{"id":3923,"date":"2015-01-18T07:10:29","date_gmt":"2015-01-18T06:10:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3923"},"modified":"2015-01-27T10:37:46","modified_gmt":"2015-01-27T09:37:46","slug":"bauamt-will-parkplatz-fuer-610-000-euro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2015\/01\/bauamt-will-parkplatz-fuer-610-000-euro\/","title":{"rendered":"Bauamt will Parkplatz f\u00fcr 610 000 Euro"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 17.01.2015<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gemeinderat sagt Nein und zieht f\u00fcr das Projekt in der Talstra\u00dfe auf Antrag der SPD einen Deckel ein: 500 000 Euro<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der provisorische Parkplatz hinterm R\u00f6mer Karree ist kein Schmuckst\u00fcck. So hatte der Gemeinderat im Zuge der Ortskernsanierung eine aufs Umfeld des \u00c4rztehauses abgestimmte Neugestaltung beschlossen. Dass die kalkulierten 565 000 Euro f\u00fcr den \u201eteuersten Parkplatz in Kernen\u201c jetzt aber nicht reichen, emp\u00f6rte etliche R\u00e4te. Sie beschlossen einen Deckel: 500 000 Euro.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Debatte \u00fcber die horrenden Kosten des geplanten \u00f6ffentlichen Parkplatzes Talstra\u00dfe in Rommelshausen kam eins zum anderen. Da ist die Kostenexplosion. Nach j\u00fcngsten Berechnungen des Stuttgarter B\u00fcros \u201eFreie Planungsgruppe 7\u201c, die der Gemeinderat diese Woche billigen sollte, ist mit Ausgaben von 610 000 Euro zu rechnen. Darin enthalten sind noch keine Grundst\u00fcckskosten, die f\u00fcr die Erweiterung der umzugestaltenden Parkierungsfl\u00e4che au\u00dferdem anstehen. Dass zu den aktuell 60 Stellpl\u00e4tzen, von denen 49 derzeit geschottert, sprich provisorisch befestigt sind, nach dem Umbau lediglich sechs neue dazukommen werden, l\u00e4sst Gemeinder\u00e4te, die nach dem Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis fragen, den Kopf sch\u00fctteln. SPD-Fraktionschef Hans-Peter Kirgis sagte, \u201eals ich das gelesen habe, hat es mich fast umgeschlagen. Der B\u00fcrgermeister hatte in seiner Haushaltsrede von 540 000 Euro gesprochen \u2013 ohne Grundst\u00fcckskosten.\u201c Er k\u00f6nne bei dem Argument, dass der Platz als Teil der Ortsmitte gestalterisch sch\u00f6n sein solle, mitgehen, aber er bestehe auf Kostendisziplin. \u201eWir beantragen, zu deckeln: 500 000 Euro.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Schaal: \u201eWir k\u00e4men herunter, aber nicht mehr aus einem Guss\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">565 000 Euro wurden im Haushalt 2015 schon eingestellt. Die jetzt vorgelegten Mehrkosten sind der um 300 Meter erweiterten Fl\u00e4che, der Fortschreibung des Preisindex nach zwei Jahren Bauverz\u00f6gerung, weiteren B\u00e4umen und Lampen geschuldet. Unerwartet hohe Aufwendungen zur Bodenverbesserung \u2013 \u00fcber 40 000 Euro \u2013 kommen hinzu. Dass der Parkplatz von Anfang an sehr teuer kam, hat aber gestalterische Gr\u00fcnde. Das Stuttgarter Fachb\u00fcro betont, die in der Gesamtplanung angestrebte gute funktionale Verbindung des neuen Parkplatzes mit dem k\u00fcnftigen Wohnquartier Tulpenstra\u00dfe, der Karlstra\u00dfe und der Ortsmitte solle durch die Weiterf\u00fchrung von Material und Farbe des Pflasterbelags und des Typs der Mastleuchten auf Fu\u00dfwegen und Stellpl\u00e4tzen des Parkplatzes unterstrichen werden. Teures gro\u00dfformatiges Betonvorsatzpflaster auf Gehwegfl\u00e4chen und Parkpl\u00e4tzen wie am R\u00f6mer Karree k\u00e4me zum Einsatz. Bauamtschef Schaal dr\u00fcckte das Dilemma kurz und knapp aus: \u201eUm einige 10 000 Euro w\u00fcrden wir herunterkommen, aber nicht mehr aus einem Gu\u00df.