{"id":3480,"date":"2014-04-26T15:33:01","date_gmt":"2014-04-26T14:33:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=3480"},"modified":"2014-04-26T15:47:40","modified_gmt":"2014-04-26T14:47:40","slug":"neues-ortsmarketing-fuer-kernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2014\/04\/neues-ortsmarketing-fuer-kernen\/","title":{"rendered":"Neues Ortsmarketing f\u00fcr Kernen?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 26.04.2014<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Gemeinderatswahl am 25. Mai \u2013 acht Kandidatinnen und Kandidaten beackern ein holpriges kommunalpolitisches Forum<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was kann Ortsmarketing zum Wohl des Kernener Einzelhandels bewirken? Diese Frage besch\u00e4ftigt Freundliches Kernen und den Gewerbeverein jetzt umso mehr, als Aldi der Gemeinde mit einem freiwilligen Zuschlag auf den Bauplatzpreis stattliche 200 000 Euro bereitstellt. Der Einkaufsstandort Kernen besch\u00e4ftigte auch unsere Kandidatenrunde zur Gemeinderatswahl.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Jede der f\u00fcnf Kernener Wahllisten sollte eine Bewerberin und einen Bewerber zum ZVW-Kandidatengespr\u00e4ch entsenden. Eines der Themen, das unter den N\u00e4geln brennt: Kernener Ortsmarketing. Dass Aldi die von Verwaltung und Gemeinderat einst erhofften Synergien f\u00fcr den Kernener Einzelhandel generieren wird, bezweifeln die kommunalpolitischen Neulinge fast durch die Bank. Josef Gschwandl (UFW): \u201eWenn ich nach Endersbach oder nach Waiblingen zum Aldi gehe, dann gehe ich zum Aldi und fahre wieder heim. Dann gehe ich deshalb nicht in die Innenstadt.\u201c Dorothee Bicheler (CDU) pflichtet ihm bei: \u201eIn den Discounter gehe ich zum Gro\u00dfeinkauf, dazu brauche ich Parkpl\u00e4tze.\u201c Und die gebe es eben massenhaft in den Spitz\u00e4ckern, w\u00e4hrend sie, wie Elisabeth Linge (SPD) beklagt, in den Ortskernen von Rommelshausen und Stetten fehlten. Stimmt, urteilt Andreas Niederle (CDU), \u201edie leichte Zug\u00e4nglichkeit zu den L\u00e4den, das ist der Schl\u00fcssel.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Das Einkaufs-Plus in Stetten: Die fu\u00dfl\u00e4ufige N\u00e4he<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hanspeter Ruff (PFB) hat die M\u00e4r von den Synergien f\u00fcr den Einzelhandel eh nie geglaubt. Die Stettener brauchten den Discounter freilich nicht, sie seien zufrieden mit ihrem Rewe, sagt er. \u201eDie, die ein Auto haben, k\u00f6nnen zum Mack fahren, weil sie es sich leisten k\u00f6nnen, oder vielleicht auch zum Aldi. Aber die, die in Stetten mit dem Rollator kommen, die k\u00f6nnen noch vor Ort einkaufen. Das sind nicht wenige, und das werden immer mehr.\u201c Die fu\u00dfl\u00e4ufige N\u00e4he sei, neben dem Sortiment, das gro\u00dfe Plus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">L\u00e4sst man den vermeintlichen Synergiebringer au\u00dfen vor, wie l\u00e4sst sich dann die Attraktivit\u00e4t des Einzelhandelsstandorts Rommelshausen auffrischen? \u201eSehr schwierig\u201c runzelt Dieter Klenk (SPD) die Stirn, \u201edie r\u00e4umlichen Gegebenheiten sind ja gar nicht da, was die Ladenfl\u00e4che angeht.\u201c Es fehle aber nicht nur Fl\u00e4che. Kunden, die mehr suchen als Discountware, erwarteten ein attraktives Sortiment, kompetenten Service. Dieter Klenk wohnt fast 40 Jahre in Rommelshausen und findet, \u201edas Angebot ist rapide zur\u00fcckgegangen, es gab mal ein Haushaltswarengesch\u00e4ft, es gab einen Schuhmacher, mehrere Metzger, es gab vieles\u201c. Elisabeth Linge nickt: \u201eAu\u00dfer Lebensmittel haben wir keine Fachgesch\u00e4fte mehr, das ist das Problem.