{"id":1688,"date":"2011-06-26T21:30:56","date_gmt":"2011-06-26T20:30:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=1688"},"modified":"2011-06-26T21:43:35","modified_gmt":"2011-06-26T20:43:35","slug":"136-000-punkte-fur-drei-mauern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2011\/06\/136-000-punkte-fur-drei-mauern\/","title":{"rendered":"136 000 Punkte f\u00fcr drei Mauern"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 25.06.2011<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Kernener Gemeinderat beschlie\u00dft Bau und Sanierung steinernen Kulturguts in den Weinbergen \u2013 f\u00fcr ein \u00d6ko-Konto<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr die 14 Ar, die Kernen im Gewerbegebiet \u201eOb dem Waiblinger Weg\u201c \u00fcberplant, wird es als \u00d6ko-Ausgleich nahe der Yburg zwei Trockenmauern bauen und eine bestehende herrichten lassen. 34 000 Euro ist das Projekt wert. Mit ihm sammelt Kernen \u00d6ko-Punkte: 136 000. F\u00fcr eine Gemeinde, die Baugebiete erschlie\u00dft, ohne den Umwelteingriff vor Ort ausgleichen zu k\u00f6nnen, ist die Jagd auf \u00d6ko-Punkte ein Muss.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie berichtet hatte Diplom-Ingenieurin (FH) Manuela Eichendorf vom Stuttgarter Planungsb\u00fcro K\u00f6nig + Partner auf Wunsch des Kernener Rathauses den aktuellen Bestand an Trockenmauern in den Stettener Gebieten \u201eSandacker\u201c, \u201eIn den Raubern\u201c und rund um die Y-Burg erfasst und ausgewertet. Sie wies 16 reparaturbed\u00fcrftige oder neu zu errichtende Mauerz\u00fcge aus. Davon will das Bauamt nun zwei ganz neue Sandsteinmauern nahe der Y-Burg aufschichten (T 2\/T 3) und ein bestehendes Gem\u00e4uer direkt im Anschluss an den Turm reparieren und verl\u00e4ngern lassen (T 1).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Mangels Zusch\u00fcssen kooperiert das Rathaus mit Allmende<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kooperationspartner ist mangels F\u00f6rderzusch\u00fcssen der in Mauerbau-Projekten versierte Stettener Kulturverein Allmende. F\u00fcr Ende Juli sind die drei Projekte im Rahmen eines Trockenbauseminars geplant, das Allmende mit den Landschaftsg\u00e4rtnern Martin B\u00fccheler und Richard Lenz organisieren wird. Die Gemeinde liefert dazu die Steine. An der Mauer T 1 hatten Diebe sie teilweise abgetragen. Und sie finanziert die Ausgleichsma\u00dfnahme, zu der sie der Bebauungsplan f\u00fcrs Gewerbegebiet \u201eOb dem Waiblinger Weg\u201c wegen der Versiegelung des Schutzguts Boden verpflichtet. Laut Sch\u00e4tzung kostet das 34000 Euro.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Investition, die sich f\u00fcr eine erschlie\u00dfungsfreudige Gemeinde wie Kernen rechnet: Nach der neuen baden-w\u00fcrttembergischen \u00d6kopunkteverordnung lassen sich f\u00fcr je einen Euro der Herstellungskosten vier \u00d6ko-Punkte anrechnen. Das ergibt im Fall der drei Stettener Trockenmauern 136 000 \u00d6ko-Punkte, von denen Kernen bis dato noch keinen einzigen hat.