{"id":3892,"date":"2014-12-29T22:14:39","date_gmt":"2014-12-29T21:14:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3892"},"modified":"2015-01-01T22:27:00","modified_gmt":"2015-01-01T21:27:00","slug":"ein-junger-mit-sozialer-ader","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2014\/12\/ein-junger-mit-sozialer-ader\/","title":{"rendered":"Ein Junger mit sozialer Ader"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 29.12.2014<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>CDU-Gemeinderat Benjamin Treiber (22) blickt auf sein erstes Halbjahr im Gremium zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eAls ich gew\u00e4hlt wurde, dachte ich: Wie das wohl klappen soll als J\u00fcngster, der wenig wei\u00df \u00fcber die Kommunalpolitik\u201c, erz\u00e4hlt Benjamin Treiber. Das erste halbe Jahr war lehrreich, sagt das j\u00fcngste Mitglied des Kernener Gemeinderats.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMan muss lernen, sich zu behaupten\u201c, gesteht Benjamin Treiber. Auch dass er am Anfang \u201eein paar Mal ganz nerv\u00f6s\u201c in den Sitzungen dabeisa\u00df. Einen straffen Tagesplan bringe sein politisches Amt in der CDU-Fraktion mit sich, daf\u00fcr muss der Sport \u2013 Benjamin Treiber ist Triathlet \u2013 seit einem halben Jahr etwas zur\u00fccktreten. Seinen Stundenplan an der Uni Konstanz, wo er Politik- und Verwaltungswissenschaften studiert, konnte er so einrichten, dass sich die Pr\u00e4senzpflicht dort auf zwei Tage beschr\u00e4nkt. Die \u00fcbrige Woche verbringt er mit der Freundin, mit Freunden \u2013 und seit August mit Haushaltspl\u00e4nen und kommunalpolitischen Diskussionen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der 22-j\u00e4hrige Student, der seit zw\u00f6lf Jahren in Kernen wohnt, war von den Socken, dass er in den Gemeinderat gew\u00e4hlt wurde. \u201eIch interessiere mich schon lange f\u00fcr Kommunalpolitik\u201c, berichtet er. Schon als 17-J\u00e4hriger zog es ihn in die Junge Union, bis heute ist er stellvertretender CDU-Gemeindeverbandsvorsitzender.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Als Youngster hat er viele Fragen \u2013 und h\u00e4lt sich mitunter zur\u00fcck<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit knapp einem halben Jahr sitzt er f\u00fcr die CDU-Fraktion im Gemeinderat, wo ihn die Themenvielfalt \u00fcberrascht hat. Er erlebt eine offene Diskussionskultur und lernt viel. Von der Waldkalkung bis zur Bildungspolitik und der Verteilung der Summen im Haushaltsplan stehe er neuen Fragen gegen\u00fcber. \u201eIch komme immer an mit vielen Fragen, weil mir nicht alles klar ist.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er sei sehr freundlich aufgenommen worden in der Fraktion und im Gemeinderat. Wichtig sind ihm die Nachsitzungen: \u201eDort lernt man sich kennen, diskutiert und bekommt mehr Zusammenh\u00e4nge mit.\u201c Wie vertragen sich Jung und Alt? Benjamin Treiber findet es normal, dass er sich als \u201eYoungster\u201c ab und zu zur\u00fcckh\u00e4lt, zuh\u00f6rt und lernt. \u201eEs war nie jemand dabei, der mich vorgef\u00fchrt h\u00e4tte oder nicht ernst genommen hat &#8211; das w\u00e4re ja denkbar gewesen.\u201c Auch ehemalige CDU-Fraktionsmitglieder kann er fragen. Er darf sich einbringen ins Schreiben von Haushaltsantr\u00e4gen und sich auch sonst zu jedem Thema \u00e4u\u00dfern. \u201eFragen sind ohnehin erlaubt. Ich werde sogar dazu ermutigt\u201c, erz\u00e4hlt er.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Treiber hat eine soziale Ader. Bei der j\u00fcngsten Abstimmung \u00fcber den Kostendeckungsgrad des Friedhofs hatte er Bedenken: \u201eEs kann manche Familien sehr belasten, wenn sie f\u00fcr zwei Gr\u00e4ber die Kosten \u00fcbernehmen m\u00fcssen.