{"id":3927,"date":"2015-01-15T07:00:57","date_gmt":"2015-01-15T06:00:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3927"},"modified":"2015-01-27T10:37:39","modified_gmt":"2015-01-27T09:37:39","slug":"der-altin-brunnen-kommt-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2015\/01\/der-altin-brunnen-kommt-zurueck\/","title":{"rendered":"Der Altin-Brunnen kommt zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 15.01.2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Eine breite Mehrheit im Gemeinderat revidiert den Beschluss des Technisches Ausschusses vom November \/ Es muss auch ohne Holzpyramide gehen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">So viel Publikum sa\u00df in der Glockenkelter bisher nur bei Konzerten. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, als die Entscheidung \u00fcber den Altin-Brunnen anstand, reichten die St\u00fchle nicht. Und der Gemeinderat revidierte die umstrittene Entscheidung des Bauausschusses vom November \u00fcberraschend klar mit 15 Ja- zu 7 Neinstimmen. Der Brunnen kehrt zur\u00fcck.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es war eine Lehrstunde kreativen B\u00fcrgerprotests, der mit der R\u00fccknahme des TA-Beschlusses vom November, den R\u00f6mer \u201eTransparenz-Sprudler (Wolfgang Riethm\u00fcller) durch beliebige Bodensprudler zu ersetzen, am Dienstagabend einen grandiosen Erfolg feierte. Bis auf die CDU, die an einem Baum als gr\u00fcnem Kontrapunkt auf dem Rathausplatz festhielt, stimmten alle Fraktionen gegen B\u00fcrgermeister Altenbergers Lieblingsidee. Auch das Rommelshausener CDU-Ratsmitglied Helmut Heissenberger scherte aus der Fraktionslinie aus und enthielt sich der Stimme. Auf dem Papier standen drei Alternativen zur Wahl, von denen nach den Pl\u00e4doyers der Redner von UFW, SPD, OGL und PFB eine standhielt. So gab es am Ende eine Abstimmung nur \u00fcber den Wiederaufbau des abgespeckten Altin-Brunnens, ein k\u00fcnstlerisch bearbeiteter Quellstein aus wei\u00dfem Marmor, der auf dunklem Granitsockel steht. Das Rathaus erwartet 50 000 Euro Baukosten. Hinzu komme ein Reinigungs- und Wartungsaufwand, der 1000 bis 2000 Euro pro Jahr \u00fcber dem der Bodensprudler liegen wird. 15 Gemeinder\u00e4te erhoben die Hand f\u00fcr den Wiederaufbau. Sechs stimmten zusammen mit dem B\u00fcrgermeister dagegen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Andreas Stiene: Der Brunnen ist Teil des Rathaus-Ensembles<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In teilweise s\u00fcffigen Statements zeigten die F\u00fcrsprecher des \u201eTransparenz-Brunnens\u201c Flagge. Fraktionschef Hans-Peter Kirgis gestand ein, dass zu Beginn der Diskussion bei der SPD Skepsis geherrscht habe, \u201eob der Brunnen auf den Marktplatz passt. Nach der alternativen Planung k\u00f6nnen wir uns den alten Brunnen in der verkleinerten Version jetzt sehr gut vorstellen, wohl wissend, was das kosten wird und was die Folgekosten sind.\u201c Die SPD-Fraktion erwarte, dass die Marmor-Stele im Winterhalbjahr k\u00fcnftig ohne die h\u00e4ssliche Holzeinschalung in Pyramidenform auskommen kann. Laut ihrem Sch\u00f6pfer H\u00fcseyin Altin jedenfalls brauche sie diese Pyramide nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die UFW ergriffen Heinz He\u00df und Hans Dietzel das Wort. He\u00df, der von Anfang an f\u00fcr das Aufstellen war, sagte angesichts von mehr als 1000 B\u00fcrgern, die sich in kurzer Zeit per Unterschrift mit Altins Werk solidarisiert hatten: \u201eWenn wir das nicht beachten, frage ich mich, wie sieht dann B\u00fcrgerbeteiligung aus?