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">610 000 Euro: Diese Anlage w\u00e4re der \u201eteuerste Parkplatz, den es in Rommelshausen je gegeben hat\u201c, bekannte Schaal, \u201eaber billiger kriegen Sie ihn auch nicht, wenn Sie den einheitlichen Bereich wollen.\u201c Die Frage ist, ob es die Anbindung in Material und Form an die Freifl\u00e4chen ums \u00c4rztehaus zu diesem Preis \u00fcberhaupt braucht. OGL-Fraktionschef Andreas Stiene sch\u00fcttelte den Kopf. \u201eIhre Formulierung ,aus einem Guss\u2019: Das ist doch hinter dem Rossmann. Ich sehe nicht ein, warum man dort mit den gleichen Materialien bauen muss. Ich sehe nicht die Notwendigkeit, aus einem Guss 66 Parkpl\u00e4tze zu machen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die mit 12 Ja-Stimmen vom Gemeinderat verf\u00fcgte Deckelung auf 500 000 Euro zwingt Bauamt und Planer jetzt, geh\u00f6rig abzuspecken. Der Auftrag ist erteilt. Die Frage bleibt: Wo und wie? \u201eIst ein wassergebundener Belag ausreichend?\u201c, fragte Bauamtschef Schaal zur\u00fcck, ungl\u00fccklich \u00fcber diese Zumutung. 25 000 Euro w\u00fcrde eine Splitt- oder Kiesdecke weniger kosten. \u201eSie sparen damit aber nur die Pflege, die Folgekosten rein. Nach f\u00fcnf Jahren ist dieser Betrag ausgegeben.\u201c Um 10 000 bis 15 000 Euro k\u00e4men Kofferleuchten g\u00fcnstiger. Das Herunterfahren des Pflasterstandards erbr\u00e4chte laut Schaal weitere 5000 Euro. \u201eDann haben Sie 45 000 Euro gedanklich heruntergespart. Will man das?\u201c Auch dem Fachplaner aus Stuttgart macht der Kostendeckel Bauchschmerzen. \u201eSchwierig\u201c, sagt er. \u201eWenn 500 000 Euro die Marke ist, dann nur mit weniger Stellpl\u00e4tzen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Rainer M\u00fcller: Die H\u00e4lfte als Kurzzeitparkpl\u00e4tze ausweisen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebbe K\u00f6gel (PFB) pl\u00e4dierte daf\u00fcr, den provisorischen Parkplatz Talstra\u00dfe so zu belassen, wie er ist. Sein Antrag fiel durch. Mit einem Aufschub der Bauma\u00dfnahme h\u00e4tte B\u00fcrgermeister Altenberger aber besser leben k\u00f6nnen als mit einem Kostenlimit, das ihn jetzt zwinge, \u201ekomisch zu bauen.\u201c Zwei Auftr\u00e4ge gaben ihm die Gemeinder\u00e4te dennoch mit auf den Weg. Die Frage, ob ein vom Steuerzahler finanzierter Luxus-Parkplatz von Dauerparkern, meist Mitarbeitern umliegender Gesch\u00e4fte, Kanzleien und Arztpraxen, tags\u00fcber blockiert sein darf, besch\u00e4ftigte das Gremium mindestens so stark wie die nach einer Gegenfinanzierung durch Parkgeb\u00fchren. Rainer M\u00fcller (CDU) regte an, wenigstens die H\u00e4lfte der k\u00fcnftig 66 Stellpl\u00e4tze, darunter drei Behindertenparkpl\u00e4tze, f\u00fcr Kurzzeitparker zu reservieren. Hans Dietzels Gegenargument, dann w\u00fcrden die Dauerparker in die Wohngebiete abgedr\u00e4ngt und die Gesch\u00e4fte m\u00fcssten um ihre ausw\u00e4rtigen Mitarbeiter bangen, schreckte die Mehrheit nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: WKZ vom 17.01.2015 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 17.01.2015 Gemeinderat sagt Nein und zieht f\u00fcr das Projekt in der Talstra\u00dfe auf Antrag der SPD einen Deckel ein: 500 000 Euro Der provisorische Parkplatz hinterm R\u00f6mer Karree ist kein Schmuckst\u00fcck. So hatte der Gemeinderat im Zuge der Ortskernsanierung eine aufs Umfeld des \u00c4rztehauses abgestimmte Neugestaltung beschlossen. 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