\u201c Er stimmte gegen die geplante Erh\u00f6hung auf 85 Prozent. \u201eWir wurden zwar \u00fcberstimmt, aber auch das geh\u00f6rt ja dazu in einer Demokratie, dass man damit umgehen lernt\u201c, sagt Treiber. Gefallen hat ihm, dass \u201enach der eigenen Meinung\u201c abgestimmt wurde &#8211; nicht nach der Parteienzugeh\u00f6rigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Engagiert ist er seit einem Jahr auch im Arbeitskreis Asyl. Mit Bewohnern des Asylbewerberheims auf der Hangweide hat Benjamin Treiber eine Laufgruppe gegr\u00fcndet. Sie trainieren regelm\u00e4\u00dfig, haben den Kernen-Teamcup gewonnen. \u201eIch finde es wichtig, dass man f\u00fcr sie etwas tut und ihnen Angebote macht.\u201c Daran will er festhalten, auch wenn er die Entt\u00e4uschung im Zusammenhang mit der Razzia Anfang Dezember verstehen kann. \u201eZwei Dinge kann man von Asylbewerbern erwarten: Dass sie Deutsch lernen und dass sie sich an die Gesetze halten\u201c, sagt er zu dem \u201enicht einfachen Thema\u201c. Treiber findet es richtig, dass der Staat eingreift, wenn der Verdacht auf Drogenhandel besteht. \u201eWichtig finde ich aber, dass man f\u00fcr die da ist, die sich bem\u00fchen.\u201c So begr\u00fc\u00dft er den gemeinsamen Antrag aller Fraktionen, dass die Gemeinde die Fahrtkosten f\u00fcr jene \u00fcbernimmt, die zum Deutschkurs nach Waiblingen fahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zentrales Thema sind f\u00fcr ihn die Gemeindefinanzen: \u201eWichtig ist, dass die R\u00fccklagen wieder steigen oder zumindest nicht weiter sinken, dass man bei Neubauten auf die Folgekosten achtet.\u201c Gut findet Treiber, dass die Jugend ein wichtiges Thema des Gemeinderats ist. In Rommelshausen wird das ehemalige Kleintierz\u00fcchterheim zum Jugendhaus umgebaut \u2013 \u201edaf\u00fcr nimmt die Gemeinde viel Geld in die Hand\u201c. Was immer ein Thema sei, ist die Anbindung von der S-Bahn nachts nach Stetten, doch h\u00f6re er \u201einsgesamt wenig Klagen seitens der Jugendlichen\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Indem er sich einbringt in die Gemeinde, lernt Benjamin Treiber \u201eviel f\u00fcrs Leben\u201c, wie er sagt. Spannend war f\u00fcr ihn der Perspektivwechsel zwischen dem Gemeinderat einerseits und dem, was die B\u00fcrger in Kernen bewegt andererseits. \u201eDass der Brunnen in Rommelshausen den Menschen sehr wichtig ist und nicht so sehr andere Themen, die aus meiner Sicht f\u00fcr die Gemeindeentwicklung wichtig sind.\u201c Doch das geh\u00f6re eben zum Lernprozess, bei dem ihm auch sein Studium Impulse gebe. \u201eEs gibt gewisse Schnittmengen\u201c, sagt er. Insbesondere wenn es um kommunalpolitische Themen und Strukturen geht: \u201eDa habe ich nat\u00fcrlich jetzt schon einige Vorteile.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Sportlich, sportlich<\/strong><br \/>\nBenjamin Treiber wei\u00df als Trainer der Asyl-Laufgruppe, was er tut: Er hat bereits als 19-J\u00e4hriger am \u201eIronman\u201c in Z\u00fcrich teilgenommen und wurde 134. von 2500 Teilnehmern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 29.12.2014 \/ Text: Heidrun Gehrk<\/em>e<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 29.12.2014 CDU-Gemeinderat Benjamin Treiber (22) blickt auf sein erstes Halbjahr im Gremium zur\u00fcck \u201eAls ich gew\u00e4hlt wurde, dachte ich: Wie das wohl klappen soll als J\u00fcngster, der wenig wei\u00df \u00fcber die Kommunalpolitik\u201c, erz\u00e4hlt Benjamin Treiber. 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