\u201c UFW-Fraktionschef Hans Dietzel, der in seinem Reiseb\u00fcro den Wasserspender direkt vor seiner Nase hat, lobte nicht nur den \u201echarmanten, kreativen Protest\u201c der Kernener Brunnen-Freunde. Er k\u00f6nne mit dem neuen Standort auch gut leben, wenn k\u00fcnftig eine L\u00f6sung ohne die \u201eecht h\u00e4ssliche\u201c Pyramide gefunden wird, die er bisher sieben Monate im Jahr vor Augen hatte. BM Altenberger ist skeptisch: \u201eWir m\u00fcssen mal schauen, was mit dem Brunnen passiert im Freien.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stiene: Der Vergleich mit Rottenburg hinkt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kernener B\u00fcrgermeister verglich zuvor das Kunstwerk \u2013 gegen das er nichts habe, aber der neue Standort passe nicht mehr \u2013 mit einem 2006 nach zehn Jahren wieder abgebauten Brunnen in Rottenburg am Neckar, der mit 120 000 Euro betr\u00e4chtliche Kosten f\u00fcr Wartung und Reinigung verursacht hatte. Der Vergleich hinke, hielt ihm f\u00fcr die OGL, die den Wiederaufbau schon immer bef\u00fcrwortete, Andreas Stiene entgegen: \u201eDer Unterschied ist, dass Altins Brunnen f\u00fcr das Rathaus geschaffen wurde. Er ist Teil des gesamten Ensembles.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Alternativen, die das Rathaus f\u00fcr die Neugestaltung der Freifl\u00e4che vor dem Rathaus vorgestellt hatte, z\u00e4hlte ein Baum in der Platzmitte, ein Solit\u00e4r mit \u00fcberschaubarem Pflegeaufwand und Kosten von nur 10 000 Euro. F\u00fcr den gr\u00fcnen Kontrapunkt machte sich CDU-Fraktionschef Andreas Wersch stark. Ihm w\u00e4re, betonte er, ein nun leider technisch nicht realisierbarer und auch von H\u00fcseyin Altin nicht gew\u00fcnschter Brunnenstandort im Rathausinnenhof die liebste Variante gewesen. \u201eKeiner stellt den Brunnen als Kunstwerk infrage\u201c, so Wersch. Doch das im Winter abweisend eingehauste Kunstwerk und der Eindruck, der bei einem Vor-Ort-Termin mit Schauger\u00fcst in der CDU haftenblieb, dass die Brunnenstele n\u00e4mlich in der abgespeckten Version nicht mehr die alte Wirkung zeige, habe seine Fraktion in ihrer Ansicht best\u00e4rkt, dass anstelle des Brunnens ein Baum kommen sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>K\u00f6gel: \u201eSie haben den Brunnen entsorgt\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebbe K\u00f6gel (PFB) hat vor allem Altins inhaltliche Begr\u00fcndung f\u00fcr den Erhalt des Wasserspenders \u00fcberzeugt: Die \u00d6ffnungen im Stein st\u00fcnden symbolisch f\u00fcr eine transparente Verwaltung und Offenheit den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern gegen\u00fcber. Dem habe er nichts hinzuzuf\u00fcgen, befand K\u00f6gel. Auch dass die Gemeindeverwaltung die \u00dcberreste des Kunstwerks auf der Kl\u00e4ranlage \u201eentsorgt\u201c habe, sei schlecht angekommen. Marmor, so K\u00f6gel, sei ein bew\u00e4hrter Naturstoff, der seit Jahrtausenden als Material f\u00fcr Sch\u00f6pfungen der Hochkultur verwendet werde. Da werde es doch sicherlich auch f\u00fcr Kernen eine L\u00f6sung geben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: WKZ vom 15.01.2015 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 15.01.2015 Eine breite Mehrheit im Gemeinderat revidiert den Beschluss des Technisches Ausschusses vom November \/ Es muss auch ohne Holzpyramide gehen So viel Publikum sa\u00df in der Glockenkelter bisher nur bei Konzerten. In der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend, als die Entscheidung \u00fcber den Altin-Brunnen anstand, reichten die St\u00fchle nicht. 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