{"id":3981,"date":"2015-02-19T12:59:12","date_gmt":"2015-02-19T11:59:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3981"},"modified":"2015-03-06T12:59:38","modified_gmt":"2015-03-06T11:59:38","slug":"gutachter-draengen-auf-mehr-laermschutz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2015\/02\/gutachter-draengen-auf-mehr-laermschutz\/","title":{"rendered":"Gutachter dr\u00e4ngen auf mehr L\u00e4rmschutz"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-31 alignleft\" style=\"margin: 0px 10px 0px 0px;\" title=\"Fellbacher-Zeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/fellbacher-zeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"19\" \/><\/strong>vom 19.02.2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Entwurf des L\u00e4rmaktionsplans empfiehlt, in Rommelshausen in der Ortsdurchfahrt nur noch Tempo 30 zuzulassen. In der Nacht sind 51 &#8218;R\u00f6mer&#8216; und ein Stettener stark belastet. Zu laut ist der Verkehr f\u00fcr 371 &#8218;R\u00f6mer&#8216; und 151 Stettener<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Entlang der Fellbacher, Waiblinger und Karlstra\u00dfe in Rommelshausen f\u00fchlen sich viele B\u00fcrger durch andauernden L\u00e4rm gest\u00f6rt. Durch ein Gutachten f\u00fcr den Entwurf eines L\u00e4rmaktionsplans k\u00f6nnen sie sich jetzt best\u00e4tigt f\u00fchlen. Die st\u00e4ndige Ger\u00e4uschkulisse ist so laut, dass dies \u00fcber der Stressgrenze liegt. Gesundheitliche Beeintr\u00e4chtigungen sind zu erwarten. Auch in Stetten besteht trotz Tempo 30 noch an einigen Stellen Handlungsbedarf.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An erster Stelle ihrer Vorschlagsliste steht f\u00fcr die Gutachter der BS Ingenieure aus Ludwigsburg, auch in Rommelshausen Tempo 30 in der gesamten Ortsdurchfahrt einzuf\u00fchren. &#8218;Die Berechnungen kommen zu dem Ergebnis, dass die Belastungen durch sehr hohe L\u00e4rmpegel von mehr als 60 dB (A) in der Nacht auf diese Weise fast vollst\u00e4ndig vermieden werden k\u00f6nnen&#8216;, hei\u00dft es in dem Gutachten. Aus den 51 stark l\u00e4rmgeplagten &#8218;R\u00f6mern&#8216; werden nach Einf\u00fchrung von Tempo 30 voraussichtlich nur noch zwei \u00fcbrig bleiben. Die L\u00e4rmquelle Autoverkehr vermindert sich bei Tempo 30 statt Tempo 50 um 2,5 dB (A). Das ist in dieser Skala fast eine Halbierung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laut dem Gutachten der BS Ingenieure Ludwigsburg l\u00f6sen bereits Pegel von mehr als 65 dB (A) tags\u00fcber Handlungsbedarf aus. \u00dcber diesem Ausl\u00f6sewert der L\u00e4rmaktionsplanung liegen in Rommelshausen 142 Einwohner, in Stetten 49. Pegel \u00fcber 70 dB (A) kommen dagegen nicht vor. F\u00fcr die Nacht zeigen die Berechnungen, dass in Rommelshausen 51 B\u00fcrger mit erh\u00f6htem L\u00e4rm konfrontiert sind, in Stetten einer. Zu dieser Zeit besteht bereits bei Lautst\u00e4rke \u00fcber 60 dB (A) ein vordringlicher Handlungsbedarf, um die damit einhergehenden negativen gesundheitlichen Auswirkungen zu mindern. N\u00e4chtliche Pegel von 55 dB (A), die nach der L\u00e4rmaktionsplanung bereits Ma\u00dfnahmen ausl\u00f6sen, sind in Rommelshausen 371 Menschen ausgesetzt, in Stetten 151.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8218;Es ist unsere Pflicht, den Plan aufzustellen&#8216;, sagte B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger. Weil die Stra\u00dfenverkehrsbeh\u00f6rde wegen des Fehlens echter Grenzwerte nicht daran gebunden ist und Verkehrseinschr\u00e4nkungen laut Gutachter Wolfgang Schr\u00f6der oft ablehnen, sagt der Schultes nur: &#8218;Wir harren der Ergebnisse.&#8216; Dennoch hat die Gemeinderatsmehrheit beschlossen, den L\u00e4rmaktionsplan aufzustellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige Gemeinder\u00e4te zeigten sich aber in ihrer j\u00fcngsten Sitzung irritiert dar\u00fcber, dass die L\u00e4rmwerte nicht gemessen, sondern berechnet werden: Nach der Erfahrung von Volker Borck (CDU) kommen diese Berechnungen zu Werten, &#8218;die gar nicht wirklich so sind.