{"id":4097,"date":"2015-06-15T07:01:31","date_gmt":"2015-06-15T06:01:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4097"},"modified":"2015-06-14T21:43:18","modified_gmt":"2015-06-14T20:43:18","slug":"bauherr-goennenwein-beisst-auf-granit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2015\/06\/bauherr-goennenwein-beisst-auf-granit\/","title":{"rendered":"Bauherr G\u00f6nnenwein bei\u00dft auf Granit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 12.06.2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zumindest im Kernener Bauausschuss f\u00e4llt sein Baugesuch durch, obwohl er f\u00fcr seinen Aussiedlerhof im Gewann Schaf\u00e4cker eine neue Planung vorlegte<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwar hat Bauherr G\u00f6nnenwein sein strittiges Aussiedlerprojekt in den R\u00f6mer Schaf\u00e4ckern modifiziert, so dass der Au\u00dfenbereich etwas st\u00e4rker geschont wird. Doch der Bauausschuss verwirft auch diese Planung. Aus Kernener Sicht ist noch zu vieles ungekl\u00e4rt. \u201eSo, jetzt warten wir die n\u00e4chsten Schritte des Landwirtschaftsamtes ab\u201c, sagt Beigeordneter Schaal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Neubau von Pferdeboxen, einer Sattelkammer, zweier Hallen sowie eines zweigeschossigen Wohnhauses beim bestehenden Schafhof ist f\u00fcr die Kernener Gemeinder\u00e4te auch in der neuen Variante nicht akzeptabel.<!--more--> Landschaftsg\u00e4rtner Ralf G\u00f6nnenwein hatte im Benehmen mit dem Landratsamt, das die jetzige Planung guthei\u00dft, im Rathaus ein neues Baugesuch eingereicht. Die urspr\u00fcngliche lange Halle parallel zur Schafscheuer entf\u00e4llt. An ihrer Stelle sollen zwei kleinere Geb\u00e4ude entstehen: eine Maschinenhalle und eine Halle zur Lagerung von Futter, Heu und Stroh. \u00d6stlich davon, durch Parkpl\u00e4tze abgetrennt, plant G\u00f6nnenwein jetzt sein Wohnhaus, das somit nach Westen r\u00fcckt. \u00d6stlich der Stromleitung f\u00e4nden nur noch ein Retentionsteich und eine Kleinkl\u00e4ranlage Platz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Kernener Bauamt, das den Gemeinder\u00e4ten empfiehlt, dem \u00fcberarbeiteten Baugesuch das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen, beurteilt das Ergebnis dieser Neuplanung wohlwollend: \u201eDie Bebauung erfolgt nun kompakter und konzentriert auf die westlichen Teilfl\u00e4chen das Grundst\u00fccks.\u201c Dies trifft den Tenor, mit dem auch der erste Landesbeamte des Rems-Murr-Kreises, Bernd Friedrich, die Konzeption lobt. In einer Stellungnahme ans Rathaus vom April steht zu lesen, \u201edas umplante und reduzierte Vorhaben trage nun dem rechtlichen Grundsatz der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Schonung des Au\u00dfenbereichs Rechnung, indem das Wohnhaus in den Bereich westlich der Stromleitung ger\u00fcckt wurde.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zw\u00f6lf Pferdeboxen in zwei Geb\u00e4uden<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht ge\u00e4ndert haben sich die Standorte f\u00fcr Stall und Stattelkammer. Die geplanten acht Pferdeboxen mit Sattelkammer stehen an der Westseite in Richtung Ehmann-Scheuer. Den alten Unterstand am Erschlie\u00dfungsweg will G\u00f6nnenwein weiterhin zu einem Pferdestall mit vier Boxen umbauen, so dass sein Aussiedlerhof k\u00fcnftig Platz f\u00fcr zw\u00f6lf Pferde h\u00e4tte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Kernener Bauausschuss st\u00f6\u00dft das Vorhaben, das offenbar auch die unmittelbaren Anlieger beunruhigt, die um Einschr\u00e4nkungen bei der Bewirtschaftung ihrer Obstplantagen f\u00fcrchten, nach wie vor auf erbitterten Widerstand. Das Misstrauen gilt nicht nur inhaltlichen und baurechtlichen Fragen, sondern entz\u00fcndet sich an der Methode, mit der G\u00f6nnenwein sein Baugesuch auf den Weg brachte. OGL-Fraktionschef Andreas Stiene sagte, er habe immer noch die Hoffnung, \u201edass sich das Vorhaben in Luft aufl\u00f6sen wird. Ich finde immer noch, dass es da nicht mit rechten Dingen zuging.\u201c Das Kernener Bauamt war, wie Beigeordneter Horst Schaal neulich im Gemeinderat beklagte, in das Planungsverfahren am Anfang nicht eingebunden, was nach den Ausf\u00fchrungen des stellvertretenden Chefs des Landwirtschaftsamts, Dr. Thomas Weiler, eher ungew\u00f6hnlich ist. Das Rathaus hatte offenbar auch keine Stellungnahmen der Baurechtsbeh\u00f6rde in Schriftform erhalten. Im Bauausschuss lie\u00df das den Verdacht aufkommen, dass etwas nicht in Ordnung sei.