{"id":3712,"date":"2014-07-19T21:28:50","date_gmt":"2014-07-19T20:28:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3712"},"modified":"2014-07-25T21:29:19","modified_gmt":"2014-07-25T20:29:19","slug":"mister-handwerk-sagt-ade","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2014\/07\/mister-handwerk-sagt-ade\/","title":{"rendered":"\u201eMister Handwerk\u201c sagt Ade"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 18.07.2014<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joachim Rapp ist in den Ruhestand verabschiedet worden: Jochen Alber ist der Nachfolger<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast 33 Jahre lang ist Joachim Rapp an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr gestanden. Gestern wurde der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer verabschiedet und sein Nachfolger Jochen Alber in sein neues Amt eingef\u00fchrt worden.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Jahrzehnten als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kreishandwerkerschaft mit ihren 17 Innungen, 5400 Betrieben und \u00fcber 40000 Besch\u00e4ftigten hat sich Joachim Rapp einen guten Namen gemacht, wie die G\u00e4steliste im Welfensaal des B\u00fcrgerzentrums Waiblingen illustrierte: Abgeordnete und Kreisr\u00e4te, B\u00fcrger- und Oberb\u00fcrgermeister sowie die Meister, Ober-, Kreishandwerks- und zwei Ehrenkreishandwerksmeister applaudierten stehend dem scheidenden Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, nachdem er locker Ade gesagt hatte und keine Wehmut aufkommen lassen wollte. Den Titel \u201eMister Handwerk\u201c hat sich Rapp redlich verdient wie auch die Attribute Diplomat und Hansdampf des Handwerks, Motor und Schrittmacher, Netzwerker und Partner. Rapp hinterl\u00e4sst gro\u00dfe Fu\u00dfstapfen, ahnt sein Nachfolger Jochen Alber, 39. Er werde erst gar nicht versuchen, in diese zu treten, sagte er. Die Gefahr zu stolpern sei zu gro\u00df.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ehrenplakette der Kammer f\u00fcr den \u201eEhrengesch\u00e4ftsf\u00fchrer\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am 1. Januar 1982 hatte der Diplom-Volkswirt Joachim Rapp mit 31 Jahren als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer bei der Kreishandwerkerschaft angefangen. Gestern, am 17. Juli 2014, hat ihn die Kreishandwerkerschaft zum \u201eEhrengesch\u00e4ftsf\u00fchrer\u201c ernannt und hat von der Handwerkskammer Region Stuttgart die Ehrenplakette \u00fcberreicht bekommen. Kreishandwerksmeister Herbert Hofmaier wies in seiner Begr\u00fc\u00dfung auf einige Wegmarken der \u00c4ra Rapp hin: So seien 39 selbstst\u00e4ndige Innungen aus Backnang und Waiblingen zu heute 19 Rems-Murr-Innungen zusammengef\u00fchrt geworden. Ein Verdienst von Rapp, der hierbei das f\u00fcr diese Fusionen notwendige \u201ehohes Ma\u00df an Behutsamkeit und Sensibilit\u00e4t\u201c an den Tag gelegt habe. So wie im Rems-Murr-Kreis sei dies in keinem anderen Kreis der Handwerkskammer Region Stuttgart so gut gelungen, sagte Claus Munkwitz, der Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Handwerkskammer. Rapp habe moderiert, dass die fusionierten Innungen reibungslos funktionieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Wegmarken in der \u00c4ra Rapp waren der Neubau des \u201eHauses des Handwerks\u201c, die Aus- und Weiterbildung und die Ausbildungsmesse Fokus Beruf, deren treibende Kraft Joachim Rapp gewesen sei. IHK-Bezirkskammerpr\u00e4sident Claus Paal erinnerte sich an ein gemeinsam von den Spitzen der Kreishandwerkerschaft und der IHK angeschautes Fu\u00dfballspiel w\u00e4hrend der Europameisterschaft 2012. Welches es war, daran erinnerte sich Paal zwar nicht, aber an das Ergebnis: N\u00e4mlich die gemeinsame Initiative zur Fachkr\u00e4fteallianz im Rems-Murr-Kreis (Fair). Diese ausgepr\u00e4gte Kultur der Zusammenarbeit \u00fcber die Institutionen hinweg zeichne Rapp aus, betonte auch Landrat Fuchs. Mit Rapp teile er nicht nur \u201edas Faible f\u00fcr \u00fcberquellende Terminkalender\u201c, sondern auch den gemeinsamen Spa\u00df am Motorradfahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Feier im B\u00fcrgerzentrum wollte Rapp weder als eine Feier zu seinem Abschied noch zur Amtsf\u00fchrung seines Nachfolgers Jochen Alber verstanden wissen. Die gro\u00dfe G\u00e4steschar wertet er schlicht als eine \u201eWertsch\u00e4tzung f\u00fcr das Handwerk\u201c. Rapp lie\u00df seine fast 33 Jahre anhand von ein paar Zahlen Revue passieren. 65 Losprechungsfeiern hat er organisiert und fast 23000 Lehrlingen den Gesellenbrief \u00fcbergeben. Einer der Lehrlinge war einst Herbert Hofmaier. Er hatte wie Tausende vor und nach ihm aus Rapps H\u00e4nden die Urkunde erhalten. Ein Zeichen, wie die Karrieren im Handwerk verlaufen \u2013 vom Lehrling zum Gesellen und zum Meister.