{"id":1626,"date":"2011-05-08T21:57:56","date_gmt":"2011-05-08T20:57:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=1626"},"modified":"2011-05-08T21:57:56","modified_gmt":"2011-05-08T20:57:56","slug":"wohin-stinkt-der-pferdehof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2011\/05\/wohin-stinkt-der-pferdehof\/","title":{"rendered":"Wohin stinkt der Pferdehof?"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 07.05.2011<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Baugebiet \u201eKleines Feldle III\u201c bleibt im Gemeinderat strittig \/ Planung geht trotzdem weiter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kernen. Das war nicht \u00fcberzeugend: Mit gerade mal acht Jastimmen bei viermal Nein und f\u00fcnf Enthaltungen ist am Donnerstag der ge\u00e4nderte Entwurf zum Baugebiet \u201eKleines Feldle III\u201c durch den Gemeinderat gegangen. <!--more-->Die OGL wiederholte ihre Kritik an Gr\u00f6\u00dfe und grunds\u00e4tzlicher Planung. Neu ist die Frage: Wird der Hof der Borcks im S\u00fcdwesten zu einem Problem?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie stark stinken sechs Pferde? Das war eine der Fragen, \u00fcber die R\u00e4te und Verwaltung debattierten \u2013 ganz ernsthaft. Streitpunkt war ein T\u00fcv-Gutachten, das Bauamtsleiter Horst Schaal vorlegte: eine \u201eGeruchs-Immissionsprognose\u201c zum \u201elandwirtschaftlichen Kleinbetrieb der Familie Borck\u201c. Hei\u00dft \u00fcbersetzt: Es ging um die Frage, wie stark der Hof und die Tiere der Borcks in die s\u00fcdwestliche Ecke des Baugebiets \u201eKleines Feldle III\u201c hineinstinken.<br \/>\nCDU-Rat Volker Borck, der den Hof bewirtschaftet, fehlte in der Sitzung. Es lag den R\u00e4ten aber eine Stellungnahme von ihm und seiner Frau vor. Sie f\u00fcrchten rechtliche Probleme, wenn es denn neuen Anwohnern dort wegen der Tiere stinkt oder zu laut ist. Dazu wollte die Verwaltung Rechtssicherheit mit zwei Gutachten schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der T\u00dcV stellte nun fest \u2013 Achtung Beamtendeutsch \u2013, \u201edass erhebliche Geruchsbel\u00e4stigungen [&#8230;] ausgeschlossen werden k\u00f6nnen\u201c und zwar mit Ber\u00fccksichtigung des \u201eTierbestands\u201c und \u201eunter Zugrundelegung der f\u00fcr den Standort repr\u00e4sentativen meteorologischen Bedingungen\u201c. Der Tierbestand, das sind im Moment, wie Henriette Borck auf unsere Nachfrage erkl\u00e4rt, acht Ziegen, zwei Schweine, zwei K\u00fche, sechs Pferde und \u201eso 14 bis 20 H\u00fchner\u201c.<br \/>\nDas Gutachten gebe ihr aber keine Sicherheit, sagt Borck. Grund: Die Windrichtung, mit der der T\u00dcV rechnet, sei falsch. \u201eWir haben \u00fcber die Jahre die Erfahrung gemacht, dass der Wind \u00fcberwiegend aus s\u00fcdwestlicher Richtung weht und nicht umgekehrt\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Damit argumentiert auch die CDU im Gemeinderat: Gutachten sch\u00f6n und gut, aber die Realit\u00e4t ist anders. \u201eWie rechtssicher ist damit dieses Gutachten?\u201c, fragt Fraktionschef Andreas Wersch. Es h\u00e4nge daran schlie\u00dflich eine Existenz. \u201eIch wei\u00df nicht, was ein Richter macht\u201c, fragt sich Hofbesitzerin Henriette Borck, \u201ewenn jemand sagt: Es stinkt aber einfach?\u201c- \u201eDas Gutachten ist rechtlich belastbar\u201c, versichert Bauamtsleiter Schaal. \u201eWir haben uns mehrmals r\u00fcckversichert. Und der T\u00dcV ist ein anerkannter Gutachter.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Spielplatz als \u201ePufferzone\u201c f\u00fcr Geruch und L\u00e4rm<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was den L\u00e4rm vom Hof angeht, hat der T\u00dcV festgestellt, dass nachts \u201edas Auftreten erheblicher Nachteile oder Bel\u00e4stigungen [&#8230;] nicht auszuschlie\u00dfen ist\u201c. Planer und Verwaltung haben darauf reagiert, indem sie f\u00fcr die betroffenen Baupl\u00e4tze empfehlen, die Schlafzimmer nach Norden und Osten einzurichten. Au\u00dferdem ist jetzt ein Spielplatz als \u201ePufferzone\u201c zwischen Hof und Bebauung im Plan.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Letztendlich hat die CDU-Fraktion sich wegen der genannten Gr\u00fcnde bei der Abstimmung enthalten. Geschlossen dagegen stimmte die OGL. Die Gr\u00fcnen sind immer noch grunds\u00e4tzlich gegen den Bebauungsplan, weil sie das Gebiet \u00fcberdimensioniert und falsch geplant finden. \u201eUns fehlen auch gen\u00fcgend Spielpl\u00e4tze und Quartierspl\u00e4tze, wo die Leute sich treffen k\u00f6nnen\u201c, sagt Fraktionschef Andreas Stiene.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Er kritisiert au\u00dferdem die Bebauung im nord\u00f6stlichen Planbereich. Dort sind dreigeschossige Mehrparteienh\u00e4user mit Flachd\u00e4chern plus Solaranlagen vorgesehen. \u201eWenn Sie von der Y-Burg da drauf runtergucken, dann sieht das aus wie ein Industriegebiet\u201c, sagt Stiene. Er hofft aber, dass die Verwaltung gegen\u00fcber dem Kaufinteressenten \u201enoch was drehen kann\u201c. Den gibt es laut Bauamtsleiter Schaal schon. Er macht auch Hoffnung, dass die Flachd\u00e4cher vielleicht noch zu Giebeld\u00e4chern werden k\u00f6nnten: \u201eIn den Fl\u00e4chen ist das alles noch nicht fix.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Am Ende steht der Beschluss: Das Baugebiet wird weiter vorangetrieben. Alles andere w\u00e4re wohl auch schwer vermittelbar, meint Schaal: \u201eMan kann in diesem Stadium nicht mehr einfach alles zur\u00fcckdrehen, was schon beschlossen wurde.\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle: Waiblinger Kreiszeitung vom 07.05.2011 \/ Text: Reinhold Manz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 07.05.2011 Baugebiet \u201eKleines Feldle III\u201c bleibt im Gemeinderat strittig \/ Planung geht trotzdem weiter Kernen. 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