{"id":1387,"date":"2010-11-28T18:12:25","date_gmt":"2010-11-28T17:12:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.cdu-kernen.de\/?p=1387"},"modified":"2010-11-28T18:12:25","modified_gmt":"2010-11-28T17:12:25","slug":"tauziehen-um-das-lukrative-netz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/index.php\/2010\/11\/tauziehen-um-das-lukrative-netz\/","title":{"rendered":"Tauziehen um das lukrative Netz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-36\" style=\"margin-left: 0px; margin-right: 10px;\" title=\"Waiblinger Kreiszeitung\" src=\"https:\/\/www.cdu-kernen.de\/wp-content\/uploads\/2008\/12\/waiblingerzeitung.gif\" alt=\"\" width=\"100\" height=\"22\" \/>vom 27.11.2010<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Der Gemeinderat l\u00e4sst vertieft pr\u00fcfen, ob gemeinsame Remstalstadtwerke den Strom liefern sollen<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Um viel Geld wird verhandelt, wenn Remstalgemeinden unter dem Schlagwort &#8222;Rekommunalisierung&#8220; den Strommarkt aufmischen. Der Begriff bedeutet, dass St\u00e4dte und Gemeinden die Stromversorgung als eine Daseinsvorsorge in die eigenen H\u00e4nde nehmen, statt einem regionalen Industriemonopolisten wie der EnBW in einem Konzessionsvertrag die Rechte dazu einzur\u00e4umen. Offenbar kann auch eine Kommune in dieser Branche zum Vorteil ihrer B\u00fcrger Geld verdienen. Stadtwerke in Fellbach und Waiblingen sind bereits vor Jahren mit Erfolg in die Stromversorgung eingestiegen.<!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Presse wird bereits von den &#8222;Remstalwerken&#8220; gesprochen, seit sich die Gemeinde Kernen mit Korb, Pl\u00fcderhausen, Remshalden, Rudersberg, Urbach und Weinstadt zusammengetan hat, um \u00fcber den Kauf des Stromnetzes zu verhandeln. Die \u00f6ffentlich-rechtliche Arbeitsgemeinschaft dieser St\u00e4dte und Gemeinden besteht seit einem Jahr. In seiner Sitzung am Donnerstag bekr\u00e4ftigte der Gemeinderat Kernen diesen Zusammenschluss durch eine Abstimmung und den Auftrag weiterer Pr\u00fcfung bis hin zum Entwurf eines Gesellschaftsvertrags. &#8222;Es geht jetzt darum, konkrete Gesch\u00e4ftsmodelle auszuarbeiten&#8220;, sagte K\u00e4mmerer Achim Heberle, der in Kernen die Verhandlungen als Fachmann vorantreibt. Von der Gr\u00fcndung der &#8222;Remstalwerke&#8220; zu sprechen, sei allerdings zu fr\u00fch. Au\u00dfer der Gr\u00fcndung gemeinsamer &#8222;Stadtwerke&#8220; kommt unter der Y-Burg und dem Kernenturm n\u00e4mlich auch noch der Anschluss an bestehende Stadtwerke der gr\u00f6\u00dferen Nachbarst\u00e4dte in Frage, wie B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger am Donnerstag sagte. Eine offenbar finanziell interessante Alternative ist es auch, das \u00f6rtliche Stromnetz &#8211; meist f\u00fcr einen hohen Millionenbetrag &#8211; vom jetzigen Betreiber EnBW zu kaufen, dann aber an einen Energieversorger zu verpachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Modell des Neckar-Elektrizit\u00e4tsverbands (NEV), dem sie aus fr\u00fcheren Zeiten angeh\u00f6ren, k\u00f6nnen die Kernener sich nicht anfreunden. In dieser Stromnetz-Gesellschaft soll der bisherige lokale Monopolist und Atomstromkonzern EnBW 49 Prozent der Anteile halten und wird aufgrund der komplizierten Stimmrechtsverteilung f\u00fcr den 51-Prozent-Anteil der Kommunen wirtschaftlich das Sagen haben. &#8222;Das Modell NEV gibt uns nicht die Mitsprache, die wir gerne h\u00e4tten&#8220;, sagt B\u00fcrgermeister Stefan Altenberger. Dennoch neigte die gro\u00dfe Mehrheit der NEV-Mitglieder, jedenfalls nach Stimmrechten, zuletzt zu dem Modell. Stefan Altenberger sagt dar\u00fcber: &#8222;Es ist nicht wirklich \u00fcberzeugend, aber f\u00fcr viele Kommunen relativ bequem.&#8220; CDU-Gemeinder\u00e4te werten es offenbar etwas anders: &#8222;Es ist ein sicheres Modell&#8220;, sagt Andreas Wersch, der Fraktionsvorsitzende der CDU, \u00fcber die NEV-Pl\u00e4ne. Auch Mitglieder der Remstalarbeitsgemeinschaft sollen mittlerweile diesem Modell zuneigen, vermutet Gemeinderat Jochen Alber (CDU). Dem widerspricht Altenberger: &#8222;Wir sind noch gemeinsam, aber sobald zwei oder drei Gemeinden sich verabschieden, werden wir die Rei\u00dfleine ziehen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch ist kein Geld verdient, aber schon viel ausgegeben: F\u00fcr Gutachten und Beratung reichen die vorgesehenen 20 000 Euro nicht aus, eine \u00fcberplanm\u00e4\u00dfige Ausgabe von weiteren 20 000 Euro hat der Gemeinderat Kernen am Donnerstag bei einer Stimmenthaltung bewilligt.<\/p>\n<p>Quelle: Fellbacher Zeitung vom 27.11.2010 \/ Text: Hans-Dieter Wolz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vom 27.11.2010 Der Gemeinderat l\u00e4sst vertieft pr\u00fcfen, ob gemeinsame Remstalstadtwerke den Strom liefern sollen Um viel Geld wird verhandelt, wenn Remstalgemeinden unter dem Schlagwort &#8222;Rekommunalisierung&#8220; den Strommarkt aufmischen. 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