&#8216; Die Berechnungsweise mit einem dreidimensionalen Verkehrsmodell sei aber vorgeschrieben, betont Wolfgang Schr\u00f6der. Die Mitglieder der CDU-Fraktion haben dennoch dem Beschluss, einen L\u00e4rmaktionsplan aufzustellen, ausnahmslos widersprochen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Abgesehen von vorgeschlagenen Tempolimits f\u00fcr die Fellbacher und Karlstra\u00dfe sowie die Waiblinger Stra\u00dfe vom Bahnhof bis zum Adlerkreisel erinnern die Gutachter daran, dass die L\u00e4rmentwicklung durch fahrende Autos wesentlich davon abh\u00e4ngt, wie die Oberfl\u00e4che der Fahrbahn beschaffen ist. Sie empfehlen, bei anstehenden Sanierungen den zu diesem Zeitpunkt schalltechnisch g\u00fcnstigsten, geeigneten Fahrbahnbelag zu verbauen. L\u00e4rmmindernd wirken sich auch Umgestaltungen aus, wenn die Fahrbahn von Geb\u00e4uden abger\u00fcckt wird oder sie die Fahrgeschwindigkeit drosselt. Sie raten jedoch davon ab, den Verkehrsfluss zu behindern. Unstetiges Fahren hat steigenden L\u00e4rm zur Folge. Verst\u00e4rkte Geschwindigkeitskontrolle und weitere Anzeigetafeln der Geschwindigkeit dienen dazu, die besonders lauten mit hoher Geschwindigkeit fahrenden Autos zu bremsen. Vor gesundheitlichem L\u00e4rm sch\u00fctzen auch besonders ged\u00e4mmte Fenster. Gutachter Wolfgang Schr\u00f6der erinnert daran, dass der Einbau von Schallschutzfenstern durch F\u00f6rderprogramme der Landesregierung unterst\u00fctzt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Daneben raten die Gutachter dazu, kommunale oder regionale Konzepte einzuf\u00fchren, um den \u00f6ffentlichen Nahverkehr zu f\u00f6rdern und zum Radfahren oder Laufen anzuregen. Auch eine Parkraumbewirtschaftung k\u00f6nne dazu beitragen, dass umweltfreundliche Verkehrsmittel benutzt werden. &#8218;Grunds\u00e4tzlich sollten hohe L\u00e4rmbelastungen in st\u00e4rkerem Ma\u00dfe als bisher als Umweltproblem bekannt gemacht werden&#8216;, empfiehlt BS-Projektleiter Wolfgang Schr\u00f6der. Bei Planungen der Gemeinde selbst sollten die Themen L\u00e4rmbelastung und L\u00e4rmminderung einen hohen Stellenwert einnehmen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>L\u00e4rmschutz f\u00fcr Anwohner durch L\u00e4rmaktionsplan<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Verfahren: Einen L\u00e4rmaktionsplan aufzustellen ist eine kommunale Pflichtaufgabe, die sich aus der EU-Richtlinie Umgebungsl\u00e4rm und dem Bundesimmissionsschutzgesetz ergibt. Er wird f\u00e4llig, wenn eine Stra\u00dfe durch mehr als 8200 Autos in 24 Stunden belastet ist, bei besonderen \u00f6rtlichen Verh\u00e4ltnissen auch schon fr\u00fcher. Das Landes-Verkehrsministerium empfiehlt, einen L\u00e4rmaktionsplan analog zur Aufstellung eines Bebauungsplans zu erarbeiten. Der erste Schritt ist ein Aufstellungsbeschluss, der einen Entwurf enth\u00e4lt. Danach wird die \u00d6ffentlichkeit fr\u00fchzeitig, das hei\u00dft, bevor der Entwurf feststeht, beteiligt: Die Unterlagen werden ausgelegt, und die B\u00fcrger k\u00f6nnen Einw\u00e4nde vorbringen sowie Anregungen geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Entwurf f\u00fcr Kernen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gest\u00fctzt auf vom Ingenieurb\u00fcro W. u. W. Bauphysik, Leutenbach, ermittelte Daten der L\u00e4rmverteilung hat das B\u00fcro BS Ingenieure, Ludwigsburg, Vorschl\u00e4ge f\u00fcr L\u00e4rmminderung in Kernen entwickelt. Die L\u00e4rmwerte werden grunds\u00e4tzlich berechnet, nicht durch Messungen ermittelt. Dezibel abgek\u00fcrzt dB (A) Um den L\u00e4rmpegel anzugeben, wird bei der technischen Messvorrichtung ein Filter (A) vorgeschaltet, der die anatomischen Eigenschaften des menschlichen Ohres nachempfinden soll. Der so in praxisgerechter Entfernung gemessene und bewertete Wert wird mit der logarithmischen Einheit dB(A), dB ist ein Abk\u00fcrzung f\u00fcr Dezibel, wiedergegeben. Berechnete Werte verwenden dasselbe Ma\u00df. Eine Erh\u00f6hung des Schalldruckpegels um 10 dB wird subjektiv als Verdoppelung der Lautst\u00e4rke wahrgenommen. Die Verdoppelung einer L\u00e4rmquelle, etwa von 20 auf 40 Autos, verursacht hingegen eine Zunahme des Pegels um 3 dB(A).<br \/>\nLandratsamt redet mit<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn ein L\u00e4rmaktionsplan wie in Kernen vorrangig stra\u00dfenverkehrsrechtliche Anordnungen wie ein Tempolimit enth\u00e4lt, kann die Gemeinde nicht allein entscheiden. Die Stra\u00dfenverkehrsbeh\u00f6rde beim Landratsamt stellt fest, ob die Voraussetzungen vorliegen und hat einen Ermessensspielraum. Liegen Pegel von 70 dB (A) tags oder 60 dB (A) nachts vor, muss die Beh\u00f6rde praktisch einschreiten. Letzteres ist in Kernen der Fall.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: FZ vom 19.02.2015 \/ Text: Hans-Dieter Wolz<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 19.02.2015 Der Entwurf des L\u00e4rmaktionsplans empfiehlt, in Rommelshausen in der Ortsdurchfahrt nur noch Tempo 30 zuzulassen. In der Nacht sind 51 &#8218;R\u00f6mer&#8216; und ein Stettener stark belastet. Zu laut ist der Verkehr f\u00fcr 371 &#8218;R\u00f6mer&#8216; und 151 Stettener Entlang der Fellbacher, Waiblinger und Karlstra\u00dfe in Rommelshausen f\u00fchlen sich viele B\u00fcrger durch andauernden L\u00e4rm gest\u00f6rt. 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