{"id":4021,"date":"2015-03-15T12:29:28","date_gmt":"2015-03-15T11:29:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=4021"},"modified":"2015-03-29T23:43:44","modified_gmt":"2015-03-29T22:43:44","slug":"bahn-sieht-fuer-umbau-keine-pflicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2015\/03\/bahn-sieht-fuer-umbau-keine-pflicht\/","title":{"rendered":"Bahn sieht f\u00fcr Umbau keine Pflicht"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 14.03.2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Regionaldirektorin Schelling hat sich zur Bahnsteigbesichtigung angek\u00fcndigt und damit eine Einladung des Landtagsabgeordneten Jochen Hau\u00dfmann nach Kernen angenommen. Ob danach die S-Bahn-Station schneller barrierefrei wird, bleibt weiter unklar.<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die unfalltr\u00e4chtige 30-Zentimeter-L\u00fccke zwischen Bahnsteigkante und S-Bahn-Einstieg am Bahnhof Rommelshausen ist Jochen Hau\u00dfmann l\u00e4nger schon ein Dorn im Auge. Das ist allgemein bekannt &#8211; auch dem Verkehrsministerium. In mittlerweile zwei Landtagsanfragen hat der FDP-Abgeordnete aus Rommelshausen von der Landesregierung erfahren wollen, wann endlich der Bahnsteig um 20 Zentimeter angehoben wird, damit auch weniger mobile Fahrg\u00e4ste bequem und gefahrenfrei in die S-Bahn kommen. Ein konkretes Umbaudatum kennt Hau\u00dfmann trotz aller politischer Vorst\u00f6\u00dfe nach wie vor nicht.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun hat sich S-Bahn-Stammkunde Hau\u00dfmann (Eigenbeschreibung), nachdem er beim Verkehrsminister nicht weiterkommt, auf den Verband Region Stuttgart (VRS) eingeschossen. Dieser trage \u201ehier genauso Verantwortung wie die Bahn f\u00fcr die jahrelange Verz\u00f6gerung\u201c. Auch auf den VRS m\u00fcsse der Druck erh\u00f6ht werden, teilte er zusammen mit einer Einladung an die Regionaldirektorin Nicola Schelling zu einem Vor-Ort-Termin mit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese hat umgehend zugesagt. Als f\u00fcr die S-Bahn zust\u00e4ndige Regionaldirektorin wolle sie die Verantwortung \u201eim Sinne der Fahrg\u00e4ste\u201c wahrnehmen, begr\u00fcndet Schelling ihr Kommen. Die Regionaldirektorin hat ihrer grunds\u00e4tzlichen Zusage zu einer Bahnsteigbesichtigung in Rommelshausen eine ausf\u00fchrliche Stellungnahme beigef\u00fcgt, die unserer Zeitung vorliegt. Bei genauer Betrachtung gibt diese allerdings wenig Hoffnung, dass die Bahnsteige demn\u00e4chst mit einem neuen Belag auf eine H\u00f6he von 96 Zentimeter gebracht werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die VRS-Chefin scheint weniger auf eine bauliche L\u00f6sung zu setzen als auf eine verkehrstechnische. Sie verweist auf die neuen S-Bahn-Z\u00fcge des Typs ET 430. Diese verf\u00fcgten \u00fcber Rampen und Schiebetritte und br\u00e4chten \u201eeine deutliche Verbesserung\u201c. Die Schiebetritte sind derzeit wegen technischer M\u00e4ngel allerdings nicht einsatzf\u00e4hig. Schelling ist dennoch \u00fcberzeugt, dass sich die Einstiegsituation in Stationen mit Au\u00dfenbogen wie in Rommelshausen \u201eerheblich\u201c verbessern wird, wenn eine technische L\u00f6sung gefunden ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weniger mobile S-Bahn-Fahrg\u00e4ste werden die S-Bahn-Stationen Rommelshausen oder auch Stetten-Beinstein, wo die Situation \u00e4hnlich ist, wohl weiterhin meiden m\u00fcssen. Beziehungsweise sie lassen sich vom Lokf\u00fchrer oder von Mitfahrern beim Einsteigen helfen. Dass diese Situation nicht tragbar ist, haben die Landkreise und die Deutsche Bahn bereits vor \u00fcber 20 Jahren festgestellt. 