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mitbewerber Andreas Niederle von der CDU warnt vor Illusionen. Der generelle Strukturwandel im Einzelhandel lasse auch Rommelshausen nicht unber\u00fchrt. \u201eMan sollte die Dinge nicht vermischen, es ist illusorisch, wenn man meint, dass man alle Haushaltsprodukte noch vor Ort bekommt. Wenn ich durch Rommelshausen fahre, empfinde ich es aber auch nicht als leer, sondern als gesch\u00e4ftig. Da ist das Potenzial da, dass sich in dem angedachten Zentrum rund ums B\u00fcrgerhaus was tun kann.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu bedenken sei, findet Dorothee Bicheler, dass Einkaufen heute mehr sei als nur Besorgungen erledigen. Einkaufen sei Freizeit-Event. \u201eSie wollen gucken, etwas essen, das ist ein Gesamtpaket. Das wird man in Rommelshausen wahrscheinlich so nicht hinkriegen.\u201c Die Gemeinderats-Aspiraten erwarten von der sichtbaren Umgestaltung der Ortsmitte aber eine gestalterische Aufwertung, welche die Aufenthaltsqualit\u00e4t f\u00f6rdern k\u00f6nne. Behaglichkeit, Lust zum drau\u00dfen sitzen. Ein erster Schritt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Wann kommen die ge\u00f6ffneten L\u00e4den am Mittag und Abend?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Laden\u00f6ffnungszeiten f\u00fcr Berufst\u00e4tige: In Rommelshausen versprochen, aber immer noch nicht eingel\u00f6st. Die Heilpraktikerin und Physiotherapeutin Elisabeth Linge ist auf ge\u00f6ffnete Gesch\u00e4fte in der Mittagspause und abends angewiesen. \u201eDas kann ich in Rommelshausen au\u00dfer im Edeka nicht. Diese \u00d6ffnungszeiten sind f\u00fcr manche sehr, sehr schwierig. Viele w\u00fcrden nicht in Stuttgart einkaufen, wenn das besser geregelt w\u00e4re.\u201c Josef Gschwandl fasst das Thema noch etwas weiter: \u201eDas Problem in Rommelshausen ist die Zusammenarbeit der einzelnen Unternehmer. In Winterbach machen sie gemeinsame Aktionen. Das fehlt in Kernen. Wir haben einen Gewerbeverein und Freundliches Kernen, die sich mehr oder weniger gegeneinander bewegen.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit den von Aldi spendierten 200 000 Euro solle, findet Gschwandl, eine von beiden Vereinen eingesetzte Kraft gezielt \u201eSynergien schaffen\u201c. Alice Neumann (UFW), selbstst\u00e4ndige Reiseverkehrskauffrau, stimmt zu. Sie erinnert an \u201eKernen aktiv\u201c und die Probleme, die selbstst\u00e4ndige Gesch\u00e4ftsleute damals hatten, sich neben ihrem normalen Betrieb an der Organisation der Aktionen zu beteiligen. \u201eDa m\u00fcsste jemand da sein, der das in die Hand nimmt.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Christof Leibbrand (OGL) sch\u00fcttelt den Kopf: \u201eWas braucht es da \u00f6ffentliches Geld? Die Frage ist doch, ob Gewerbetreibende, wenn sie davon profitieren, das nicht selber machen m\u00fcssen.\u201c Aus Leibbrands Sicht sollte man die Mittel besser ins Gemeindemarketing stecken, in ein Konzept, das Gesamt-Kernen neu positioniert: \u201eStetten etwa k\u00f6nnte das Schloss touristisch besser ausbauen, da ja die Diakonie immer weniger Raumbedarf hat. Stetten ist sch\u00f6n mit der Glockenkelter, aber man muss es auch vermarkten.\u201c Elisabeth Linge hat mit dem touristischen Ansatz ein Problem: \u201eWas hat dann Rommelshausen zu bieten?