{"id":3844,"date":"2014-12-07T20:10:43","date_gmt":"2014-12-07T19:10:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3844"},"modified":"2014-12-07T23:00:01","modified_gmt":"2014-12-07T22:00:01","slug":"ak-asyl-redet-fluechtlingen-ins-gewissen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2014\/12\/ak-asyl-redet-fluechtlingen-ins-gewissen\/","title":{"rendered":"AK Asyl redet Fl\u00fcchtlingen ins Gewissen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 06.12.2014<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ehrenamtliche appellieren an Asylbewerber: Halten Sie sich an die Gesetze! \/ Heimbewohner schildern Vorgehen der Polizei<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einige der Asylbewerber standen bei der AK-Asyl-Vollversammlung am Donnerstagabend noch merklich unter dem Eindruck der Razzia, die am Morgen auf der Hangweide stattgefunden hatte. Ihren Berichten zufolge ist die Polizei wenig zimperlich mit ihnen umgegangen. Betroffen zeigten sich auch die Ehrenamtlichen vom Arbeitskreis \u2013 deren Engagement oft ins Leere l\u00e4uft.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eRunter, runter\u201c, haben die Polizisten gerufen, erz\u00e4hlt ein junger Asylbewerber aufgebracht in gebrochenem Deutsch. Ungef\u00e4hr um halb 6 Uhr morgens sei das gewesen, als die Beamten mit Schlagst\u00f6cken und Taschenlampen sein Zimmer gest\u00fcrmt und alles auf den Kopf gestellt h\u00e4tten. Als er aufgeblickt habe, sei er r\u00fcde am Hinterkopf gepackt und nach unten gedr\u00fcckt worden. Sp\u00e4ter habe ein Beamter ihm einen Aufkleber an die Jacke gepinnt, auf dem seine Zimmernummer gestanden habe. Ein anderer Mann, der glaubt, die Aktion habe sich in der Hauptsache gegen ihn gerichtet \u2013 er steht offenbar im Verdacht, mit Drogen gehandelt zu haben \u2013 macht einen frustrierten Eindruck. \u201eIch habe meine Heimat verlassen, weil ich gefoltert wurde. Ich wollte in einem Rechtsstaat leben\u201c, berichtet er auf Franz\u00f6sisch. Die Beamten h\u00e4tten ihm Blut entnommen, Fotos seiner Narben geschossen und rund 1000 Euro beschlagnahmt, die er sich f\u00fcr das Asylverfahren angespart habe. \u201eSie sagten, ich d\u00fcrfe nicht so viel Geld haben, weil ich nicht arbeite.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gab schon lange Ger\u00fcchte, dass mit Drogen gehandelt wird<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast ebenso frustriert wie die Asylbewerber wirkte im Kirchsaal der Hangweide am Donnerstagabend Joe Wagner vom Arbeitskreis Asyl Kernen. Er habe am Morgen per Anruf von einem gro\u00dfen Polizeieinsatz auf der Hangweide erfahren und sofort bef\u00fcrchtet, dass es sich um eine Aktion im Heim handle. In der Vollversammlung wandte er sich mahnend an die rund 20 Fl\u00fcchtlinge aus der Sammelunterkunft, die im Kirchsaal erschienen waren: \u201eWir hoffen sehr, dass Sie sich an die Gesetze halten und der Polizei keinen Grund geben, Ihre Zimmer zu durchsuchen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist eine Mahnung, die Joe Wagner auch ausgesprochen h\u00e4tte, w\u00e4re es am Morgen nicht zu dem Gro\u00dfeinsatz gekommen. Denn in der Ger\u00fcchtek\u00fcche in Kernen brodelt es seit Monaten, das ist auch dem Arbeitskreis nicht verschlossen geblieben. Vor allem auf das Ger\u00fccht, dass auf der Hangweide mit Drogen gehandelt werde, stie\u00dfen die Ehrenamtlichen immer wieder.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Benjamin Treiber, der junge CDU-Gemeinderat, der eine Laufgruppe mit Asylbewerbern organisiert, macht sich nun Sorgen um unbescholtene Asylbewerber, auf die die Polizeirazzia ein schlechtes Licht wirft. Er hat die aufgeheizten Diskussionen \u00fcber die Razzia auf Facebook verfolgt. Seine Bef\u00fcrchtung: Jetzt werden alle Bewohner \u00fcber einen Kamm geschoren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei sind durchaus engagierte M\u00e4nner unter den derzeit 49 Asylbewerbern, die versuchen, ihrem Alltag einen Sinn zu geben. Ein Schwarzafrikaner berichtet von seinem Ein-Euro-Job bei der Diakonie und bedankt sich f\u00fcr die M\u00f6glichkeit zu arbeiten. Sechs M\u00e4nner besuchen f\u00fcnfmal die Woche die Volkshochschule in Waiblingen zum Deutschkurs \u2013 weil sie in den Anf\u00e4ngerkursen, die der Arbeitskreis ehrenamtlich organisiert, ein gutes Sprachniveau erreicht haben (siehe Infobox).<br \/>\nJoe Wagner: \u201eWir sollen Sie nicht wie Kinder behandeln\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch \u2013 und das frustriert die engagierten Asylhelfer \u2013 die Angebote des Arbeitskreises werden bei weitem nicht so gut angenommen, wie es sich die Ehrenamtlichen w\u00fcnschen. \u201eUns ist aufgefallen, dass es sehr schwer ist, Ihnen ein Angebot zu machen, ohne Sie abzuholen. Wir wollen Sie aber nicht wie Kinder behandeln\u201c, richtete Joe Wagner seine Forderung nach mehr Eigeninitiative an die M\u00e4nner. Ein Beratungsangebot sei eingestellt worden, weil niemand zu den Terminen erschienen sei, Einladungen zum Kommunalen-Kino-Abend verhallten unerwidert und auch beim Mittagstisch f\u00fcr alle sei kaum jemand erschienen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 06.12.2014 \/ Text: Sebastian Striebich<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 06.12.2014 Ehrenamtliche appellieren an Asylbewerber: Halten Sie sich an die Gesetze! \/ Heimbewohner schildern Vorgehen der Polizei Einige der Asylbewerber standen bei der AK-Asyl-Vollversammlung am Donnerstagabend noch merklich unter dem Eindruck der Razzia, die am Morgen auf der Hangweide stattgefunden hatte. Ihren Berichten zufolge ist die Polizei wenig zimperlich mit ihnen umgegangen. 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