{"id":3631,"date":"2014-06-28T16:41:27","date_gmt":"2014-06-28T15:41:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3631"},"modified":"2014-06-28T16:48:59","modified_gmt":"2014-06-28T15:48:59","slug":"jochen-alber-ein-unabhaengiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2014\/06\/jochen-alber-ein-unabhaengiger\/","title":{"rendered":"Jochen Alber, ein Unabh\u00e4ngiger"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 28.06.2014<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Nach 15 Jahren im Kernener Gemeinderat zieht der Jurist Bilanz: Nachhaltiges Wirtschaften war ihm ein Herzensanliegen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Jochen Alber vor 15 Jahren in den Kernener Gemeinderat einzog, stand der Jurastudent vor dem ersten Staatsexamen. Wer dem 24-J\u00e4hrigen damals unterstellte, er suche nur ein Sprungbrett f\u00fcr eine politische Karriere, der irrte. Am 1. Juli wird er Chef der Kreishandwerkerschaft. Jochen Alber, der Anwalt und unabh\u00e4ngige Kopf, der im Gemeinderat oft als Mahner auffiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch nicht ganz 40, steht der geb\u00fcrtige Rommelshausener vor dem Ende seiner kommunalpolitischen Laufbahn. Seit 1999 sitzt er f\u00fcr die CDU im Gemeinderat. Von 2004 bis 2009 geh\u00f6rte er dem Kreistag an. Rechtsanwalt Alber hockt im Anzug mit Krawatte am Redaktionstisch und l\u00e4chelt zufrieden. Er habe Wort gehalten, sagt er. Schon zu Beginn der ersten Wahlperiode habe er die magische Zahl 40 genannt, \u00fcber die hinaus er sich politisch nicht bet\u00e4tigen wolle. Es waren 15 Jahre Kommunalpolitik, in denen sich nicht nur das Gremium neu aufstellte, die erfahrenen Kollegen und Platzhirsche den R\u00fcckzug antraten. \u201eAuch die Aufgaben sind vielschichtiger geworden. Das sieht man an den Sitzungsunterlagen\u201c, sagt CDU-Mann Alber. \u201eDer Dialog im Gemeinderat fand damals nicht so intensiv statt wie heute. Heute ist das Gremium, bedingt durch die Mitglieder, durchaus in der Lage, Sachverhalte kritisch zu hinterfragen. Es wird nicht alles abgenickt.\u201c<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Er ging aus der Deckung, als im B\u00fcrgerhaus die Kosten explodierten<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jochen Alber steht f\u00fcr diesen obrigkeitskritischen Geist. Er lieferte einige gute Beispiele daf\u00fcr. Er wollte sich der Kostenexplosion des B\u00fcrgerhauses nicht beugen wie einem unab\u00e4nderlichen Schicksal, das \u00fcber die Gemeinder\u00e4te in Quartalsabst\u00e4nden hereinbrach. Alber traute sich als Erster aus der Deckung, als das Vorhaben in der Planungsphase die Sechs-Millionen-Marke anpeilte, nachdem es mit 4,5 Millionen gestartet war. Aktuell kreist die Kalkulation um die neun Millionen Euro. Irgendwann sei ein \u201ePoint of no return\u201c erreicht gewesen, den der Gemeinderat mit zusammengebissenen Z\u00e4hnen hinzunehmen hatte, sagt Alber. Dabei sei die Kostenentwicklung gewiss der Konjunktur, den anziehenden Preisen und einem aus B\u00fcrgerw\u00fcnschen abgeleiteten erweiterten Raumprogramm geschuldet, aber auch, wie er kritisch anmerkt, \u201edem planerischen Willen der Verwaltungsspitze\u201c. In Gestaltungsfragen des von Alber von Beginn an im Grundsatz bef\u00fcrworteten Geb\u00e4udes setzte er andere Akzente als Bauamtsleiter Horst Schaal. \u201eDie Absicht des Bauamtschefs war von vornherein ein Klinkerbau, der mir \u00fcberhaupt nicht gef\u00e4llt, weil er das Blockhafte unterstreicht. Mit Naturstein w\u00e4re es besser gewesen.