{"id":3764,"date":"2014-10-19T20:13:39","date_gmt":"2014-10-19T19:13:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3764"},"modified":"2014-10-20T20:26:27","modified_gmt":"2014-10-20T19:26:27","slug":"kernener-gemeindewald-soll-gekalkt-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2014\/10\/kernener-gemeindewald-soll-gekalkt-werden\/","title":{"rendered":"Kernener Gemeindewald soll gekalkt werden"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 18.10.2014<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die Aktion zum Schutz des \u00fcbers\u00e4uerten Waldbodens kann 2017 beginnen \u2013 zuvor wird mit Probebohrungen der Zustand des Untergrunds gekl\u00e4rt<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Revierf\u00f6rster Baranek dr\u00e4ngt darauf, dass Kernen das Problem Bodenversauerung anpackt. Der Gemeinderat stellte ihm dazu nun Geld bereit. Sollten Probebohrungen, die mittelfristig anstehen, den landesweiten Befund auch f\u00fcr Kernen best\u00e4tigen, dass der Waldboden stark \u00fcbers\u00e4uert ist, wird es ab 2017 mit Hilfe von Hubschraubern zur Kalkung der Waldfl\u00e4chen kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch will, dass wir als Revier Fellbach\/Kernen dabei sind\u201c, betont Stefan Baranek. Zusammengenommen entspricht das knapp 600 Hektar Gemeindeforst. Das Problem des gef\u00e4hrdeten, weil versauerten Waldbodens hatte laut CDU-Fraktionschef Andreas Wersch zwar schon in den 80er Jahren zur Kalkung Kernener Waldfl\u00e4chen gef\u00fchrt. Doch der Ausgleich der in den vergangenen Jahrzehnten angereicherten S\u00e4ure- und Stickstoffeintr\u00e4ge l\u00e4sst sich nach Ansicht der Fachleute heute nicht mehr nur alleine mit \u201ewaldbaulichen Steuerungsmechanismen\u201c schaffen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der l\u00e4ngst fl\u00e4chenhaft saure Boden bedroht das \u00d6kosystem. Bodenschutz mit einer mittels Hubschrauber \u00fcber den Baumkronen ausgebrachten kalkhaltigen Steinart bedeutet, so den PH-Wert und den N\u00e4hrelementehaushalt in der Walderde auf einen m\u00f6glichst naturnahen Zustand zur\u00fcckzuf\u00fchren. Gut f\u00fcr die Baumwurzeln, die im oberen Mineralboden wieder \u201eein g\u00fcnstiges bodenchemisches Milieu\u201c erhalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gef\u00e4hrdung durch Kalk schlie\u00dft Baranek aus<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nicht nur die nat\u00fcrliche Vielfalt der Standortbedingungen ist durch \u00fcbers\u00e4uerten Boden gef\u00e4hrdet. Auch die Qualit\u00e4t des Grundwassers ist bedroht. \u201eS\u00e4ure l\u00f6st Stoffe, die das Grundwasser sch\u00e4digen\u201c, sagte Revierf\u00f6rster Baranek im Gemeinderat, \u201eunsere erste Priorit\u00e4t ist es, den Pflanzen zu helfen, unsere zweite, auch den Zyklus zu unterbrechen, so dass kein Problem f\u00fcr das Grundwasser entsteht.\u201c Grunds\u00e4tzlich sei der f\u00fcr Kernen typische sandige Boden schon immer problematisch gewesen. Dabei gebe es Pflanzen, die im sauren Milieu durchaus gedeihen. Sch\u00e4den f\u00fcr die Waldflora durch die mittelfristig geplanten Kalkungsma\u00dfnahmen, denen Probebohrungen in Kernen vorausgehen m\u00fcssen, seien nicht zu erwarten, beruhigt Baranek. CDU-Fraktionschef Wersch hatte in diesem Punkt Bedenken ge\u00e4u\u00dfert. \u201eNur bei \u00dcberma\u00df an Kalk gibt es Sch\u00e4den, aber das hier ist eine spezielle Mischung, die auf den Bedarf abgestimmt ist\u201c, sagt der Forstwirt. \u201eEs handelt sich auch nicht um L\u00f6schkalk, sondern um eine kalkhaltige Steinart.\u201c Das Risiko eines Nitratsschubs durch erh\u00f6hten Abbau organischer Substanzen sei zeitlich begrenzt. Nach Auswertung der Bodenzustandserhebung im Wald sind rund 680 000 Hektar in Baden-W\u00fcrttemberg kalkungsbed\u00fcrftig. Davon soll zun\u00e4chst in zehn Jahren eine Fl\u00e4che von 210 000 Hektar bearbeitet werden. Auf den weniger versauerten Standorten sind mehrere Wiederholungen notwendig, um den Boden chemisch zu stabilisieren und eine Regeneration einzuleiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der Erkundung des Kernener Waldbodens durch Probebohrungen k\u00f6nnten die Hubschrauberfl\u00fcge 2017 beginnen. Der Kalk wird dann auf einem Parkplatz per Lkw angeliefert und in nasser Form in eine Tonne gehoben. Helikopter sch\u00fctten die Fracht \u00fcber den Baumwipfeln ab.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>90 Prozent der Kosten \u00fcbernimmt das Land<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Gemeinde Kernen hat f\u00fcr das Projekt Kosten von 80 000 Euro veranschlagt, wird aber aus einem F\u00f6rderprogramm 90 Prozent zur\u00fcckerstattet bekommen. Private Waldbesitzer werden zu 100 Prozent bezuschusst. Die Probebohrungen werden von der Landesversuchsanstalt (LVA) kostenlos durchgef\u00fchrt. F\u00fcrs n\u00e4chste Jahr sieht der Kulturplan im Kernener Gemeindewald die Neupflanzung von 400 Douglasien, 300 Stieleichen und 100 Maronen vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: WKZ vom 18.10.2014 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 18.10.2014 Die Aktion zum Schutz des \u00fcbers\u00e4uerten Waldbodens kann 2017 beginnen \u2013 zuvor wird mit Probebohrungen der Zustand des Untergrunds gekl\u00e4rt Revierf\u00f6rster Baranek dr\u00e4ngt darauf, dass Kernen das Problem Bodenversauerung anpackt. Der Gemeinderat stellte ihm dazu nun Geld bereit. 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