\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Ackerland gegen Gewerbesteuer &#8211; Das Streitthema Schmidener Feld<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Streit um die Erweiterung der Gewerbefl\u00e4chen in den Langen Furch\u00e4ckern treibt auch die Wahlk\u00e4mpferinnen- und k\u00e4mpfer um. Das Problem im Schmidener Feld bestehe doch darin, so Christof Leibbrand, \u201edass es hervorragender Boden ist, den es so nirgendwo anders gibt. Das gebietet der Entwicklung Einhalt. Wenn man sich weiterentwickeln will, dann muss man gucken, wo man es sonst machen kann.\u201c Auch auf das Risiko hin, dass Kernen Geld in die Hand nehmen m\u00fcsste, neue Infrastruktur zu schaffen: \u201eWir m\u00fcssen davon weggehen, Industrie und Gewerbe auf fruchtbare B\u00f6den zu stellen\u201c, ein Appell, den Hanspeter Ruff erg\u00e4nzt: \u201eWir diskutieren zwei Sachen: erstens das Thema Ackerboden, dann die Frage: M\u00fcssen wir denn \u00fcberhaupt Gewerbegebiete in diesem Stil erweitern?\u201c Der Stettener Schiemer gegen\u00fcber der Gro\u00dfb\u00e4ckerei Wohlgemuth sei als Gewerbefl\u00e4che ja l\u00e4ngst ausgewiesen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gebe hektarweise Gewerbebrachen in beiden Ortsteilen, zitiert Ruff das Resultat einer PFB-Umfrage: \u201eH\u00e4user, die man wegrei\u00dfen k\u00f6nnte, die man in einem Mischgebiet f\u00fcr intelligentes Gewerbe ohne weiteres verwenden k\u00f6nnte.\u201c Er, Ruff, pl\u00e4diere f\u00fcr eine Konsolidierung des Ist-Zustandes an Gewerbefl\u00e4chen. W\u00fcrden zehn Hektar zugepflastert, entst\u00fcnden 50 Prozent versiegelte Fl\u00e4che, f\u00fcr die es einen zus\u00e4tzlichen Kanal brauche, der vier bis f\u00fcnf Kubikmeter Schmutzwasser bei einem mittleren Regenereignis ableiten kann. Klammheimlich werde daf\u00fcr jetzt Geld eingestellt f\u00fcr Kl\u00e4ranlagen, die alle zu klein seien.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das sei ein zweischneidiges Schwert, wendet Dieter Klenk ein. \u201eDie SPD hat dazu eine Position bezogen, zu der ich auch stehe. Auf der anderen Seite habe ich eigene Erfahrungen gemacht, was Grund und Boden bedeutet f\u00fcr eine wirtschaftliche Entwicklung.\u201c Zwei von drei Firmen, in denen er gearbeitet habe, seien an einer Immobilienfrage gescheitert, weil sie nicht expandieren konnten. 300 Arbeitspl\u00e4tze seien dabei verloren gegangen. \u201eMan muss als SPD auch sehen, dass Arbeitspl\u00e4tze im Ort geschaffen werden. Das ist wichtig, wenn man den Pendlerverkehr vermeiden will. Wo das stattfindet, ist aber wieder eine andere Geschichte.\u201c Es reiche zudem nicht, kostbare Ackerb\u00f6den zu erhalten. Landwirte ben\u00f6tigten aus der Bewirtschaftung solcher Fl\u00e4chen auch ein ausk\u00f6mmliches Einkommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch Andreas Niederle sieht Bedarf: \u201eSie m\u00fcssen Unternehmen, die sich erweitern, Perspektiven bieten. Es gibt Unternehmen, die gehen daran zugrunde, dass sie sich nicht ver\u00e4ndern k\u00f6nnen \u2013 oder sie wandern ab.\u201c Kernen d\u00fcrfe nicht nur von den f\u00fcnf Hauptgewerbesteuerzahlern abh\u00e4ngen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: WKZ vom 26.04.2014 &#8211; Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 26.04.2014 Gemeinderatswahl am 25. Mai \u2013 acht Kandidatinnen und Kandidaten beackern ein holpriges kommunalpolitisches Forum Was kann Ortsmarketing zum Wohl des Kernener Einzelhandels bewirken? 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