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>F\u00fcrs Gebiet Kleines Feldle III braucht Kernen \u00d6ko-Punkte<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00d6ko-Punkte, eine Verrechnungseinheit, die die Gemeinde laut Bundesnaturschutzgesetz zum Ausgleich f\u00fcr \u00f6kologische Eingriffe verwenden wird, wenn sie ihre \u00d6ko-Bilanz nicht komplett im Baugebiet, etwa mit Retensionsmulden wie in den Langen \u00c4ckern oder im Kleinen Feldle III ausgleichen kann. Schon jetzt ist klar, dass sie f\u00fcr die Erschlie\u00dfung des kleinen Feldle \u00d6ko-Punkte braucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber die Auswahl der drei Trockenmauern sind einige Gemeinder\u00e4te ungl\u00fccklich. Die St\u00fctzmauer T 2 verl\u00e4uft westw\u00e4rts entlang einer Wasserrinne hinunter zum Festplatz vor der Yburg, wo T 3 zur Burg nach S\u00fcden abknickt. Dort vergr\u00f6\u00dfert sich mit der neuen Trockenmauer T 3 die Plattform unterhalb des Weinbergs Haidle, auf der bei Hocketsen der Musikverein spielt. CDU-Fraktionschef Andreas Wersch h\u00e4tte lieber die Weinbergterrassen entlang der Burgsteige saniert: \u201eDie Mauern dort verfallen. Da ist dringender Handlungsbedarf.\u201c Fraktionskollege und Wengerter Walter Zimmer h\u00e4lt das \u201eSt\u00fctzm\u00e4uerle T 2\u201c, das zwischen zwei Wengert verlaufen soll, mit 25 000 Euro Baukosten f\u00fcr eine Fehlinvestition: \u201eKein Mensch sieht die Mauer. Das ist ein Wasserlauf.\u201c Volker Borck (CDU) pflichtet ihm bei: \u201eWir haben dringende Probleme an der Steige. Die neue Mauer ist ,nice to have\u2019\u201c. Bauamtschef Schaal hielt dagegen: Zumindest sei sie \u201e\u00f6kologisch\u201c. Und: Eine neue Mauer ergebe mehr \u00d6ko-Punkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Abkehr vom Ansatz, \u00d6ko-Eingriffe vor Ort auszugleichen?<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">OGL-Fraktionschef Andreas Stiene sprach einen anderen sensiblen Punkt an: Bedeutet ein dickes kommunales \u00d6ko-Punkte-Konto die Lizenz zum un\u00f6kologischen Landschaftsverbau? Grunds\u00e4tzlich halte er es f\u00fcr eine \u201epositive Sache, dass man sich um \u00d6ko-Punkte k\u00fcmmert. Aber ich sehe darin eine Abkehr vom urspr\u00fcnglichen Ansatz, vor Ort auszugleichen.\u201c Trotzdem, so der Realo-Gr\u00fcne: \u201eIch finde es wichtig. Das gibt Freiraum.\u201c Beigeordneter Horst Schaal widersprach: \u201eEigentlich muss ich immer an Ort und Stelle ausgleichen. Boden f\u00fcr Boden. Erst wenn das nicht m\u00f6glich ist, geht es auch au\u00dferhalb.\u201c So sehe der Bebauungsplan f\u00fcrs Kleine Feldle III Retensionsmulden und Eingr\u00fcnung vor. Schaal: \u201eWenn dann nichts mehr geht, schaut man \u00fcber die Grenzen hinaus.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1694 alignnone\" title=\"WKZ 2011 06 26\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/WKZ-20110626.jpg\" alt=\"\" width=\"335\" height=\"384\" srcset=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/WKZ-20110626.jpg 335w, https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/WKZ-20110626-261x300.jpg 261w\" sizes=\"(max-width: 335px) 100vw, 335px\" \/><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 25.06.2011 \/ Text: Hans-Joachim Schechinger<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 25.06.2011 Der Kernener Gemeinderat beschlie\u00dft Bau und Sanierung steinernen Kulturguts in den Weinbergen \u2013 f\u00fcr ein \u00d6ko-Konto F\u00fcr die 14 Ar, die Kernen im Gewerbegebiet \u201eOb dem Waiblinger Weg\u201c \u00fcberplant, wird es als \u00d6ko-Ausgleich nahe der Yburg zwei Trockenmauern bauen und eine bestehende herrichten lassen. 34 000 Euro ist das Projekt wert. 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