\u201c Diese Fragen sind entschieden. \u201eIch hoffe, dass die Bev\u00f6lkerung das B\u00fcrgerhaus als ihr Zentrum annimmt und die Vorbehalte schnell weichen\u201c, erinnert Alber an die kritischen Stimmen im Ort. \u201eMir war aber auch wichtig, dass die Alte Kelter in Rommelshausen mit Leben erf\u00fcllt wird, damit auch kleine Vereine, die im B\u00fcrgerhaus nicht den richtigen Rahmen finden, ein passendes Domizil bekommen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sein Herzensanliegen: eine nachhaltige Haushaltsf\u00fchrung. Dass Alber hier auf der Wacht war, ist den Erfahrungen der ersten Jahre geschuldet, als schiere Geldnot die Kommune zwang, \u00fcber den Verkauf von Kinderspielpl\u00e4tzen nachzudenken. Alber sah sich als Anwalt der jungen Generation, die an den Folgekosten von Bauinvestitionen zu kauen hat. \u201eUnd pl\u00f6tzlich ging es uns gut\u201c \u2013 Aktienerl\u00f6se, sprudelnde Gewerbesteuer und die in Kernen betr\u00e4chtlichen Einkommensteuererl\u00f6se f\u00fcllten den Sparstrumpf mit bis zu 23 Millionen Euro. \u201eIch sehe mit Sorge die Entwicklung, dass man das Geld, das hart verdient werden muss, nicht mehr in verantwortungsvoller Weise ausgibt. Manchmal wird zu schnell entschieden \u00fcber sehr hohe Summen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Folgekosten \u2013 \u201ein der anf\u00e4nglichen Euphorie nicht immer so gesehen\u201c<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sorge auch, weil er stets an die Folgekosten dachte und denkt, in die zuk\u00fcnftig die Abschreibungen mit einflie\u00dfen werden. Die Faustregel besage, dass Folgekosten in sieben bis zehn Jahren dem Investitionsaufwand gleichkommen. \u201eJetzt sieht man es. In der anf\u00e4nglichen Euphorie wurde es nicht immer so gesehen. Ich habe auch vom B\u00fcrgermeister Pr\u00fcgel bezogen, als ich auf die ausufernden Kosten hinwies.\u201c Zum Gl\u00fcck habe ein verantwortungsvoller K\u00e4mmerer deutliche, mahnende Worte gefunden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eIch konnte immer unabh\u00e4ngig auftreten. Auch was Parteipolitisches betrifft, habe ich meine Meinung bewahrt.\u201c Wer Position bezieht wie er, sich nicht verbiegen lassen will und gleichzeitig das Ohr nahe am B\u00fcrger hat, musste im Ort gelegentlich harsche Kritik einstecken. Beispielshalber gleich zu Beginn, als sich der Newcomer gegen die Erschlie\u00dfung der Reute aussprach, weil er die Bauplatzgr\u00f6\u00dfen als zu klein ansah.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eMit Anfang 20 trifft einen das mehr als mit 40\u201c, sagt der Gemeinderat. \u201e Man muss da seinen Weg gehen, seine Lebenserfahrung machen. Aber da bleibt festzuhalten, dass ich wahnsinnig dazugelernt habe in den Gremien.\u201c Von dieser politischen Erfahrung wird der Jurist als Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Kreishandwerkerschaft zehren, auch von der Arbeit in Netzwerken.<\/p>\n<p><em>Quelle: WKZ vom 28.06.2014 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 28.06.2014 Nach 15 Jahren im Kernener Gemeinderat zieht der Jurist Bilanz: Nachhaltiges Wirtschaften war ihm ein Herzensanliegen Als Jochen Alber vor 15 Jahren in den Kernener Gemeinderat einzog, stand der Jurastudent vor dem ersten Staatsexamen. Wer dem 24-J\u00e4hrigen damals unterstellte, er suche nur ein Sprungbrett f\u00fcr eine politische Karriere, der irrte. Am 1. 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