1994 beschlossen beide Seiten den \u201e5. S-Bahn-Ausbauvertrag\u201c, laut dem Bahnh\u00f6fe behindertengerecht nachger\u00fcstet werden sollen. Der Vorsatz ist bis heute nicht in s\u00e4mtlichen Bahnh\u00f6fen umgesetzt worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kreis hinkt Entwicklung hinterher<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schelling deutet an, warum es gerade im Kreis nicht schnell genug vorangegangen sein k\u00f6nnte: \u201eDer Rems-Murr-Kreis ist dem Vertrag als Letzter beigetreten, so dass hier die letzten Stationen noch ausstehen\u201c, hei\u00dft es dazu in ihrer Stellungnahme. Im Vertrag, sollte er einmal komplett umgesetzt sein, ist allerdings nur der Einbau von Rampen, Aufz\u00fcgen oder Blindenleitsystemen geregelt, nicht aber die Anhebung der Bahnsteige auf ein barrierefreies Niveau. Das w\u00e4re erst der n\u00e4chste Schritt. Wie das Ziel der vollst\u00e4ndigen Barrierefreiheit letztendlich erreicht werden soll, ist nach der derzeitigen Rechts- und Finanzlage unklar. Die Regionaldirektorin spricht von einem Konzept, das noch im Laufe des Jahres gemeinsam mit der Bahntochter Station &amp; Service erstellt werden soll.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was ist von der Deutschen Bahn zu erwarten? Sie f\u00fchlt sich laut ihrer Internetseite durchaus verpflichtet, \u201eden Zugang zum System Bahn f\u00fcr alle Nutzer vollumf\u00e4nglich herzustellen\u201c. Angef\u00fchrt werden unter anderem die UN-Behindertenrechtskonvention und einige technische Vorschriften. Das Zieldatum ist auf 2020 angelegt. Hetzen lassen will sich die Bahn jedoch nicht. Auf Anfrage teilt eine Sprecherin mit: \u201eEine Rechtsverpflichtung zum barrierefreien Umbau bestehender Bahnsteige ohne Renovierungsbedarf besteht nicht.\u201c Zu erneuernde Bahnsteige w\u00fcrden nach den heute g\u00fcltigen Regeln barrierefrei umgebaut. Soll hei\u00dfen, solange der Bahnhof baulich in Schuss ist, muss Barrierefreiheit warten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Angaben der DB-Sprecherin erf\u00fcllt derzeit rund ein Drittel aller Stationen bundesweit alle Merkmale der Barrierefreiheit. Unter den derzeitigen Randbedingungen kommen nach ihrer Aussage j\u00e4hrlich etwa 100 barrierefrei umgebaute Stationen dazu. Die Kosten f\u00fcr den Umbau tragen die Bahn und der Bund. Aber man zeigt sich bei der Bahn auch f\u00fcr Sponsoren offen: \u201eDurch eine Komplementfinanzierung der L\u00e4nder und Kommunen k\u00f6nnen der Umfang der Ma\u00dfnahmen erh\u00f6ht bzw. auch einzelne Ma\u00dfnahmen beschleunigt werden\u201c, erg\u00e4nzt die Sprecherin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass Kommunen die Kosten komplett \u00fcbernehmen, um den Umbau zu beschleunigen, ist der Bahn hingegen noch nicht untergekommen. Teilweise w\u00fcrden einzelne Aufz\u00fcge, Rampen oder ein Wetterschutz von Kommunen finanziert. Auch Schadenersatzklagen scheint die Bahn nicht bef\u00fcrchten zu m\u00fcssen: \u201eKlagen Betroffener bez\u00fcglich der Barrierefreiheit bei der Einstiegsdistanz zum Fahrzeug sind weder der DB Station &amp; Service AG noch der Rechtsabteilung der Bahn bekannt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: WKZ vom 14.03.2015 \/ Text: Uwe Roth<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 14.03.2015 Regionaldirektorin Schelling hat sich zur Bahnsteigbesichtigung angek\u00fcndigt und damit eine Einladung des Landtagsabgeordneten Jochen Hau\u00dfmann nach Kernen angenommen. Ob danach die S-Bahn-Station schneller barrierefrei wird, bleibt weiter unklar. Die unfalltr\u00e4chtige 30-Zentimeter-L\u00fccke zwischen Bahnsteigkante und S-Bahn-Einstieg am Bahnhof Rommelshausen ist Jochen Hau\u00dfmann l\u00e4nger schon ein Dorn im Auge. 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