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u201eEs wird immer schwieriger, geeignete Bewerber zu finden\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEs wird immer schwieriger, geeignete Bewerber f\u00fcrs Handwerk zu finden\u201c, stellte Jochen Alber fest, Rapps Nachfolger als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer. Er nannte drei Baustellen, die ihn im Haus des Handwerks erwarten. Au\u00dfer der Sicherung des Fachkr\u00e4ftenachwuchses seien dies die Betriebsnachfolge im Handwerk und das Ehrenamt im Handwerk, das Alber erhalten wissen und f\u00f6rdern will. In vielen Innungen sei der Generationswechsel w\u00e4hrend der \u00c4ra Rapp schon vollzogen worden, so Alber.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der gelernte Rechtsanwalt formulierte dar\u00fcber hinaus vier Forderungen: Das gegliederte Schulsystem m\u00fcsse erhalten und insbesondere die Realschulen gest\u00e4rkt werden. Die Aus- und Weiterbildungsm\u00f6glichkeiten im Handwerk seien zu wenig bekannt. Klar wandte sich Alber gegen die von der gr\u00fcn-roten Landesregierung geplante Reform des Gemeindewirtschaftsgesetzes, die das Handwerk zu benachteiligen drohe. Und keine \u00dcberraschung war Albers Forderung, den deutschen Meisterbrief zu erhalten. \u201eDer Meister darf nicht dem Diktat der EU-B\u00fcrokratie zum Opfer fallen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Jochen Alber<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jochen Alber, 39, geboren in Waiblingen, aufgewachsen und wohnhaft in Kernen-Rommelshausen, hat laut einer Mitteilung der Kreishandwerkerschaft nach dem Abitur am Fellbacher Friedrich-Schiller-Gymnasium in T\u00fcbingen Jura studiert. Seine Ausbildung schloss er im Fr\u00fchjahr 2003 mit dem Zweiten Staatsexamen ab. Seither ist er in Schorndorf und Stuttgart als Rechtsanwalt t\u00e4tig. Seit 2009 verf\u00fcgt er zudem \u00fcber die Qualifikation als Fachanwalt f\u00fcr Verkehrsrecht. Von seiner T\u00e4tigkeit als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer im \u201eRathaus des Handwerks\u201c verspricht sich Jochen Alber eine wohl einmalige Verbindung seiner beruflichen Qualifikation mit seinem mannigfaltigen Schatz an kommunalpolitischer Gremienerfahrung. Alber ist von 1999 bis gestern CDU-Gemeinderat in Kernen und von 2004 bis 2009 Kreisrat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Joachim Rapp<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Joachim Rapp, 63, geboren in Schorndorf, aufgewachsen in Waiblingen und wohnhaft in Weissach im Tal, studierte nach seinem Abitur am Staufer-Gymnasium Waiblingen Wirtschaftswissenschaften in Stuttgart und T\u00fcbingen (mit Rechtswissenschaften), wo er auch sein Examen als Diplom-Volkswirt ablegte. Nach den ersten Berufsjahren bei einer bundesweit t\u00e4tigen Unternehmensberatungsfirma wurde er durch die Obermeisterinnen und Obermeister der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr zum 1. Januar 1982 zu deren Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer gew\u00e4hlt, wobei auch insgesamt 39 Innungen zu betreuen waren. Heute sind es 17. Rapp war neben den ehrenamtlichen Kreishandwerksmeistern \u2013 Otto Frey, Gerhard Sch\u00e4fer, Roland W\u00f6hr und Herbert Hofmaier \u2013 das Gesicht des Handwerks im Kreis.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Zitate<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eWir waren Papst, wir sind Fu\u00dfballweltmeister, und wir haben jetzt den Wechsel in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr\u201c (Joachim Rapp nannte die drei markanten Eckpunkte des neuen Jahrhunderts)<br \/>\n\u201eIm Gegeneinander funktioniert \u00fcberhaupt nichts. Das Credo des Netzwerkers\u201c<br \/>\n\u201eDer Ruhestand hat so viel mit Ruhe zu tun wie Verstand mit stehen\u201c. Sprichwort, zitiert von Landrat Johannes Fuchs<br \/>\n\u201eEs war mir keine Stunde in den vergangenen zweiunddrei\u00dfigeinhalb Jahren langweilig\u201c (Joachim Rapp)<br \/>\n\u201eNimm das Heft in die Hand!\u201c (Rapp zu seinem Nachfolger Jochen Alber)<br \/>\n\u201eWas gut ist, soll gut bleiben. Es soll aber nicht alles so bleiben, wie es ist. Denn das w\u00fcrde Stillstand bedeuten\u201c (Jochen Alber)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: WKZ vom 18.07.2014, Martin Winterling<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 18.07.2014 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joachim Rapp ist in den Ruhestand verabschiedet worden: Jochen Alber ist der Nachfolger Fast 33 Jahre lang ist Joachim Rapp an der Spitze der Kreishandwerkerschaft Rems-Murr gestanden. 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