ruf hat einmal nachgerechnet, dass im Flecken durch Hausd\u00e4cher, Hofeinfahrten und Stra\u00dfen rund 100 Hektar dauerhaft wasserundurchl\u00e4ssig sind. Von dort schie\u00dft das Regenwasser in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von 16 Kbm pro Sekunde in den Haldenbach, die Kanalisation \u2013 und im Extremfall in die Keller. \u201eIm Gegensatz zu den 5 Kubikmetern pro Sekunde im Bach kommt diese Menge sofort.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr OGL-Fraktionschef Andreas Stiene wie auch zahlreiche Ratskollegen sind noch viele Fragen unbeantwortet. Es werde ja immer wieder bem\u00e4ngelt, dass die Bachl\u00e4ufe nicht frei sind. Es gelte hier, die Fl\u00e4chen zu \u00f6ffnen. Was die fr\u00fchere Hausm\u00fclldeponie im hinteren Haldenbachtal betrifft, m\u00fcsse gekl\u00e4rt werden, wie sich eine Nutzungs\u00e4nderung hier auswirken k\u00f6nnte. F\u00fcr CDU-Fraktionschef Andreas Wersch sind die Quellen der Diakonie in den Brunnenwiesen, die 30 Prozent ihres Wasserbedarfs deckt, h\u00f6chst schutzw\u00fcrdig. Bereits beim Hochwasser im April 1994 habe die Bef\u00fcrchtung geherrscht, dass diese wichtigen Quellen gef\u00e4hrdet seien, so der Kernener Feuerwehrkommandant. \u201eAber angeblich macht der Wasserspiegel einen Bogen darum herum. Ist das so?\u201c. Stefan Kr\u00e4mer musste einr\u00e4umen, dass er sich mit diesen Detailfragen noch nicht befasst hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle:\u00a0WKZ vom 11.07.2015 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger <\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 11.07.2015 Zu viele offene Fragen lassen den Kernener Gemeinderat zaudern \/ Dammh\u00f6he k\u00f6nnte sich um 2,60 Meter vermindern Eine Entscheidung zum geplanten Hochwasserr\u00fcckhaltebecken hinterm Stettener Krebenweg hat der Gemeinderat vertagt. Vor allem die Diakoniequellen in den Brunnenwiesen und die fr\u00fchere Hausm\u00fclldeponie, die im k\u00fcnftigen R\u00fcckhaltebecken liegt, bereiten den R\u00e4ten Sorgen. 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