{"id":1584,"date":"2011-03-10T00:19:38","date_gmt":"2011-03-09T23:19:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=1584"},"modified":"2011-03-10T00:19:38","modified_gmt":"2011-03-09T23:19:38","slug":"physiker-steckt-seine-energie-in-die-lokale-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2011\/03\/physiker-steckt-seine-energie-in-die-lokale-politik\/","title":{"rendered":"Physiker steckt seine Energie in die lokale Politik"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-31\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Fellbacher-Zeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/fellbacher-zeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"19\" \/>vom 09.03.2011<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Stetten. Nach 40 Jahren ist Wolfgang Kohl zur\u00fcckgekehrt. Als CDU-Chef will er f\u00fcr die Partei mobilisieren <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Frage musste ja kommen. Nein, er sei nicht mit dem fr\u00fcheren Bundeskanzler verwandt oder verschw\u00e4gert, sagt Wolfgang Kohl, der neue Kernener CDU-Chef. Auch wenn er sich politisch nicht von seinem Namensbruder distanzieren m\u00f6chte, so stellt er fest: &#8222;Ich bin mein eigener Kohl.&#8220; <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Und das ist er bereits seit 65 Jahren. In Lendsiedel bei Kirchberg\/Jagst geboren, ist er 1963 mit den Eltern in die Waiblinger Stra\u00dfe nach Rommelshausen gezogen. &#8222;Da haben wir Haust\u00fcr an Haust\u00fcr mit dem fr\u00fcheren B\u00fcrgermeister G\u00fcnter Hau\u00dfmann gewohnt.&#8220; Dann der Umzug in die Steigstra\u00dfe nach Stetten in das Haus auf dem gro\u00dfelterlichen Grundst\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn Wolfgang Kohl aus der Zeit seiner Jugend erz\u00e4hlt, dann taucht in den Geschichten erstaunlich oft sein Gro\u00dfvater auf. &#8222;Er war ein dynamischer Schwabe, der sich in Stetten einen Gemischtwarenladen aufgebaut hatte&#8220;, erz\u00e4hlt Kohl. Doch Stetten wurde dem Gro\u00dfvater irgendwann zu klein. So verkaufte er seine Waren noch in Fellbach und auf dem Markt in Bad Cannstatt &#8211; auch weil es dort ein paar Pfennige mehr f\u00fcr die Pflaumen gab. &#8222;Von meinem Gro\u00dfvater habe ich den inneren Drang zum Wirtschaften.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Irgendwann war auch f\u00fcr Wolfgang Kohl die Welt in Stetten zu klein. Er zog aus, studierte Physik in Heidelberg, schrieb seine Arbeit f\u00fcr die Dissertation bei der Gesellschaft f\u00fcr Schwerionenforschung (GSI) in Darmstadt, und stieg nach seiner Promotion beim Konzern BBC\/AAB in Mannheim als Projektleiter f\u00fcr Gro\u00dfkraftwerke die Karriereleiter hoch. Als die Energiekrise Ende der 80er-Jahre nach Deutschland kam, ging Kohl. Seit 1988 lehrt er als Professor f\u00fcr Physik, Umweltmesstechnik und Energielehre an der Hochschule Mannheim.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor knapp drei Jahren ist der Professor in die Steigstra\u00dfe unterhalb der Y-Burg zur\u00fcckgekehrt. &#8222;Die sch\u00f6ne Lage und auch der famili\u00e4re Bezug zum Remstal hat mich nach 40 Jahren dazu bewogen&#8220;, erkl\u00e4rt er den Umzug. Kaum eingelebt, steckt er seine Energie in die Kommunalpolitik. Warum tut man sich das an? &#8222;Ich bin gerufen worden, Emil Knoll wollte schon vor zwei Jahren sein Amt abgeben, aber niemand hatte sich gefunden&#8220;, sagt Kohl.<br \/>\nDem fr\u00fcheren CDU-Chef attestiert er politisches Geschick: &#8222;Knoll hat hervorragende Arbeit und gro\u00dfe Verdienste in der Fraktion und Partei geleistet.&#8220; Nun ist Kohl mit 65 Jahren sogar zwei Jahre \u00e4lter als sein Vorg\u00e4nger. Sollte nicht jemand j\u00fcngeres an der Parteispitze stehen? Das sieht der CDU-Mann anders. &#8222;Wir sind eine Gesellschaft, die immer st\u00e4rker vom Alter bestimmt wird.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An der Hochschule hat Kohl viel mit jungen Menschen zu tun. &#8222;Ich m\u00f6chte meine Erfahrung an die Jugend weitergeben, denn sie ist unsere Zukunft&#8220;, sagt er. \u00dcberhaupt m\u00fcsse Deutschland mehr in die Zukunft investieren, vor allem in Bildungs- und Bev\u00f6lkerungspolitik sowie in Infrastruktur, sagt der bekennende Stuttgart-21-Bef\u00fcrworter.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Politische Erfahrung hat Kohl bereits. Acht Jahre lang hat er als Chef den CDU-Ortsverband in Mannheim gef\u00fchrt. Jetzt will er in Kernen die rund 50 Parteimitglieder neu mobilisieren. &#8222;Von denen sieht man zu wenig, dabei sollten sie ihre Gedanken zur Politik mit Gleichgesinnten diskutieren &#8222;, sagt Kohl. Er denkt dabei etwa an Vortr\u00e4ge von Experten zu Themen wie R\u00fcckkauf der Energienetze oder S21. &#8222;Dabei m\u00fcssen aber immer Pro und Contra zur Sprache kommen.&#8220; Am Herzen liegt dem CDU-Chef die Entwicklung von Kernen. &#8222;Rommelshausen hat von der Struktur her eine hervorragende Anlage, aber das Angebot stimmt nicht&#8220;, sagt Kohl. Deshalb w\u00fcnsche er sich eine st\u00e4dtebauliche und architektonische Belebung des Ortszentrums. &#8222;Stetten hat zwar ein tolles Image, aber das Ortsbild ist mir zu zerfahren.&#8220; Um die lokale Wirtschaftskraft zu verbessern, sollten mehrere hundert neue Familien nach Stetten geholt werden, sagt Kohl.<\/p>\n<p>Ein Gemeinderatsmandat strebt Wolfgang Kohl nach eigener Aussage nicht an. Partei und Fraktion sind f\u00fcr den CDU-Chef getrennte Welten. Seine Aufgabe sei eine andere: &#8222;Ich will diese Partei wieder zum Leben erwecken und einen Nachfolger f\u00fcr mich finden.&#8220;<\/p>\n<p><em>Quelle: Fellbacher Zeitung vom 09.03.2011 \/ Text: Sascha Sauer<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 09.03.2011 Stetten. Nach 40 Jahren ist Wolfgang Kohl zur\u00fcckgekehrt. Als CDU-Chef will er f\u00fcr die Partei mobilisieren Diese Frage musste ja kommen. Nein, er sei nicht mit dem fr\u00fcheren Bundeskanzler verwandt oder verschw\u00e4gert, sagt Wolfgang Kohl, der neue Kernener CDU-Chef. 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