{"id":3808,"date":"2014-11-15T22:18:57","date_gmt":"2014-11-15T21:18:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3808"},"modified":"2014-11-17T11:32:40","modified_gmt":"2014-11-17T10:32:40","slug":"rathausbrunnen-kehrt-nicht-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2014\/11\/rathausbrunnen-kehrt-nicht-zurueck\/","title":{"rendered":"Rathausbrunnen kehrt nicht zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 14.11.2014<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Technischer Ausschuss stimmt gegen Altin-Brunnen \/ K\u00fcnstler ist entt\u00e4uscht<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1990 hat der K\u00fcnstler H\u00fcseyin Altin f\u00fcrs Kernener Rathaus einen Brunnen geschaffen. 2012 wurde das sprudelnde Kunstwerk abgebaut, weil es dem neuen B\u00fcrgerhaus in die Quere kam. Eigentlich hat der Gemeinderat beschlossen, es 2015 wieder aufzustellen. Doch der Technische Ausschuss hat sich nun dagegen entschieden.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch im Fr\u00fchjahr 2014 sah alles danach aus, als w\u00fcrde der Rathausbrunnen H\u00fcseyin Altins nach Jahren im Verborgenen an seinen Bestimmungsort am Rathaus in Rommelshausen zur\u00fcckkehren. Immerhin hat es zu Zeiten des B\u00fcrgermeisters G\u00fcnter Hau\u00dfmann insgesamt rund 200 000 Mark gekostet, die wei\u00dfe Marmors\u00e4ule auf dem Vorplatz anzubringen, mitsamt der unsichtbaren Technik, die so ein Brunnen erfordert und die nun im Rathausgeb\u00e4ude untergebracht ist. Von 1990 an pl\u00e4tscherte der Brunnen vor sich hin, von allen Seiten durchschaubar (siehe Bild). Der K\u00fcnstler Altin wollte die Herren und Damen im Rathaus damit an ein wichtiges Demokratieprinzip erinnern: Transparenz.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ende Januar 2014 entschied der Gemeinderat, zun\u00e4chst nicht\u00f6ffentlich: Der Brunnen wird Teil der Rathausplatzgestaltung, wenn das B\u00fcrgerhaus Ende des Jahres in seine finale Bauphase geht. Nun ist es so weit \u2013 und der Technische Ausschuss der Gemeinde hat entschieden, dass der Brunnen nicht wieder aufgestellt wird (bei vier Stimmen pro Brunnen, sieben Stimmen contra Brunnen und einer Enthaltung). Lieber soll die Verwaltung auf dem Rathausvorplatz B\u00e4ume pflanzen lassen und eventuell noch Sprudler oder andersartigen Wasserfluss installieren. Bauamtschef Horst Schaal wurde von den R\u00e4ten beauftragt, kurzfristig einen Plan zu erstellen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger hatte ebenfalls gegen den Vorschlag gestimmt, den Schaal dem Ausschuss zuvor pr\u00e4sentiert hatte. Also gegen den Plan, der ein Wiederaufstellen des Altin-Brunnens vorgesehen hatte. Es handelte sich um einen Kompromissvorschlag, den Schaal zuvor mit dem K\u00fcnstler selbst besprochen hatte. Das schwarze Marmorm\u00e4uerchen ringsum w\u00e4re nicht mehr aufgebaut, der Brunnen stattdessen im Platzniveau errichtet worden, mit Abflussschlitzen f\u00fcrs Wasser.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Altenberger: Sprudler zeitgem\u00e4\u00df<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dazu wird es nicht kommen: B\u00fcrgermeister Altenberger w\u00fcrde stattdessen Wassersprudler bevorzugen, also kleine D\u00fcsen im Boden des Vorplatzes. \u201eDas finde ich zeitgem\u00e4\u00df.\u201c Vor seinem geistigen Auge sieht er dort Kinder spielen, zwischen den Sprudlern herumh\u00fcpfen \u2013 f\u00fcr die Kleinen sei diese Variante viel interessanter als das Altin-Kunstwerk. Seiner Ansicht nach passt der Brunnen nicht mehr zu dem Rathaus, f\u00fcr das er urspr\u00fcnglich gestaltet wurde: \u201eEr w\u00fcrde bezugslos im Raum stehen.\u201c Durch den Bau des B\u00fcrgerhauses sei eine ganz neue Situation entstanden. Mehr kosten w\u00fcrde die Installation der Sprudler nicht, als den bei der Gemeinde eingelagerten Brunnen von H\u00fcseyin Altin wieder aufzubauen. Die Verwaltung kalkuliert beides mit rund 40 000 Euro. Zeit f\u00fcr lange \u00dcberlegungen bleibt nun allerdings nicht mehr. Ihm s\u00e4\u00dfen die Bauarbeiter im Nacken, sagte Bauamtschef Schaal. Mit den Arbeiten am Platz solle alsbald begonnen werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenigstens an einer anderen Stelle solle das Kunstwerk in Kernen wieder errichtet werden, regten einige R\u00e4te an. Wenn nicht als funktionsf\u00e4higer Brunnen, dann eben als alleinstehende Stele, schlug etwa Sprudler-Bef\u00fcrworter Andreas Wersch (CDU) vor. Horst Schaal jedoch hat seine Zweifel daran, ob der K\u00fcnstler diese Entscheidung mittragen w\u00fcrde, hat er das Werk doch seinerzeit extra f\u00fcrs Rathaus geschaffen, mitsamt seiner symbolischen Bedeutung. Das sehen auch die Gr\u00fcnen (OGL) im Ausschuss so: Andreas Stiene, der genug von der \u201eModeerscheinung\u201c Bodensprudler hat, und Matthias Kramer, der sagte: \u201eWenn der Brunnen weg ist, wird er nicht wieder kommen \u2013 da brauchen wir uns nicht in die eigene Tasche zu l\u00fcgen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und was sagt der K\u00fcnstler selbst? H\u00fcseyin Altin zeigte sich gestern entt\u00e4uscht \u00fcber die Entscheidung. Ende der 1980er Jahre habe der Gemeinderat bei einem Wettbewerb einstimmig f\u00fcr seinen Brunnen gestimmt, erinnert er sich. Gerne w\u00fcsste er, wie sich die Mehrheit der Kernener B\u00fcrger entscheiden w\u00fcrden. Kunstwerke seien wie Visitenkarten f\u00fcr Ortschaften, findet Altin, \u201eund Sprudler hat heute jede Gemeinde\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 14.11.2014 \/ Text: Sebastian Striebich<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 14.11.2014 Technischer Ausschuss stimmt gegen Altin-Brunnen \/ K\u00fcnstler ist entt\u00e4uscht 1990 hat der K\u00fcnstler H\u00fcseyin Altin f\u00fcrs Kernener Rathaus einen Brunnen geschaffen. 2012 wurde das sprudelnde Kunstwerk abgebaut, weil es dem neuen B\u00fcrgerhaus in die Quere kam. Eigentlich hat der Gemeinderat beschlossen, es 2015 wieder aufzustellen. 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