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Andreas Wersch: Dr. Weilers Vortrag warf viele Fragen auf<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dem Gemeinderat geht es in erster Linie um den Schutz des Au\u00dfenbereichs. Dies bei einem Projekt, das an G\u00f6nnenweins Schafscheuer andockt. Derzeit weidet der Landschaftsg\u00e4rtner, so sagt er, rund 70 Schafe in Rommelshausen. Andreas Wersch, der betonte, er kenne den Bauherren gar nicht und gebe nur Bedenken weiter, die Anrainer dem Gemeinderat zutr\u00fcgen, hakte in strittigen Punkten nach. Stichwort Obstplantagen: Umliegende Bewirtschafter f\u00fcrchten, sie d\u00fcrften auf ihren Anlagen aus R\u00fccksicht auf die Pferde keine Spritzbr\u00fche mehr ausbringen, sie seien also nicht mehr nutzbar. Beigeordneter Horst Schaal stellte klar, dass es Sonderabst\u00e4nde zu Obstbauanlagen nicht gibt. Die baurechtlichen Abst\u00e4nde w\u00fcrden im Baugesuch eingehalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus Werschs Sicht hat Dr. Weilers Vortrag zum Thema Privilegierung landwirtschaftlicher Betriebe neulich ohnehin nicht nur Klarheit geschaffen, sondern auch viele Fragen aufgeworfen. So stellt Wersch infrage, dass die Schafhaltung f\u00fcr eine Privilegierung ausreiche. Schaal: \u201eWie viele im Schafstall stehen, wissen wir nicht, aber, wie Dr. Weiler ja sagte, reicht auch ein Schaf.\u201c Wersch wandte ein, auch die Biokl\u00e4ranlage bereite Probleme. Die Unterlieger bef\u00fcrchteten, bei \u00dcberlauf flie\u00dfe die G\u00fclle auf ihre Obstanlage. Andere w\u00fcrden dagegen verpflichtet, ihre Kl\u00e4ranlage anzuschlie\u00dfen. Schaal stellte klar, er m\u00fcsse zun\u00e4chst einmal unterstellen, dass das Wasserwirtschaftsamt dies gepr\u00fcft habe. Andreas Wersch entgegnete spitz: \u201eZwischen Anspruch und Wirklichkeit ist oft ein gravierender Unterschied.\u201c Schaal r\u00e4umte ein, \u201ewenn objektiv die M\u00f6glichkeit besteht, an das Kanalnetz anzuschlie\u00dfen, dann wird angeschlossen. Dann sind aber auch Erschlie\u00dfungsbeitr\u00e4ge f\u00e4llig.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Beigeordneter Schaal: Verursacher muss f\u00fcr die Kosten aufkommen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ernst Maile (UFW) sorgt sich um die Erschlie\u00dfung des Anwesens, ein Feldweg, der durch die Baufahrzeuge besch\u00e4digt werden k\u00f6nne. Wer zahle dann? Schaal: \u201eWir m\u00fcssen eine vertragliche Regelung vor der Baugenehmigung machen: Der Verursacher muss f\u00fcr die Kosten aufkommen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Bauausschuss lehnte G\u00f6nnenweins Baugesuch einstimmig ab. Nachdem das Landratsamt den Kompromiss f\u00fcr genehmigungsf\u00e4hig h\u00e4lt, wird es aller Voraussicht nach das fehlende gemeindliche Einvernehmen durch Kernen ersetzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Bis vor Gericht?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Ball liegt jetzt im Feld der Baurechtsbeh\u00f6rde in Waiblingen, die sich bisher hinter G\u00f6nnenweins Baugesuch stellt. Sollte sie das fehlende gemeindliche Einvernehmen ersetzen, m\u00fcsste Kernen widersprechen, sofern es die baurechtliche Begr\u00fcndung des Landratsamtes nicht akzeptiert. \u00dcber einen Widerspruch w\u00fcrde dann vom \u00fcbergeordneten Regierungspr\u00e4sidium entschieden. \u201eDann m\u00fcsste man die aufschiebende Wirkung zu Ende spielen bis zum Gerichtstermin\u201c, sagt Bauamtschef Horst Schaal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: WKZ vom 12.06.2015 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 12.06.2015 Zumindest im Kernener Bauausschuss f\u00e4llt sein Baugesuch durch, obwohl er f\u00fcr seinen Aussiedlerhof im Gewann Schaf\u00e4cker eine neue Planung vorlegte Zwar hat Bauherr G\u00f6nnenwein sein strittiges Aussiedlerprojekt in den R\u00f6mer Schaf\u00e4ckern modifiziert, so dass der Au\u00dfenbereich etwas st\u00e4rker geschont wird. Doch der Bauausschuss verwirft auch diese Planung. 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